Schneewittchen und der Jäger versucht, ein Märchen als düsteres, actionreiches Bild neu zu interpretieren, und scheitert dabei weitgehend. Kristen Stewart spielt Schneewittchen als Kämpferin, nicht als hilflose Jungfrau, was die beste Idee des Films ist. Charlize Theron spielt die Königin als komplette Schurkin, was die zweitbeste Idee ist. Das Problem liegt jedoch im Rest.
Trailer, über Universal Pictures.
Das Gute
- Die schauspielerischen Leistungen. Stewart bringt echte Wut in Schneewittchen, und Theron macht die Königin wirklich furchteinflößend.
- Die Kulisse. Die Welt des Films ist kalt, dunkel und voller Angst.
- Die Kampfszenen. Die Action ist laut, geschäftig und leicht zu verfolgen.
Das Schlechte
- Das Drehbuch. Die Dialoge wirken gezwungen, und die Handlung stützt sich zu stark auf Zufälle.
- Das Tempo. Lange Abschnitte des Umhergehens verlangsamen die Mitte des Films.
- Der Ton. Der Film wechselt ständig zwischen Horror und Romanze, ohne irgendwo anzukommen.
- Die Auflösung. Das Ende wirkt gehetzt, als hätten die Filmemacher die Zeit verloren.
Der Film verbringt zu viel Zeit damit, die Bedrohung aufzubauen, und zu wenig Zeit damit, diese zu nutzen. Schneewittchen und der Jäger will ein ernsthaftes Märchen-Remake sein, kann sich aber nicht entscheiden, ob er dich erschrecken oder zum Lachen bringen will. Das Ergebnis ist ein Film, der oft unterhaltsam, aber selten befriedigend ist.
Die guten Elemente sind echte Stärken. Stewart verleiht Schneewittchen echte Wut anstatt Passivität, und Theron macht die Königin aufrichtig furchterregend anstatt nur unangenehm. Die Welt des Films ist kalt, dunkel und voller Schrecken, und die Action ist laut, geschäftig und leicht nachvollziehbar. Das sind die Dinge, die funktionieren. Alles andere reicht nicht aus.
Snow White and the Huntsman ist ein Wechselspiel. Die schauspielerischen Leistungen sind stark, das Aussehen ist auffällig, und das Tempo zieht sich. Es ist kein Misserfolg, aber es ist weit entfernt von einem Triumph.
Wertung: 5,7 von 10.
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