Johnny Depp spielt einen Vampir in einer Seifenoper über eine Familie mit einem Geheimnis. Dieser Pitch klingt auf dem Papier seltsam. Auf dem Bildschirm wirkt er meist nur ausgelaugt.
Trailer, via Warner Bros. Entertainment.
Die Collins-Familie
„Dark Shadows“ basiert auf der gleichnamigen Fernsehserie. Sie begleitet die Collins-Familie, die ein Versandunternehmen betreibt und ein Herrenhaus voller Geheimnisse besitzt. Barnabas Collins kehrt nach 183 Jahren des Eingebettet-Seins wieder zum Leben und findet seine Familie um ihn herum zerfallen.
Tim Burton inszeniert. Er hat seine Karriere an düsteren Märchengeschichten aufgebaut, und dies sieht wie eine davon aus. Die Sets sind großartig, die Kostüme sind aufwendig, und die Beleuchtung ist stimmungsvoll. Aber nichts davon lässt die Geschichte schneller voranschreiten.
Johnny Depps Barnabas
Depp spielt Barnabas mit einem Hauch von Verachtung und einem Umhang. Er bewegt sich langsam und bedächtig durch den Film, was gut zum Vampir passt. Das Drehbuch gibt ihm jedoch wenig mehr zu tun, als zu grübeln und zu starren.
Das Problem liegt nicht bei Depp. Es liegt am Material, das er erhält.
Die anderen Schauspieler
Chloë Grace Moretz spielt Victoria, eine junge Frau, die sich in Barnabas verliebt. Michelle Pfeiffer spielt Elizabeth, seine Frau. Gutgläubige Bürger, eine neugierige Journalistin und eine rachsüchtige Dienstmädchen vervollständigen den Cast. Keiner von ihnen bekommt die Bildschirmzeit, die er verdient.
Das Problem mit dem Tempo
Der Film ist zu lang. Szenen ziehen sich hin. Charaktere reden aneinander statt miteinander. Der Humor, der lustig sein soll, kommt nicht an. Die Romantik, die zärtlich sein soll, wirkt gezwungen.
Die Tabelle
| Element | Stärke | Schwäche |
|---|---|---|
| Visueller Stil | Stimmungsvoll, eindrucksvoll | Überladen, ablenkend |
| Johnny Depp | Charismatisch | Unterfinanziert |
| Nebenbesetzung | Starkes Ensemble | Unterausgelastet ( |
Wo es scheitert (
„Dark Shadows“ versucht, ein unheimliches, romantisches Abenteuer zu sein. Es landet stattdessen in einem schleppenden Chaos. Die Handlung ist kompliziert, aber nicht clever. Der Ton wechselt ohne Vorwarnung von Horror zu Komödie zu Romantik, und keiner dieser Modi funktioniert. (
Das letzte Wort (
Hier steckt Ehrgeiz dahinter. Es gibt Talent vor der Kamera. Was fehlt, ist der Fokus. „Dark Shadows“ ist ein Film, der weiß, was er sein will, aber nicht in der Lage zu sein scheint, diese Idee länger als ein paar Szenen aufrechtzuerhalten. (
Es ist kein Desaster. Es ist nur enttäuschend. (
Bewertung: 5,5 von 10.
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