Jodie Comer, der Star von Killing Eve, und Harry Melling, der vor allem durch seine Rolle in Pillion bekannt ist, führen in Stuffed, dem Spielfilmdebüt von Theo Rhys, die Hauptrollen. Der Film beschreibt eine einsame Taxidermistin, die einen Freiwilligen für ihr größtes Kunstwerk sucht, und findet einen Mann, der unbedingt in Erinnerung bleiben möchte. Die Kritiken für den Film sind gemischt.
Der Kurzfilm, der alles begann
Rhys gab 2021 mit einem 19-minütigen Kurzfilm ebenfalls mit dem Titel Stuffed seinen ersten Einblick, der Romantik, Horror und Musical-Komödie miteinander verband. Der Rezensent, der dieses Jahr in der Jury für den Midnight-Kurzfilm-Bereich bei SXSW saß, war „absolut verzaubert“ davon. Die Jury verlieh ihm eine besondere Ehrung, und der Rezensent „schrie vor Aufregung“, Rhys dabei zuzusehen, wie er es zu einem Spielfilm ausbaute.
Mehrere Zuschauer verließen während der Vorführungen für Presse und Marketing den Saal, ein bekanntes Bild bei Festivals, wo die Besucher oft viele Gründe haben, einen Film auszuprobieren. Eine deutliche Anzahl verließ den Saal nach einer Nahaufnahme eines toten Pudels, der enthäutet wurde, was darauf hindeutet, dass die musikalischen Elemente für einige zu viel waren.
Comer und Melling als schauerliche Verlierer
Araminta ist eine Taxidermistin, deren Haus ein Plüschtier-Heiligtum ist, gefüllt mit einem Reh in Originalgröße, einem Stoffschwein, einer Katze, Küken und mehr. Ihre Gesangsstimme erinnert an Angela Lansburys Darstellung der gleichen Rolle in Tim Burtons Sweeney Todd, obwohl sie weder eine Mörderin noch eine breit angelegte Komödiantin ist. Rhys räumt Comer stattdessen Raum ein, um sie zu einer fanatischen, schmutzigen Sonderling zu formen, die von den Dorfbewohnern verachtet wird, die Geschichten über sie und ihre Fleischabfälle verbreiten.
Bernie arbeitet in einem Lager, wo ein riesiges, verrostetes Becken die Inschrift „Mayonnaise“ trägt. Niemand achtet ihn, egal wie sehr er versucht, herauszustechen. Sein einziger Begleiter ist seine Mutter, die in einem Altersheim, das von Demenz befallen ist, dahinvegetiert. Araminta bietet ihm einen Weg, endlich in Erinnerung zu bleiben.
Liebe und Taxidermie
Araminta bringt Bernie in ihr Leben, damit er sterben und zu ihrem Taxidermie-Meisterwerk werden kann. Doch während ihre Gefühle tiefer werden, ändert Bernie seinen Entschluss und möchte stattdessen am Leben mit ihr bleiben, anstatt für sie zu sterben. Er möchte sie dennoch erfreuen, indem er ihr das gibt, was sie begehrt: seinen Körper nach dem Tod. Der Film stellt die Frage, welche Formen die Liebe zwischen diesen beiden Menschen annehmen kann.
Die Songs in Rhys‘ und Co-Writer Joss Holden-Rheas Werk sind Vehikel, um großen Stimmen Introvertierte und Außenseiter eine Stimme zu geben, die ihr Innenleben vor anderen verbergen. Bernie und Araminta erhalten jeweils eigene Songs, und durch sie erforschen sie Sehnsucht, Verletzlichkeit und Intimität. Während sie von Solos zu gemeinsamen Gesang übergehen, erblüht ihre Bindung. Der Rezensent bezeichnet es als „ein Wunder“.
Wo es enttäuscht
In Stuffed liefern Melling und Comer großartige Leistungen als gruselige, aber liebenswerte Versager ab und investieren diese Rollen mit Aufrichtigkeit und Textur. Ihre frühen Songs fühlen sich eng an ihre Brust gedrückt, wie ein Atemzug, der ihre Rippen aufbrechen könnte. Comers Haltung ändert sich von einer schützenden Rundung zu einem offenen Brustansatz, während sie sich in der Liebe entfaltet.
Das Singen ist groß, ausgeprägt und wunderschön, doch der Produktionswert ist mangelhaft. Choreografie und Kameraführung können damit nicht Schritt halten. Das Produktionsdesign und die Kostüme erschaffen einen fesselnden Rahmen für diese Romanze, der sowohl den Verfall als auch das Wunder von Tod und Leben einfängt. Nahaufnahmen sind ausschweifend, aber die weiter gefassten Aufnahmen, die die Körperlichkeit dieser Nummern hätte erkunden können, fehlen.
| Element | Stärke | Schwäche |
|---|---|---|
| Hauptdarstellerleistungen | Territoriale Chemie, große Stimmen | Keine festgestellt |
| Musikalisches Format | Wundersame Mischung aus Romantik, Horror und Komödie. | Zu viel für manche Zuschauer. |
| Produktionsdesign | Fäulnis und Staunen | Geringes Budget zeigt sich in fehlenden Tanznummern |
| Erzählung | Skurriles Liebespaar, ohne Wertung | Düster, witzig, auf einzigartige Weise romantisch |
Ein polarisierender Triumph
Der Kritiker war begeistert, Rhys‘ Vision zum Leben erblühen zu sehen, auch wenn die Ergebnisse manchmal schmutziger als sensationell waren. Der Film ist ein Wunder, und seine Kollision aus theatralischer Musikalität und zwinkerndem Dadaismus macht „Stuffed“ zu einem einzigartigen Erlebnis.
Bei der Vorführung beobachtete der Kritiker ein breites Spektrum an Reaktionen auf den Film. Ein Kollege lachte über den dunklen Humor los, während ein Fremder in der Nähe saß, das Gesicht in den Händen vergraben und in regelmäßigen Abständen leise Stöhnen von sich gab. Dieser Kontrast definiert die Natur des Films selbst.
Das Urteil von Mashables Bewertung ist klar: Ihr seid nicht bereit für Jodie Comer und Harry Melling in „Stuffed„. Der Film gelingt in sonderbarer Zuneigung, auch wenn seine Pracht nicht mit dem Rest mithalten kann.
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