„Star Trek: Deep Space Nine“ ist der düsterste und reifste Teil der Geschichte des Franchises. Es tauscht die Sternschiffreisen seiner Vorgänger durch eine Raumstation am Rande des Föderationsgebiets aus, einen Ort, an dem Politik, Religion und Krieg täglich aufeinanderprallen. Das Ergebnis ist eine Serie, die sich weniger wie Science-Fiction und mehr wie eine Charakterstudie in einer Kriegszone anfühlt.
Die Show feierte 1993 ihren Start als Ableger von „Star Trek: The Next Generation“. Sie folgt der Besatzung von Deep Space Nine, angeführt von Captain Benjamin Sisko, während sie die Besetzung von Bajor durch die Cardassianer bewältigen, einer brutalen und unterdrückerischen Militärmacht. Dieser zentrale Konflikt verleiht der Serie eine Gravitation zur Dunkelheit, der frühere Trek-Serien selten begegneten.
Die Station und ihre Bewohner
Deep Space Nine ist ein physisches Ankerpunkt für die Geschichte. Im Gegensatz zur eleganten Enterprise ist diese Station ein weitläufiger Industrie-Komplex mit Korridoren, Bars und Märkten. Sie wirkt bewohnt, und die Charaktere bewegen sich mit Zielstrebigkeit darin. Die Show führt außerdem Quark ein, einen Ferengi-Barkeeper, der zu einer wiederkehrenden Figur wird, und Odo, den gestaltwandelnden Sicherheitschef, dessen Einsamkeit ein stetiger Faden ist.
Der Ensembledarsteller ist vielschichtig. Nana Visitor spielt Kira Nerys, eine bajoranische Offizierin, die ihre Familie an die Cardassianer verloren hat. Alexander Siddig spielt Dr. Julian Bashir, einen brillanten, aber unbeholfenen Arzt. Michael Dorn kehrt als Worf zurück, der nun als Sisko’s Sicherheitschef dient. Jeder Schauspieler bringt eine eigene Energie in die Station ein.
Krieg, Religion und persönlicher Tribut
Der Dominion-Krieg, der in späteren Staffeln ausbricht, ist der Motor, der den zweiten Teil der Show antreibt. Er stellt die Föderation gegen das Dominion, ein mächtiges Reich, das von den Gestaltwandlern, den Founders, angeführt wird, an. Der Konflikt wird an mehreren Fronten ausgetragen, und die Show scheut sich nicht vor der Brutalität des Krieges. Episoden wie „In the Pale Moonlight“ und „The Die Is Cast“ gehören zu den komplexesten moralischen Erzählungen im Franchise.
Die Serie erkundet zudem Religion. Die Bajoraner verehren die Propheten, eine Gruppe von körperlosen Wesen, die mit Sisko kommunizieren. Diese Episoden, insbesondere „Emissary“, etablieren eine Mythologie, die der Serie einen spirituellen Kern verleiht. Die Beziehung zwischen Sisko und den Propheten wird zu einem entscheidenden Element seines Handlungsbogens.
Warum es heraussticht
„Deep Space Nine“ scheut sich nicht, wichtige Charaktere sterben zu lassen. Die Bereitschaft der Serie, Figuren sterben zu lassen, unterscheidet sie von anderen Science-Fiction-Serien ihrer Zeit. Der Tod von Jadzia Dax in „Tears of the Prophets“ bleibt ein erschütternder Moment. Die Serie behandelt auch romantische Beziehungen mit Zurückhaltung, lässt Beziehungen langsam und realistisch entstehen.
Die Serie endet in ihrer letzten Staffel mit der zweiteiligen Episode „What You Leave Behind“. Sie bringt nahezu alle wichtigen Charaktere aus der Geschichte des Franchises zurück und verwebt Fäden, die sich über Jahre aufgebaut haben.
| Staffel | Jahre | Hauptkonflikt |
|---|---|---|
| 1 | 1993–1994 | Besetzung von Bajor |
| 2–3 | 1994–1996 | Entdeckung des Wurmlochs |
| 4–5 | 1996–1998 | Dominion-Krieg beginnt |
| 6–7 | 1998–2000 | Dominion-Krieg geht weiter |
| 8 | 2000–2001 | Kriegsende, Serienfinale |
The Legacy (
„Deep Space Nine“ wird in Diskussionen über das Franchise oft von „The Next Generation“ und „Voyager“ in den Schatten gestellt. Das ist ein Irrtum. Es ist das konsequenteste hervorragende der drei. Sein Schreiben ist straffer, und seine Themen sind düsterer.
Die Serie lief über sieben Staffeln und endete 1999. Ihr Einfluss ist in späteren Science-Fiction-Serien zu sehen, die serialisierte Erzählungen und moralische Mehrdeutigkeit annehmen. Sie ebnete den Weg für Serien wie „Battlestar Galactica“ und „The Expanse“.
„Star Trek: Deep Space Nine“ verdient seinen Ruf als das beste des Franchise. Es ist eine Serie, die Geduld belohnt und eine reiche, vielschichtige Welt bietet. Die Serie wird weithin als unverzichtbare Seherfahrung für alle angesehen, die sich für durchdachte Science-Fiction interessieren.
Wertung: 10 von 10 (
Das Notizbuch abonnieren.
Die besten Geschichten des Tages und jedes neue Urteil, in klarem Deutsch, um sieben im Postfach. Eine Mail am Tag, nicht mehr.





