Projekt X eröffnet mit einem Versprechen: ein Highschool-Absolvent namens Thomas beschließt, eine Party zu schmeißen, um seinen Namen etwas bedeuten zu lassen. Was folgt, ist keine Party. Es ist ein Katastrophenfilm, der sich als Komödie tarnt, und das weiß er auch.
Der Film begleitet Thomas, der alle Jugendlichen der Stadt zu sich nach Hause einlädt, während seine Eltern über das Wochenende weg sind. Der Plan ist einfach: betrunken werden, eine Affäre haben, berühmt werden. Die Umsetzung ist alles andere als das.
Trailer, über Warner Bros..
Die Spirale
Die Party spiralt schnell ab. Thomas‘ Freunde verlieren die Kontrolle, die Polizei kommt an, und die Nachbarschaft verwandelt sich in eine Kriegszone. Der Film will, dass man über das Chaos lacht, aber die Witze landen so düster wie die Zerstörung um sie herum.
Die Ausgangssituation ist clever. Die Umsetzung ist es nicht.
Hier ist, was schief geht:
- Der Humor hängt von Grausamkeit ab, nicht von Witz.
- Charaktere verhalten sich wie Tiere, nicht wie Menschen.
- Der Einsatz steigt immer weiter an, bis der Film aufhört, lustig zu sein und anfängt, erschöpfend zu wirken.
Thomas und Seine Freunde
Thomas ist der Anker des Films, und er schafft es nicht, den Film zusammenzuhalten. Er ist ein Junge, der Respekt möchte, aber der Film erklärt nie, warum er ihn braucht. Seine Freunde sind noch dünner: eine Gruppe von Jungen, deren einziges Ziel es ist, zu trinken, zu kämpfen und sich zu blamieren.
Der schlechteste Trick des Films ist sein Ton. Er will, dass man Thomas und seine Freunde unterstützt, dann aber für alles bestraft, was sie tun. Dieser Widerspruch ist der ganze Film in Miniatur.
Die Party gerät ausser Kontrolle
Im mittleren Abschnitt verliert Project X jeglichen Halt. Die Party wächst über jede Kontrolle hinaus, und der Film hört auf, eine Komödie über Exzesse zu sein, um eine Dramatisierung von Chaos zu werden. Dieser Wechsel ist ruckartig und funktioniert nicht.
Der letzte Akt versucht, alles wieder auf einen Witz zu reduzieren, aber der Schaden ist angerichtet. Der Film hat zu lange in der Katastrophenzone verbracht, um sich zu erholen, und das Ende wirkt hohl anstatt befriedigend.
Die Bewertung der Teile
Die Stärken und Schwächen des Films lassen sich in einer bestimmten Reihenfolge aufführen. Hier ist, wie die Teile von stärkst zu schwächst bewertet werden:
- Die frühen Szenen – das Versprechen der Party ist das schärfste Element.
- Leistungen – einige Schauspieler finden echte Bedrohung unter dem Chaos.
- Mittlerer Abschnitt – die Spirale ist in ihrem Chaos wirksam.
- Letzter Akt – der Versuch der Erholung scheitert.
- Ton – der Widerspruch des Films zwischen der Unterstützung und der Bestrafung seiner Charaktere ist das Kernproblem.
Das Urteil
Project X ist ein Film, der genau weiß, was er will, aber es trotzdem nicht gut kann. Er ist laut, er ist derb und er ist oft sehr lustig – aber das Lachen hat seinen Preis. Der Preis ist zu hoch.
Der Film erhält 4,8 von 10 Punkten.
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