Gleipnir ist ein Highschool-Mystery über einen Jungen, der allen die Unwahrheit sagt, auch sich selbst. Es ist auch eine Horror-Geschichte über ein Monster, das in ihm lebt. Der Anime, basierend auf dem Manga von Shion Takatsuki, folgt Iwatani Jun, einem stillen Schüler, der eine zweite Persönlichkeit namens Sakurajima Makai entwickelt. Makai ist charmant, selbstbewusst und gewalttätig. Die beiden teilen sich einen Körper, und die Serie verbringt ihre 12 Episoden damit, zu untersuchen, wie diese Anordnung die Menschen um sie herum verändert.
Das Kerntrick von Gleipnir besteht darin, dass es Sie bittet, mit einem Killer zu sympathisieren. Jun ist ein guter Junge, der Makai nicht kontrollieren kann. Er beobachtet, wie sein anderes Ich Verbrechen begeht und lügt, um ihn zu schützen, und er kann es nicht aufhalten. Diese Spannung verleiht der Serie ihre emotionale Substanz. Es ist keine Serie über die Ergreifung eines Kriminellen. Es ist eine Serie darüber, einer zu sein.
Trailer, über Crunchyroll Store Australia.
Makais Charme
Makai ist der Motor der Geschichte. Er ist gutaussehend, beliebt und grausam. Er manipuliert seine Klassenkameraden, schikaniert die Schwachen und vertuscht seine Spuren mit perfekten Lügen. Die Serie verbirgt seine Handlungen nicht. Sie zeigt ihn, wie er Menschen verletzt und andere hereinlegt. Aber sie zeigt ihm auch, wie er Jun beschützt, manchmal auf seine eigene Kosten.
Die Leistungen im gesamten Cast sind stark, besonders für die männliche Hauptrolle. Die Chemie zwischen Jun und Makai fühlt sich echt an, selbst wenn Makai schreckliche Dinge tut. Die Nebenfiguren sind weniger entwickelt, aber sie erfüllen ihre Funktion gut genug.
Horror und Mystery
Gleipnir vermischt psychologischen Horror mit Detektivroman. Das Mysterium, was Makai ist und warum er existiert, treibt die Handlung voran. Die Serie wirft Hinweise auf Makais Ursprünge und seine Verbindung zu Juns Vergangenheit, eilt aber nicht, alles zu erklären. Einige Fäden bleiben offen, was Zuschauer frustriert, die Antworten wollen.
Die Horrorelemente sind subtil, aber effektiv. Die Serie stützt sich auf Atmosphäre statt Gore und setzt Schatten und Stille ein, um das Publikum zu verunsichern. Einige Szenen stechen durch ihre Spannung hervor, besonders solche, in denen Makais Kontrolle nachlässt.
Wo es zu kurz kommt
Das Tempo zieht in den mittleren Episoden an. Einige Füllhandlungen dehnen die Geschichte aus, wodurch der Schwung der frühen Episoden nachlässt. Das Ende ist abrupt und löst das Rätsel, ohne die zuvor aufgeworfenen Fragen vollständig zu befriedigen. Diese Mängel verhindern, dass die Serie zu etwas Großem wird, machen die Wirkung ihrer zentralen Idee aber nicht zunichte.
Kernfakten – Titel: Gleipnir – Art: TV-Anime – Quelle: Manga von Shion Takatsuki – Episoden: 12 – Wertung: 8,1/10
Gleipnir ist eine fehlerhafte, aber unvergessliche Serie. Ihr zentrales Konzept wird mit Sorgfalt und Zurückhaltung behandelt, und die Darstellungen tragen die Last ihrer moralischen Mehrdeutigkeit. Es ist kein angenehmes Vergnügen, aber ein fesselndes. Die abschließende Wertung spiegelt sowohl die Höhepunkte als auch die Tiefpunkte wider.
Wertung: 8,1 von 10.
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