Die letzte Reich folgt Uhtred von Bebbanburg, einem sächsischen Adligen, der als Kind von den Dänen gefangen genommen und bei ihnen aufgezogen wurde. Er kehrt zu seinem Heimatland zurück, mit einem dänischen König auf dem Rücken, geteilt zwischen zwei Loyalitäten, während die vikingische Bedrohung wächst. Die Serie mischt historisches Drama mit Schwert-und-Sorcery-Spektakel, und für den Großteil ihrer Laufzeit landet sie.
Trailer, via Die letzte Reich.
Uhtreds Zweiherzigkeit
Die Hauptdarstellerleistung trägt die Serie. Uhtred ist verbittert, klug und tief menschlich, und der Schauspieler spielt ihn mit einer stillen Intensität, die durch das Chaos der Schlachtenszenen hindurchschneidet. Seine Beziehung zum dänischen König verleiht der politischen Maneuverung Gewicht über bloßem Sieg.
Die vikingische Bedrohung
Die Darstellung der Dänen ist das stärkste Element der Serie. Sie sind keine Karikatur-Bösewichte, sondern ein Volk mit eigenen Gebräuchen, Göttern und Ambitionen. Das macht ihre Raubzüge gefährlicher und ihre Allianzen fragiler. Das Pacing hält sich stabil über seine Staffeln hinweg, obwohl einige Folgen härter auf Spektakel als auf Charakter setzen.
Die Schlachtenszenen
Die Action-Szenen sind das Markenzeichen der Serie. Schwertkämpfe sind brutal und choreographiert mit Geschick, und Belagerungen werden mit düsterer Realismus dargestellt. Diese Szenen rechtfertigen den Ruf der Serie als ein visuelles Geschenk, selbst wenn die Dialoge manchmal im Getümmel verloren gehen.
Der historische Rahmen
Die Produktionsdesign ist präzise. Burgen, Hallen und Dorfstraßen sehen bewohnt und abgewetzt aus, und die Kostüme spiegeln die Epoche genau wider. Diese Aufmerksamkeit fürs Detail hilft, die fiktionalen Elemente in etwas zu verankern, das sich echt anfühlt.
Das politische Spiel
Der Plot führt durch wechselnde Allegiances und Verrat, und die Serie behält sie mit einer Menge von Subtilität, die es von einfachem Action-Fare absetzt. Figuren sprechen über Macht und Glauben in Weisen, die sich verdient anfühlen, nicht angehängt.
Die Schwachstellen
Nicht alles funktioniert. Einige Nebenfiguren existieren hauptsächlich, um Konflikte zu treiben, und ein paar Handlungsstränge ziehen sich über ihren Willkommensgruß hinaus. Die Serie lehnt sich auch auf bequeme Wendungen, die weniger wie natürliche Folgen und mehr wie Plot-Devices wirken.
Eine solide Unterhaltung
The Last Kingdom ist unregelmäßig, aber stets fesselnd. Seine Stärken – Uhtreds Charakter, die Wikinger und die Schlachten – sind stark genug, um seine Mängel zu überspielen. Es belohnt Geduld und liefert eine befriedigende Belohnung, wenn es den Fokus von Spektakel auf Charakterverschmelzung legt.
„Wer kämpft und flieht, lebt, um einen anderen Tag zu kämpfen.“
Der Endwert
The Last Kingdom verdient eine solide 7,8 von 10.
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