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Geostorm-Kritik: Gerard Butler drückt eine Taste, und das war’s. )

Eine Rezension von „Geostorm“, einem Katastrophenfilm mit guten visuellen Effekten, aber einem schwachen Drehbuch, der Butlers und Bassets Talent verschwendet.

Von mitch·4 Min. Lesezeit
A satellite hovers above a storm-torn Earth in a dramatic disaster-movie scene.

Geostorm beginnt mit einer Prämisse, die klug klingt: ein Satellitensystem gerät außer Kontrolle, ein Präsident muss die Welt vor seiner eigenen Technologie retten. Bis sich der Staub gelegt hat, hat es sich zu einem Film über einen Mann in einem Anzug entwickelt, der den Tag rettet, indem er im genau richtigen Moment einen Knopf drückt.

Der Film folgt Max Stone, gespielt von Gerard Butler, der seiner Schwester, gespielt von Angela Bassett, im Weltraum beitreitet, um die Wettersatelliten zu reparieren, die globale Stürme verursachen. Der Aufbau ist einfach genug. Die Umsetzung ist es nicht.

Trailer, via Roadshow Films.

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Gerards Butlers Problem

Butler spielt Max als einen Mann der Tat, was an sich in Ordnung ist. Aber ihm werden auch Zeilen gegeben, die ihn wie einen Mann aussehen lassen, der noch nie einen Computer gehört hat. Er reagiert den ganzen Film über auf Ereignisse, schreit auf Bildschirme und wirkt zunehmend verloren, während die Handlung komplizierter wird.

Bassett hat weniger zu tun. Sie leitet die Raumstation, sagt Butler, er solle Befehle befolgen, und steht herum, während die Action von anderen Menschen ausgelöst wird. Keine der Darbietungen ist schlecht, sondern verschwendet. Beide Schauspieler sind besser als es dieses Material ihnen erlaubt.

Die Wissenschaft ist schlimmer als falsch

Die zentrale Idee von Geostorm ist, dass die Menschheit ein Netzwerk von Satelliten gebaut hat, um das Wetter zu kontrollieren. Wenn dieses Netzwerk ausfällt, steht die Welt vor der Auslöschung. Das ist eine gute Idee für einen Thriller. Es ist keine gute Idee für einen Film, der sich ernst nimmt.

Das Problem ist, dass die Wissenschaft dahinter nie erklärt wird. Wir werden gesagt, dass die Satelliten Hurrikane stoppen können, aber wir werden nie gezeigt, wie. Wir werden gesagt, dass ein einzelner Ausfall eine globale Katastrophe verursachen kann, aber wir werden nie gezeigt, warum. Der Film reicht uns einfach eine Krise und bittet uns, sie anzunehmen.

„Wir brauchen einen Plan.“

Das ist ungefähr das Ausmaß der angezeigten Logik.

Die Weltraumschritt-Katastrophe

Etwa in der Mitte von „Geostorm“ kommt es zu einer Szene, in der ein Weltraumspaziergang schief geht. Er soll angespannt sein. Das ist er aber nicht. Die Kamera konzentriert sich auf Butlers Gesicht, während er sich von der Station entfernt, und die Spannung entsteht durch seine Angst, nicht durch ein Gefühl der Gefahr.

Es ist ein ungeschicktes Stück Regie, das keinerlei Respekt vor der Intelligenz des Publikums zeigt. Die Szene soll die Einsatzhöhe erhöhen. Das tut sie aber nicht.

Die große Rede des Präsidenten

Der Film verbringt zudem viel Zeit mit dem Präsidenten, gespielt von Ed Harris. Seine Rolle besteht darin, besorgt zu sein, Reden zu halten und besorgt auszusehen. Harris macht das gut genug, aber der Charakter ist eine dünne Figur, die nur dazu dient, dem Film sein politisches Gewicht zu verleihen.

Seine Szenen sind meistens Füllmaterial, das dazu dient, uns daran zu erinnern, dass dies ein Katastrophenfilm mit einer politischen Nebenhandlung ist. Sie fügen der Geschichte nichts hinzu und nehmen Zeit von der Action weg.

Das Ende, das nicht zündet

Der finale Akt von „Geostorm“ ist eine lange Sequenz aus Explosionen, Verfolgungsjagden und Last-Minute-Rettungen. Keiner davon zündet. Der Film baut auf einen Höhepunkt hin, der gehetzt wirkt, als hätten die Autoren keine Ideen mehr und beschlossen, die Dinge schnell zu beenden.

Die Auflösung ist eine „deus ex machina“ in einer großen Enthüllung, die niemand verlangt hat. Es ist die Art von Ende, das einen fragen lässt, warum man zwei Stunden damit verbracht hat, dorthin zu gelangen.

Eine Tabelle verschenkter Zeit

Szene Länge Effekt
Eröffnungssturm () 10 Minuten () Liefert die Prämisse ()
Satellitenversagen () 15 Minuten () Erklärt nichts ()
Weltraumspaziergangs-Desaster () 8 Minuten () Spannung ohne Grund ()
Präsidentschaftsansprache () 12 Minuten () Füllmaterial ()
Final Act () 20 Minuten () Eilt zu einem Schluss ()

Was Funktioniert, Irgendwie ()

Es gibt einen Aspekt, bei dem „Geostorm“ gut funktioniert: es sieht gut aus. Die Spezialeffekte sind glatt, die Stürme sind überzeugend, und die Weltraumsequenzen haben eine schöne Größe. Das ist ein Film, der weiß, wie man Geld für visuelle Effekte ausgibt. ()

Es weiß nur nicht, wie man Geld für ein Drehbuch ausgibt. ()

Das Urteil ()

„Geostorm“ ist ein Katastrophenfilm, der nie zu einer Katastrophe wird. Er hat die Elemente eines guten Thrillers: eine tickende Uhr, eine globale Bedrohung und einen Helden, der handeln muss. Er scheitert jedoch daran, diese Elemente zusammenzufügen. ()

Der Film ist eine Erinnerung daran, dass Spektakel nicht dasselbe ist wie Qualität. Gerard Butler und Angela Bassett sind kompetente Fachleute. Das Drehbuch, das ihnen gegeben wird, nicht. ()

„Geostorm“ ist ein Chaos, und es weiß es. Es versucht, ernst zu sein, und wird stattdessen lächerlich. Es versucht, angespannt zu sein, und wird stattdessen langweilig. Es versucht, ein Blockbuster zu sein, und wird stattdessen einen Fußnote. ()

Es ist ein Film, der besser hätte werden können. Es ist ein Film, der unterhaltsam hätte sein können. Es ist ein Film, der am Ende weder das eine noch das andere ist. ()

„Geostorm“ ist ein Scheitern auf fast jeder Ebene. Es verschwendet Talent, es verschwendet Geld, und es verschwendet die Zeit des Publikums. Es ist ein Film, der vergessen werden sollte. ()

Wertung: 2,1 von 10.

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