Vier demokratische Kandidaten in engen Wahlkämpfen schalten Anzeigen, in denen sie betonen, dass sie die Teilnahme von Jungen an Mädchensport unterstützen – obwohl sie gegen Gesetzesentwürfe gestimmt haben, die biologische Männer von Umkleideräumen und Sportteams von Frauen ausschließen würden.
Rep. Marcy Kaptur (D-Ohio) erklärte in einer kürzlichen Anzeige: „Ich habe mit den Republikanern abgestimmt, um Transgender-Ideologie aus unseren Schulen zu halten, weil Eltern am besten wissen, was für ihre Kinder am besten ist. Und Jungen sollten nicht im Mädchensport mitspielen.“
Kapturs Wahlergebnis erzählt eine andere Geschichte. Sie lehnte im vergangenen Jahr den Protection of Women and Girls in Sports Act ab und schloss sich damit 205 anderen Mitgliedern ihres Fraktions.
Kapturs Aufzeichnung zu dem Thema
Die Anzeige positioniert Kaptur als Verfechterin traditioneller Geschlechterrollen im Sport. Aber ihre tatsächliche Abstimmung über den Protection of Women and Girls in Sports Act ging in die andere Richtung. Sie schloss sich 205 ihrer Parteikollegen beim Gegenstimmen zu dem Vorschlag an.
„Ich habe mit den Republikanern abgestimmt, um Transgender-Ideologie aus unseren Schulen zu halten, weil Eltern am besten wissen, was für ihre Kinder am besten ist. Und Jungen sollten nicht im Mädchensport mitspielen.“
Davis‘ aktuelle Abstimmung
Rep. Don Davis (D-NC) verfolgte einen anderen Ansatz. Er stimmte bei demselben Gesetz „present“ und sagt in seiner Anzeige: „Es sollte immer ein sicherer und fairer Raum für Frauen und Mädchen im Sport geben.“
Davis sagt außerdem in der Anzeige: „Fairer Wettbewerb stand im Mittelpunkt dieser Spiele, aber seien wir ehrlich, es gibt echte Bedenken hinsichtlich der Fairness und Sicherheit“, und fügt hinzu: „Deshalb bin ich der Meinung, dass die Bundesstaaten entscheiden sollten, was für den Schutz von Frauen und Mädchen richtig ist, und North Carolina hat sich entschieden.“
Im Jahr 2023 nahm Davis nicht einmal an einer Abstimmung im Repräsentantenhaus zu demselben Gesetz teil, während Kaptur dagegen stimmte.
Davids Position ist nuancierter als Kapturs. Er stimmte weder Ja noch Nein – er enthielt sich ganz. Seine Anzeige rahmt diese Enthaltung als einen prinzipiellen Standpunkt für die Kontrolle der Sportpolitik durch die Bundesstaaten ein.
Trone Garriotts Position
Sarah Trone Garriott, eine Senatorin des Bundesstaates Iowa, die gegen Rep. Zach Nunn um einen Sitz im US-Repräsentantenhaus kandidiert, behauptete in einer Anzeige: „Ich bin gegen die Zulassung von Männern in Umkleideräumen für Frauen und habe dafür gestimmt, dass Eltern, nicht Politiker, Entscheidungen für ihre Kinder treffen.“
Trone Garriott stimmte der Zulassung biologischer Männer in Umkleideräumen für Frauen zu, indem sie gegen ein Gesetz stimmte, das die Praxis schließlich verbot, als Gouverneurin Kim Reynolds es 2023 in Kraft setzte. Sie stimmte auch gegen einen Gesetzesentwurf von 2022, den Reynolds ebenfalls unterzeichnete, der Transgender-Athleten von der Teilnahme an Frauen- und Mädchensportarten ausschloss.
Trone Garriotts Bilanz ist der deutlichste Beweis für die Diskrepanz. Sie lehnte Gesetze ab, die Männer den Zutritt zu Umkleideräumen und Sportteams verbieten würden – und betreibt nun eine Anzeige, die das Gegenteil behauptet.
Die Position von Lindsay James
Lindsay James, eine demokratische Kandidatin für den Repräsentantenhaus, die hofft, den vakanten Sitz von GOP-Rep. Ashley Hinson zu gewinnen, lehnte beide Maßnahmen ebenfalls ab, als sie durch das Iowa House kamen.
James‘ Position stimmt mit der von Trone Garriott überein. Sie stimmte gegen Gesetze, die die männliche Teilnahme am Frauensport beschränken würden – und betreibt nun eine Wahlkampagne, die diese gleichen Richtlinien kritisiert.
Die Anzeigen im Vergleich
Alle vier Kandidaten führen ähnliche Anzeigen durch. Sie alle sagen, sie unterstützen die Trennung von Jungen und Mädchen im Sport. Keiner von ihnen erwähnt ihre eigenen Abstimmungen.
Die Anzeigen sind um ein einfaches Prinzip herum aufgebaut – Jungen sollten nicht im Mädchensport spielen – ohne auf die spezifischen Gesetze einzugehen, die jeder Kandidat abgelehnt hat.
| Kandidat | Rennen | Werbebotschaft | Tatsächliche Abstimmung ( |
|---|---|---|---|
| Marcy Kaptur ( | D-Ohio ( | Legt Männern das Spielen in Mädchensport vor ( | Hat den Protection of Women and Girls in Sports Act abgelehnt ( |
| Don Davis ( | D-NC ( | Unterstützt einen sicheren Raum für Frauen und Mädchen im Sport ( | Enthielt sich bei derselben Abstimmung ( |
| Sarah Trone Garriott ( | Tritt gegen Zach Nunn an ( | Spricht sich gegen das Betreten von Umkleideräumen von Frauen aus | Stimmt gegen Gesetzesentwürfe, die die Teilnahme von Männern verbieten ( |
| Lindsay James ( | Tritt für den Sitz von Ashley Hinson an ( | Lehnt es ab, Männer in Umkleideräume von Frauen zu lassen ( | Stimmt gegen Gesetzesentwürfe, die die Teilnahme von Männern verbieten ( |
Öffentliche Meinung zu dem Thema (
Nahezu drei Viertel (73 %) der Amerikaner äußerten zumindest Bedenken hinsichtlich „transgender Athleten, die in Sportteams antreten, die nicht ihrem Geschlecht bei der Geburt entsprechen“, so eine Analyse des Pew Research Center. (
Nur 13 % gaben an, dass sie mit diesem Trend einverstanden wären. (
Sogar die meisten Demokraten (55 %) gaben an, dass sie nicht einverstanden wären, wenn transgender Athleten in Teams antreten, die nicht ihrem Geschlecht bei der Geburt entsprechen. 44 % gaben an, dass sie damit einverstanden wären, wenn es sie etwas, sehr oder extrem komfortabel wäre. (
Die Umfrage deutet darauf hin, dass die Demokraten bei diesem Thema alles andere als geeint sind. Der Kern der Partei ist besorgt über die Teilnahme von Männern im Frauensport, und eine Mehrheit der Demokraten teilt diese Besorgnis. (
Der Kontext der generischen Wahlergebnisse (
Die Demokraten führen mit mehr als acht Prozentpunkten auf dem generischen Wahlzettel für den Kongress, so RealClearPolitics.
Dieser Vorsprung könnte in diesen engen Wettkämpfen entscheidend sein. Die Anzeigen laufen in umkämpften Wahlkreisen, in denen das Ergebnis die Kontrolle über das Repräsentantenhaus bestimmen könnte.
Die generischen Wahlergebnisse deuten darauf hin, dass die Demokraten insgesamt in einer starken Position sind. Aber einzelne Rennen können sich in unterschiedliche Richtungen entwickeln, insbesondere wenn Kandidaten Anzeigen schalten, die von ihrem Stimmverhalten abweichen.
Antworten von den Wahlkämpfen
Antworten von den Wahlkämpfen von Kaptur, Davis, Trone, Garriott und James haben nicht auf Anfragen nach Kommentaren reagiert.
Dieses Schweigen ist bemerkenswert. Auf die Frage nach der Diskrepanz zwischen ihren Anzeigen und ihren Abstimmungen boten keine der Wahlkampfmagnaten eine Erklärung an.
Das Fehlen einer Antwort lässt die Frage unbeantwortet. Die Wahlkämpfe haben sich entschieden, die Diskrepanz nicht öffentlich anzusprechen.
Was das für Wähler bedeutet
Die Anzeigen sind ein Warnsignal für Demokraten, die Wert auf Konsistenz in der Politik legen. Ein Kandidat, der mit einer Plattform wirbt, die seinem Rekord widerspricht, ist ein Kandidat, der bereit ist, eines zu sagen und etwas anderes zu tun.
Wähler, die sich für die Verhinderung der Teilnahme von Jungen an Mädchensport einsetzen, könnten von jemandem vertreten werden, der das Gegenteil abgestimmt hat. Die Anzeigen präsentieren eine Position; die Akten zeigen eine andere.
Die Umfragedaten spiegeln die breite Besorgnis über die Beteiligung von Männern am Frauensport wider. Aber die Anzeigen riskieren auch, Wähler zu verärgern, die das Verhalten der Kandidaten genau verfolgen. Ein Wähler, der über Kapturs Abstimmung über den Schutz von Frauen und Mädchen im Sport Bescheid weiß, könnte die Anzeige als inkonsistent denn als überzeugend empfinden.
Die Position der Zeitung in dieser Geschichte ist Skepsis. Die Kandidaten schalten Anzeigen, die ihren Stimmverhältnissen widersprechen, und tun dies in umkämpften Wahlkreisen, in denen das Ergebnis die Kontrolle über das Repräsentantenhaus bestimmen könnte.
Die Zeitung hat in dieser Geschichte Partei ergriffen, und zwar auf der Seite der Ehrlichkeit in der Politik. Kandidaten sollten für ihre Abstimmungen zur Verantwortung gezogen werden, und Wähler sollten wissen, was sie bekommen.
Wo die Zeitung steht )
Die Zeitung unterstützt den Leitstern der individuellen Freiheit und des Kleinunternehmens und ist gegen politische Anzeigen, die Wähler über die Bilanz eines Kandidaten in die Irre führen. In diesem Fall werben vier demokratische Kandidaten damit, dass sie die Teilnahme von Jungen an Mädchensport unterstützen – obwohl sie gegen Gesetze gestimmt haben, die biologische Männer von Umkleideräumen und Sportteams von Frauen ausschließen würden. Das ist ein direkter Widerspruch zwischen Wort und Tat, und die Zeitung macht ihn öffentlich.
Der Leitstern der Zeitung priorisiert individuelle Freiheit und unterstützt Kleinunternehmen, während sie Machtkonzentrationen vermeidet. Irreführende Anzeigen über die Bilanz eines Kandidaten konzentrieren die Macht in den Händen der Wahlkampfmaschine, nicht des Wählers. Die Zeitung ist dagegen. Diese Kandidaten bitten Wähler, ihren Worten zu vertrauen, während ihre Abstimmungsverhalten eine andere Geschichte erzählen – ein Muster, das Täuschung über Ehrlichkeit belohnt.
Wenn eine Kandidatenanzeige etwas verspricht und seine Bilanz etwas anderes liefert, sollte der Leser diese Diskrepanz als Warnsignal betrachten. Die Umfragen zeigen eine breite Besorgnis unter Demokraten über die Beteiligung von Männern am Frauensport, aber Wähler, die die Aufzeichnungen genau verfolgen, werden diese Anzeigen als inkonsistent und nicht überzeugend wahrnehmen. Die Zeitung möchte, dass Kandidaten an ihre Abstimmungen und nicht nur an ihre Schlagworte gehalten werden.
Quellenmaterial: „Vier Dems in engen Rennen rudern zurück bei Trans-Botschaften – nachdem sie für die Unterstützung biologischer Männer im Frauensport gestimmt haben“, die New York Post.
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