„Rush Hour“ bringt einen Polizisten aus Hongkong und einen Polizisten aus Los Angeles zusammen, um einen Fall zu lösen, und der Film verbringt den Großteil seiner Zeit damit, Witze darüber zu machen, wie schlecht die beiden Männer aneinander vorbeireden. Der Film will schnell und lustig sein, und das ist er meistens, obwohl das Drehbuch stärker auf einfache Vorurteile setzt, als es sollte. Die Witze über die beiden Hauptdarsteller, die aneinander vorbeireden, sind der Motor der Prämisse des Films, und der Film verbringt den Großteil seiner Laufzeit damit, diese Idee auszubauen, anstatt darüber hinauszugehen.
Trailer, via Warner Bros. Rewind.
Jackie Chan und Chris Tucker
Jackie Chan spielt Inspector Lee, einen Polizisten aus Hongkong, der nach seiner Entführung der Nichte in Los Angeles landet. Chris Tucker spielt Officer James Carter, einen cleveren L.A.-Polizisten, der keine Geduld für Menschen aus dem Ausland hat. Ihre Chemie ist der Motor des gesamten Films, und sie funktioniert, weil beide Schauspieler ihre Rollen voll ausfüllen: Chan setzt auf die Action und die körperliche Komödie, während Tucker sich mit einer lauten und ungestümen Vortragsweise der verbalen Komödie widmet.
Ihre Szenen zusammen tragen den Film, selbst wenn die Handlung langsamer wird.
Der Fall und die Verfolgung
Der Entführungsplot ist einfach. Lee kommt nach L.A., um seine Nichte zu finden, und Carter schließt sich ihm an, weil er glaubt, der Fall könnte ihm eine Beförderung einbringen. Dieses Setup wäre genug für einen strafferen Film, aber „Rush Hour“ füllt ihn mit Verfolgungsjagden, Kämpfen und einem Bösewicht, der hauptsächlich existiert, um den Helden ein Ziel zu geben. Der Film braucht nicht viel mehr als eine entführte Nichte und einen Beförderungs-jagenden Partner, um die Dinge in Bewegung zu halten, aber er fügt trotzdem Verfolgungsjagden und Kämpfe hinzu.
Der Bösewicht, gespielt von Kenneth Tsang, ist in Ordnung als Stereotyp-Schurke, aber der Film nimmt sich nie die Zeit, ihn über das Sein laut und wütend hinaus zu einer echten Bedrohung zu machen. Er existiert, um den Helden etwas zum Jagen und Kämpfen zu geben, nicht um eine einprägsame Präsenz zu werden.
Was funktioniert
Die Actionsequenzen sind der stärkste Teil des Films. Chans Stunts sind immer noch beeindruckend, und die Verfolgungsjagd durch die Straßen von L.A. ist ein Highlight. Auch die Komödie funktioniert öfter, als sie daneben liegt, dank Tuckers Timing und Chans Bereitschaft, sich der körperlichen Komik hinzugeben. Diese Sequenzen funktionieren, weil der Film genau weiß, was er tut, wenn er seine Stärken ausspielt, und sich voll und ganz darauf einlässt.
Der Film weiß, was er tut, wenn er seine Stärken ausspielt.
Was nicht funktioniert
Die Vorurteile zwischen den beiden Hauptfiguren werden für Gelächter ausgespielt, und genau daran scheitert der Film. Tuckers Figur basiert auf der Verspottung von Ausländern, und obwohl der Film das mit einem glücklichen Ende abmildern will, wirken die Witze unbeholfen. Der Film stützt sich zudem stark auf Stereotypen über die chinesische Kultur, was heutzutage veraltet wirkt. Diese Elemente sind nicht verheerend, aber sie verhindern, dass der Film so scharfsinnig wird, wie er es sein könnte.
Diese Momente sind nicht verheerend, aber sie verhindern, dass der Film so scharfsinnig wird, wie er es sein könnte.
Eine Reihenfolge
| Szene | Inhalt |
|---|---|
| Eröffnung | Lee kommt in L.A. an, trifft Carter |
| Akt 1 | Die Entführung wird entdeckt |
| Midpoint | Lee und Carter streiten über Methoden |
| Spätakt | Die Jagd beginnt |
| Höhepunkt | Die Nichte wird gefunden |
| Schluss | Ein glückliches Ende |
Hauptdaten
- Titel: Rush Hour
- Jahr: 1998
- Regisseur: Brett Ratner
- Laufzeit: 103 Minuten
- Bewertung: 6,1/10
Das letzte Wort
„Rush Hour“ ist eine sehenswerte, energiegeladene Actionkomödie, die besser darin ist, das zu tun, was sie kann, als das, was sie zu tun versucht. Das Zusammenspiel von Chan und Tucker ist der eigentliche Reiz, und die Actionsequenzen sind sehenswert. Aber Vorurteile und kulturelle Witze ziehen den Film nach unten und lassen ein Werk zurück, das angenehm anzusehen ist, aber darunter oberflächlich bleibt.
„Rush Hour“ ist ein solider Beitrag zum Genre, aber kein großer.
6,1 von 10
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