Paladins wurde 2017 für PS4, PC, Mac und XONE als Free-to-Play-Team-Shooter veröffentlicht, der sich um Charaktere mit unterschiedlichen Fähigkeiten dreht. Das Spiel kombiniert einen schnellen, kompetitiven Arena-Shooter mit einem Kartensystem, das es Spielern ermöglicht, einzigartige Ausrüstungen zusammenzustellen. Es ist eine Mischung, die einfach klingt, aber in der Praxis Substanz hat. Hier erfahren Sie, was das Spiel bietet und wo es scheitert.
Trailer, über Paladins von Evil Mojo Games.
Das Kartensystem
Das Kartensystem ist Paladins‘ größter Anziehungspunkt. Jeder Charakter verdient im Laufe eines Matches Erfahrung und schaltet neue Karten frei, die verändern, wie sie kämpfen. Ein Tank könnte einen Schild wählen, der erlittene Schäden reduziert, während ein Magier eine Karte wählen könnte, die Teamkollegen heilt. Diese Entscheidungen werden übereinander gestapelt, sodass ein Spieler, der einen ganzen Match damit verbringt, eine bestimmte Ausrüstung aufzubauen, am Ende ein sehr anderes Charakterprofil haben kann.
Das System belohnt Geduld. Frühe Matches wirken dünn, aber nach einem Dutzend Stunden beginnen sich die Karten zu öffnen und die Ausrüstungen werden wirklich kreativ. Es ist ein langsamer Aufbau, aber der Lohn ist real. Das Kartensystem belohnt Geduld.
Der Arena-Shooter
Das Schießen selbst ist solide. Charaktere bewegen sich schnell, Ausweichrollen funktionieren gut, und das Waffenhandling ist eng genug, um schnelle Entscheidungen wichtig zu machen. Matches ziehen sich selten hin, und das Map-Design hält alle in Bewegung durch enge Korridore und offene Arenen, die Kämpfe erzwingen. Das Tempo ist zügig, und Runden dauern in der Regel nicht länger als drei Minuten.
Das Problem ist, dass das Arena-Shooter-Genre überfüllt ist. Spieler, die etwas Neues suchen, könnten das Kernprinzip vertraut finden, selbst wenn das Kartensystem eine Schicht hinzufügt. Diese Vertrautheit ist eine Eintrittsbarriere für einige Spieler. Das Arena-Shooter-Genre ist überfüllt, und das Kernprinzip könnte sich für Spieler, die ähnliche Spiele ausprobiert haben, vertraut anfühlen.
Free-to-Play-Bedenken
Paladins ist Free-to-Play, was viel bedeutet. Neue Spieler erhalten Zugang zu allem, ohne einen Cent bezahlen zu müssen. Das ist ein starker Köder. Aber das Free-to-Play-Modell ist mit Mikrotransaktionen verbunden, und das Spiel stützt sich stark darauf.
Spieler können Währung kaufen, die an das Kartensystem gebunden ist, was es ihnen ermöglicht, Karten schneller freizuschalten, als es durch Grinding der Fall wäre. Dies schafft eine „Pay-to-Win“-Bedenken, da Spieler, die Geld ausgeben, stärkere Decks schneller aufbauen können als diejenigen, die grinden. Für manche ist dies ein fairer Tausch, aber es bedeutet, dass das Spiel nicht vollständig fair ist für Spieler, die kein Geld ausgeben möchten.
Die Charakteraufstellung
Es gibt Dutzende von Charakteren zur Auswahl, jeder mit seinem eigenen Satz von Fähigkeiten und Rollen. Tanks beschützen das Team, Magier verursachen Schaden aus der Ferne, und Kämpfer schließen sich für Nahkampfkills an. Die Vielfalt ist groß, und Spieler können Builds über Klassen mischen und kombinieren, um etwas Neues zu schaffen.
Hier ein schneller Blick auf die Hauptrollen:
- Tanks: beschützen das Team, nehmen Treffer entgegen
- Magier: verursachen Schaden aus der Entfernung
- Kämpfer: schließen sich für Nahkampfkills an
- Unterstützer: heilen und verstärken Verbündete
- Spezialisten: bieten einzigartige Nützlichkeit
Das Gleichgewicht zwischen diesen Rollen ist nicht perfekt. Einige Charaktere fühlen sich übermächtig, während andere schwach erscheinen. Der Entwickler hat Patches veröffentlicht, um dies zu beheben, aber die kompetitive Szene des Spiels sieht immer noch bestimmte Charaktere dominieren Turnierveranstaltungen.
Wie es sich heute präsentiert
Sieben Jahre später zieht Paladins immer noch ein Publikum an. Sein Kartensystem bleibt einzigartig, und die Community hält das Spiel am Leben. Das Free-to-Play-Modell hat sich bewährt, und das Spiel sieht weiterhin Updates und saisonale Events, die es frisch halten.
Das Kartensystem belohnt Geduld.
Dieser Satz fasst den Kern der Anziehungskraft des Spiels zusammen. Spieler, die dabei bleiben, werden belohnt, während diejenigen, die frühzeitig aufgeben, die tiefergehenden Systeme verpassen.
Das Urteil
Paladins ist ein solider Shooter mit einer cleveren Wendung. Das Kartensystem verleiht ihm Identität, und die Charaktervielfalt hält es interessant. Die Arena-Shooter-Mechanik ist kompetent, aber unscheinbar, und das Pay-to-Win-Modell wird einige Spieler stören. Es ist kein Meisterwerk, aber ein gut umgesetztes Spiel, das weiß, was es sein möchte.
Wertung: 7,9 von 10.
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