Das Finanzministerium hat zwei wichtige Vorschläge zur Überwachung von Kryptowährungen zurückgezogen und Regeln aufgegeben, die Banken dazu verpflichtet hätten, Transaktionen von Selbstverwahrungs-Wallets zu verfolgen und internationale Coin-Mixing-Dienste als Geldwäschebedrohung zu behandeln. Die Maßnahmen wurden in Mitteilungen veröffentlicht, die am Montag eingereicht und am Dienstag im Federal Register veröffentlicht wurden.
FinCEN, der Durchsetzungsarm des Finanzministeriums, zog beide Vorschläge zurück. Einer richtete sich gegen „Unhosted Wallets“, also Selbstverwaltungs-Wallets, die direkt von Nutzern und nicht von einer Börse oder Bank gehalten werden. Der andere hätte internationales Coin-Mixing als „primäres Geldwäscheproblem“ kennzeichnen wollen. Beide Mitteilungen beziehen sich auf den digitalen Asset Bericht der Regierung vom Juli 2025.
Was der Vorschlag zu Unhosted Wallets hätte bewirken sollen
Der Vorschlag aus Dezember 2020, der in den letzten Wochen von Präsident Donald Trumps erster Amtszeit veröffentlicht wurde, hätte Banken und Geldverwaltungsunternehmen verpflichtet, Aufzeichnungen über Transaktionen ihrer Kunden mit Unhosted Wallets über 3.000 US-Dollar zu führen. Transaktionen über 10.000 US-Dollar wären zu melden, einschließlich der Gegenparteiinformationen.
FinCEN schrieb, dass es „keine weiteren Maßnahmen zu diesem NPRM ergreifen“ werde, wobei NPRM die Kurzform für einen Entwurf einer Regelung ist. Der Rückzug beendet einen jahrelangen Kampf.
Warum der Vorschlag zu Mixing scheiterte
Der Vorschlag aus dem Jahr 2023 richtete sich gegen Mixing-Dienste, die Coins bündeln und mischen, um ihre Spur zu verwischen. Unter dem Plan hätten Finanzinstitute Wallet-Adressen, Transaktions-Hashes und IP-Adressen melden müssen, die mit verdächtigem Mixing in Verbindung stehen.
Kommentatoren warnten, dass die weitreichende Definition von Mixing im vorgeschlagenen Regelwerk möglicherweise legitime Aktivitäten behindern könnte. FinCEN stimmte zu. Die Mitteilung streicht den Vorschlag, obwohl FinCEN hinzufügte, dass es weiterhin Mixing-Dienste im Hinblick auf illegale Finanztransaktionen überwachen und möglicherweise in der Zukunft Maßnahmen ergreifen werde.
Coin Center feiert
Coin Center, die Washingtoner Krypto-Policy-Gruppe, die beide Vorschläge jahrelang bekämpft hat, feierte die Nachricht. Executive Director Peter Van Valkenburgh schrieb auf X, dass „es einen harten Monat für Privatsphäre und Ihr Recht gewesen sei, Kryptowährungen zu nutzen. Es gibt einen Lichtblick.“
Van Valkenburgh relativierte den Sieg mit einer Warnung. „Die zugrunde liegende gesetzliche Befugnis zur Schaffung neuer, ähnlicher, schlechter Regeln bleibt bestehen“, warnte er.
Der digitale Asset Bericht vom Juli 2025
Beide Rückzüge beziehen sich auf den Bericht der Regierung zum Thema digitale Vermögenswerte vom Juli 2025. Dieser Bericht enthält eine Aussage, dass die Regierung „die Fähigkeit rechtmäßiger Nutzer digitaler Vermögenswerte unterstützt, anonym auf einer öffentlichen Blockchain zu transaktieren.“
Der Bericht scheint das Kräfteverhältnis im Finanzministerium verschoben zu haben. Die Rückzugsmitteilungen beziehen sich direkt darauf, als Grund für das Zurückziehen.
Ein ruhiger Monat für Privatsphäre
Van Valkenburgh merkte an, dass der Monat schwierig für Nutzer von Privatsphäre und Krypto gewesen sei. Das Rückziehensangebot ist ein Lichtblick, aber es ist nicht das Ende der Reise. Das Finanzministerium behält weiterhin die rechtliche Befugnis, ähnliche Einschränkungen vorzuschlagen.
Was das für Nutzer bedeutet
Das Rückziehen bedeutet, dass Banken und Geldtransferdienste keine Aufzeichnungen über Transaktionen auf nicht gehosteten Wallets über 3.000 US-Dollar führen und diese nicht melden müssen, wenn sie über 10.000 US-Dollar liegen. Mischdienste können weiterhin betrieben werden, ohne die Berichtspflichten, die der Vorschlag mit sich gebracht hätte.
Der Schritt zeigt, dass Interessenvertretungen wie Coin Center diese Kämpfe gewinnen können, wenn sie ihre Argumente direkt an die Aufsichtsbehörden herantragen.
Der CFPB-Aspekt
Anfangs im vergangenen Jahr deutete das Consumer Financial Protection Bureau (CFPB) eine interpretatorische Regelung an, die Wallets wie MetaMask unter das Verbraucherschutzgesetz für Zahlungen stellen würde. Das löste Widerstand von Branchenbeteiligten aus.
Der MetaMask-Vorschlag steht separat zu den FinCEN-Maßnahmen, passt aber in das gleiche Muster des regulatorischen Drucks auf Krypto-Tools.
Was als Nächstes kommt
FinCEN erklärte, dass das Unternehmen weiterhin Mixer auf illegale Finanztransaktionen überwachen und in Zukunft möglicherweise Schritte unternehmen wird. Die Behörde hat nicht gesagt, welche Form diese Schritte annehmen könnten.
Der Rückzug beseitigt die zugrunde liegenden Bedenken hinsichtlich der Geldwäsche nicht. Er nimmt lediglich die spezifischen Berichtspflichten zurück, die vorgeschlagen wurden.
Die Position der Zeitung
Die Zeitung befürwortet den Rückzug des Finanzministeriums bezüglich unhosteter Wallets und Coin-Mixing-Vorschlägen und ist gegen jegliche Überwachungsregeln, die die Eintrittskosten für kleine Krypto-Unternehmen erhöhen. Die Rückzieher verhindern, dass Banken Transaktionen von Self-Custody-Wallets nachverfolgen müssen und internationale Coin-Mixing-Dienste als Geldwäscherei-Gefährdung behandeln.
Diese Vorschläge hätten Berichtspflichten für Banken und Zahlungsdienstleister auferlegt, die sie dazu verpflichten würden, Aufzeichnungen über Transaktionen mit unhosteten Wallets über 3.000 US-Dollar zu führen und Transaktionen über 10.000 US-Dollar zu melden, einschließlich der Gegenparteiinformationen. Sie hätten auch die Meldung von Wallet-Adressen, Transaktions-Hashes und IP-Adressen erfordern, die mit vermutetem Mixing in Verbindung stehen. Die Zeitung lehnt Regeln ab, die dies tun, da sie die Eintrittskosten für kleine Krypto-Unternehmen erhöhen und die größten Akteure schützen.
Der digitale Asset Bericht von Juli 2025, der die Unterstützung für „die Fähigkeit rechtmäßiger Nutzer digitaler Vermögenswerte zitiert, auf einer öffentlichen Blockchain privat zu transaktieren“, scheint das Kräfteverhältnis im Finanzministerium verschoben zu haben. Die Rückzugsmitteilungen beziehen sich direkt darauf als Grund für das Zurückziehen. Aber Van Valkenburgh hat Recht zu warnen, dass die zugrunde liegende gesetzliche Befugnis zur Schaffung neuer, ähnlicher schlechter Regeln bestehen bleibt. Das Finanzministerium kann noch auf dieser Grundlage handeln, und die Zeitung wird dies im Auge behalten.
Schlüsselfakten-Box
- Vorschlag für unhostete Wallets: Montag von FinCEN zurückgezogen, Dienstag im Federal Register veröffentlicht
- Mixer-Vorschlag: Montag von FinCEN zurückgezogen, Dienstag im Federal Register veröffentlicht
- Vorschlag von Dezember 2020: Im letzten Abschnitt von Trumps erster Amtszeit veröffentlicht
- Digitaler Asset Bericht von Juli 2025: Grundlage für beide Rückzüge
- MetaMask-Vorschlag: Im frühen letzten Jahr von der CFPB in Umlauf gebracht
Der Rückzug ist ein Erfolg für Krypto-Nutzer, die ihre eigenen Schlüssel besitzen und ihre Gelder privat bewegen möchten. Es ist auch eine Erinnerung daran, dass der Regulierungsdruck nicht verschwunden ist. Die gesetzliche Befugnis, vor der Van Valkenburgh gewarnt hat, besteht weiterhin.
Fürs Erste steht der Lichtblick. Nutzer können auf diesem Gebiet aufatmen.
Quelle: „Treasury Kills Crypto ‘Unhosted Wallet’ and Mixer Surveillance Rules“, Decrypt.
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