Blizzard kündigte Diablo 5 auf der BlizzCon am Wochenende an, und Fans erlebten eine Überraschung: Das Spiel befindet sich noch in einem sehr frühen Entwicklungsstadium, und es wird noch drei Jahre dauern, bis es erscheint. Das ist eine lange Wartezeit, aber das Unternehmen ist ungewöhnlich offen über das, was als Nächstes kommt. Und die Vergleiche mit Diablo 4 sind unvermeidlich, besonders da Diablo 4 im Wesentlichen ein ARPG in einer MMO-Hülle war.
Shely zum Mehrspielermodus
Senior Game Director Joe Shely sprach auf der BlizzCon mit PC Gamer über die Mehrspielerpläne des Spiels. Er bestätigte, dass Diablo 5 sowohl Solo- als auch Mehrspieler-Modi unterstützt, genau wie sein Vorgänger.
„Wie Diablo 4 ist es ein Spiel, das man alleine oder im Mehrspielermodus spielen kann, wie man es wünscht, und man sollte alle Inhalte mit seinen Freunden spielen können“, sagte Shely.
Das ist eine Erleichterung für alle, die es genossen haben, in Diablo 4 alleine zu spielen. Aber der Vergleich reicht nur so weit.
Die prozedurale Welt
Eine der größten Änderungen ist, dass Diablo 5 Städte vollständig fallen lässt. Stattdessen folgt das Spiel einer Karawane von einsamen Überlebenden, die durch Sanctuary reisen. Dieser Wandel entfernt einen zentralen Treffpunkt für Spieler, was die Art und Weise, wie sich Leute online finden, verkomplizieren könnte.
Das Spiel bringt Diablos 3 Technologie zur prozeduralen Generierung zurück, die jedes Mal, wenn man eine Höhle betritt, die Anordnung der Dungeons randomisiert. Dasselbe System gilt auch für die Oberwelt. Regionen werden bei jedem Besuch verändert, was bedeutet, dass jeder Spieler technisch gesehen eine andere Version von Sanctuary erleben könnte.
Diese Entscheidung könnte es Diablo 5 erschweren, Diablos 4 Ansatz für den Mehrspielermodus im Stil von MMOs zu übernehmen. In Diablo 4 ermöglichte die persistente Welt es Spielern, Erfahrungen zu teilen und die Fortschritte anderer zu sehen. Ohne feste Städte muss die Mehrspieler-Infrastruktur anders funktionieren.
Was Shely nicht sagte
Shely ging nicht ins Detail, wie der Mehrspielermodus funktionieren wird, abgesehen von der Bestätigung, dass er existiert. Er sagte, diese Details würden zu einem späteren Zeitpunkt bestätigt, näher am erwarteten Starttermin 2029. Das bedeutet, dass Fans warten müssen, bis weitere Informationen vorliegen, bevor sie genau wissen, wie die Online-Systeme funktionieren.
Blizzard betonte zudem, dass die prozedurale Generierung die gesamte Welt betrifft, nicht nur Verliese. Die Oberweltregionen ändern sich jedes Mal, wenn man sie besucht, was eine zusätzliche Ebene der Unvorhersehbarkeit in die Struktur des Spiels einbringt. Es ist ein gewagter Schritt, der aber Fragen aufwirft, wie Spieler ihre Aktionen koordinieren werden.
Die fehlenden Ortschaften
Ortschaften waren ein fester Bestandteil der früheren Diablos und dienten als Drehscheibe für Spieler, um sich zu treffen, sich auszuruhen und ihre nächsten Schritte zu planen. Diablo 5 bringt diese nicht zurück. Stattdessen konzentriert sich die Erzählung des Spiels auf eine Karawane einzelner Überlebender auf der Straße durch Sanctuary.
Dieser Wandel verändert das soziale Gefüge des Spiels. In Diablo 4 konnten Spieler in Ortschaften eintauchen, um zu plaudern, zu handeln oder einfach nur herumhängen. Ohne diese Räume könnte es sich als schwierig erweisen, Möglichkeiten zu finden, mit anderen Spielern zu interagieren.
Das Fehlen von Ortschaften entfernt auch einen logistischen Anker. In Diablo 4 konnten Spieler in eine bekannte Stadt zurückkehren, um ihre Vorräte aufzufüllen oder ihren nächsten Verlieslauf zu planen. In Diablo 5 wird die Straße selbst zum Drehscheibe, was eine andere Art von Designherausforderung darstellt.
Entwicklungs-Updates in Sicht
Blizzard versprach, regelmäßig Diablo 5-Entwicklungs-Updates ab 2027 zu veröffentlichen. Der Entwickler sagte, er sei offen für Feedback, sodass einige der Enthüllungen bis zum Start anders aussehen könnten.
Diese Offenheit ist ein gutes Zeichen für Fans, die sehen möchten, wie sich das Spiel weiterentwickelt. Regelmäßige Updates bedeuten, dass Spieler den Fortschritt verfolgen und dem Team Vorschläge direkt unterbreiten können. Es ist ein transparenter Prozess als der übliche geschlossene Entwicklungsprozess.
Was wir noch nicht wissen
Das größte Unbekannte ist, wie der Mehrspielermodus tatsächlich funktionieren wird. Der MMO-Lite-Ansatz von Diablo 4 beruhte auf einer persistenten Welt mit gemeinsamen Räumen. Die prozedurale Welt und das Fehlen von Ortschaften in Diablo 5 deuten auf ein ganz anderes Design hin.
Shely bestätigte, dass der Mehrspielermodus existiert, sagte aber nicht, wie er funktioniert. Werden Spieler den Fortschritt der anderen auf der Straße sehen? Können sie sich in Verliesen vereinen? Diese Antworten werden dem Starttermin näher kommen.
Fürs Erste sind Fans mit einem Spiel zurückgelassen, das den Namen seines Vorgängers teilt, aber offenbar deutlich von seinem Design abweichen wird. Die prozedurale Welt und die straßenbasierte Erzählung sind mutige Entscheidungen, sie verkomplizieren aber das Mehrspieler-Erlebnis.
Schlüsselfakten-Box
- Ankündigung: Auf der BlizzCon
- Veröffentlichung: Diablo 5 soll 2029 erscheinen
- Entwicklungsupdates: Beginn 2027
- Mehrspieler: Bestätigt, Details folgen
- Prozedurale Generierung: Oberwelt und Dungeons werden bei jedem Besuch randomisiert
- Städte: Werden nicht zurückkehren
- Geschichte: Eine Karawane einsamer Überlebender auf der Straße
Der Vergleich mit Diablo 4 ist unvermeidlich, aber er ist begrenzt. Diablo 4 war ein ARPG mit MMO-Elementen. Diablo 5 beginnt von Grund auf neu, und das ist eine erfrischende Position für die Reihe.
Die straßenbasierte Erzählung und die prozedural generierte Welt verleihen dem Spiel eine unverwechselbare Identität. Ob diese Identität im Mehrspielermodus funktioniert, bleibt abzuwarten. Blizzard hat Zeit, es herauszufinden, und die Fans haben Zeit, es zu beobachten.
Fürsorglich gesagt, war die Ankündigung von Diablo 5 ein Highlight der BlizzCon. Das Spiel befindet sich in einem frühen Stadium, die Wartezeit ist lang, und das Design nimmt einen mutigen Weg. Fans müssen einfach der Straße weiter folgen.
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