„What Happened to Monday“ will eigentlich ein Thriller über Überbevölkerung, Klimawandel und globale Katastrophe sein. Stattdessen beschränkt es sich auf einen öden Actionfilm mit sieben identischen Hauptfiguren, für die niemand eine Rolle spielt.
Die Prämisse ist einfach: Die Welt hat die Sieben-Milliarden-Grenze überschritten, und ein neues Gesetz beschränkt Familien auf ein Kind. Ein Paar bricht die Regel und bekommt sieben Töchter, jede nach einem Tag der Woche benannt. Sechs verstecken sich im Geheimen, während eine über dem Boden agiert und versucht, Heilmittel für die angeschlagenen Systeme des Planeten zu finden. Die Wendung besteht darin, dass der Regierungsagent, der die Familie jagt, selbst die siebte Tochter ist, die ihre Identität verbirgt.
Keiner dieser Elemente funktioniert.
Trailer, über Still Watching Netflix.
Sieben Identische Hauptfiguren
Der Film fordert uns auf, uns für sieben Frauen zu interessieren, die genau gleich aussehen. Das sollte eine Stärke sein. Stattdessen wird es zu einer Schwäche. Das Drehbuch verbringt fast keine Zeit damit, Persönlichkeit über einen Namen und einen Tag hinaus zu etablieren. Bis die siebte Tochter sich selbst verrät, hat das Publikum vergessen, was sie von den anderen sechs unterschied.
Kein Schauspieler kann das überwinden. Jeder von ihnen hätte als Jäger besetzt werden können, und die Geschichte würde sich auf die gleiche Weise entwickeln.
Klimawandel als Handlungsvorrichtung
Der Film stützt sich stark auf das Klima-Desaster als Hintergrund. Dürre, Hungersnot, Krankheit, steigende Meeresspiegel – der Film wirft alles auf den Bildschirm und hofft, dass das Spektakel ihn trägt. Das funktioniert nicht.
Die Science-Fiction-Elemente werden als Kulisse und nicht als treibende Kräfte für die Figuren behandelt. Charaktere sprechen über Bevölkerungsdruck und Ressourcenknappheit, ohne dass diese Kräfte ihre Entscheidungen in einer Weise beeinflussen, die sich dringend anfühlt. Der Einsatz wirkt abstrakt, und die Versuche des Films, sie durch einzelne Geschichten persönlicher zu gestalten, scheitern.
Ein schwaches Ende
Die Handlung zieht sich in der Mitte hin und hetzt durch den letzten Akt. Die Wendung über die siebte Tochter wird frühzeitig verraten, und die Enthüllung landet mit einem dumpfen Schlag anstatt mit einem Schock. Der Versuch des Films, die Jagd auf die ursprüngliche Sünde der Familie zurückzuführen, wirkt gehetzt und unfertig.
Es gibt keine erwähnenswerte Chemie zwischen den Hauptdarstellern. Die Action-Szenen sind kompetent, aber generisch, und der Film scheitert mit seinen Versuchen, Spannung rund um die Jagd aufzubauen, sobald die Enthüllung geschieht.
Was funktioniert
Das stärkste Element des Films ist sein Setting. Die Welt, die er erschafft, ist düster, aber das Produktionsdesign verleiht ihr einen Sinn für den Ort. Die Stadtansichten, die überfüllten Straßen, die leeren Felder – das sind die Momente, die im Gedächtnis bleiben.
Auch die Musik macht ihre Arbeit. Sie weiß, wann sie anschwellen und wann sie zurückhalten muss, und gibt dem Film einen Puls, selbst wenn das Drehbuch ins Stocken gerät.
Wesentliche Fakten
- Titel: What Happened to Monday
- Jahr: 2017
- Laufzeit: Nicht im Quellmaterial angegeben
- Wertung: 4,7 von 10
Der Film schafft es nicht, seine emotionalen Momente zu verdienen, weil er nie die Zeit darauf verwendet, festzulegen, warum wir uns überhaupt für diese Charaktere interessieren sollten. Die Jagd ist vorhersehbar. Die Wendungen sind offensichtlich. Der Einsatz ist fern.
Es gibt keinen Grund, diesen Film zu empfehlen. Er ist vergesslich, auf eine Weise, wie ein Film über Überbevölkerung nicht sein sollte.
4,7 von 10.
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