„Sex/Life“ versucht, zwei Geschichten über dieselbe Frau auszugleichen, scheitert aber meist daran, beide relevant erscheinen zu lassen. Die Serie begleitet Bess, gespielt von Sarah Shahi, die ihre Zeit zwischen ihrem Ehemann Brad und ihrem Ex-Geliebten Dean aufteilt. Die Grundidee klingt vielversprechend. Die Umsetzung gleicht ihr selten.
Besses Zerrissenheit
Bess bewegt sich zwischen zwei Zeitleisten: ihrem jetzigen Leben mit Brad und ihrer Vergangenheit mit Dean. Shahi verkörpert beide Versionen der Figur mühelos, aber das Drehbuch verdient nie wirklich die Frage, warum wir uns für Besses Zerrissenheit interessieren sollten.
Brad kommt dabei zu kurz. Seine Szenen wirken dünn, fast wie Füllmaterial zwischen den Szenen, die für Bess wirklich wichtig sind. Dieses Ungleichgewicht beeinträchtigt die zentrale Spannung der Serie.
Die beiden Zeitleisten
| Zeitleiste | Fokus | Stärke | Schwäche |
|---|---|---|---|
| Gegenwart | Brad | Tiefgang der Figur | Dünne Handlung ( |
| Vergangenheit ( | Dean ( | Sexuelle Chemie ( | Einseitige Spannung ( |
Die Tabelle zeigt, was die Show vom Zuschauer verlangt: zwei Zeitleisten, eine Hauptfigur und eine gespaltene Fokussierung, die sich nie vollständig auszahlt. (
Die Schwächen der Show (
Das Tempo zieht sich in den mittleren Episoden. Einige Szenen fühlen sich an, als ob sie nur dazu existieren, die Laufzeit zu verlängern, nicht aber, die Geschichte zu vertiefen. Die Sexszenen zünden selten, obwohl sie explizit sind, weil die emotionalen Einsätze dafür fehlen. (
Die Show stützt sich auch stark auf Rückblenden, um Bess‘ Verhalten im heutigen Tag zu erklären. Diese Struktur kann funktionieren, aber hier fühlt sie sich oft wie ein Hilfsmittel anstatt wie eine Wahl. (
Shahi’s Performance (
Sarah Shahi ist der Grund, warum Sex/Life überhaupt zusammenhält. Sie bringt sowohl in der einen als auch in der anderen Version von Bess eine echte Ausstrahlung mit und verkörpert die Verwirrung und Sehnsucht, die den Kernkonflikt der Show antreiben. Ihre Arbeit ist stets stark, selbst wenn das Material um sie herum schwach ist. (
Wo es ankommt (
Sex/Life ist eine Serie mit einer guten Idee und einem Drehbuch, das sich dieser Idee nie ganz verschreibt. Die gespaltene Zeitleiste hätte ein wirksames Mittel sein können, um Bess‘ Identität zu erkunden. Stattdessen wird sie zu einer Möglichkeit, Vergangenheit und Gegenwart getrennt zu halten, ohne sie wirklich zusammenstoßen zu lassen.
Das Endergebnis: 4,5 von 10.
Kernfakten – Serie: Sex/Life – Hauptdarstellerin: Sarah Shahi – Format: Gespaltene Zeitleiste zwischen Gegenwart und Vergangenheit – Kritische Bewertung: 4,5 von 10
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