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Chris Coons gewinnt die Vorwahl der Demokratischen Partei in Delaware gegen einen Herausforderer, der sich gegen Donald Trump ausgesprochen hatte.

Der Senator Chris Coons sicherte sich die Nominierung der Demokraten für einen dritten Wahlkampf in Delaware und besiegte einen Herausforderer namens 'No-Trump'.

Von mitch·4 Min. Lesezeit
A campaign sign bearing the name 'No-Trump' stands under dim evening light, conveying political tension.

Sen. Chris Coons besiegte Herausforderer E. No-Trump Hansen in der Vorwahl in Delaware am Dienstag und sicherte sich damit die demokratische Nominierung für ein drittes Mandat im November. Der Wahlkampf zog Aufmerksamkeit auf sich – und zwar nur aus einem Grund: Hansen änderte seinen Namen, um seine Opposition gegen Präsident Donald Trump zu verdeutlichen.

Der Name des Herausforderers

E. No-Trump Hansen, ehemals Eric Hansen, ist ein ehemaliger Geschäftsmann, der mit dem Ziel antrat, die Macht des Präsidenten einzuschränken. Seine Wahlkampfanlaufseite stellte den Namen als Ausdruck seines Zwecks dar, nicht als eine bloße Marketingmaßnahme.

„Der Name E. (Eric) No-Trump Hansen ist keine Marketingmaßnahme – er steht für sein umfassendes Engagement für positive Veränderungen“, hieß es auf der Website.

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Hansen teilte dem lokalen Sender WHYY mit, dass er seinen Namen geändert habe, um seine Opposition gegen Trump zu zeigen.

„Trump hat gesagt, er werde seine Kritiker mit allen verfügbaren Mitteln angreifen“, sagte Hansen.

„Er wird mich angreifen, aber ich bin bereit, dieses Risiko auf mich zu nehmen – weil die Alternative darin besteht, zuzulassen, dass sich die Lebensbedingungen für die Bürger von Delaware verschlechtern.“

Die Plattform hinter dem Namen

Hansens politische Vorschläge konzentrierten sich auf Gesetze, die die Macht des Präsidenten begrenzen würden. Er argumentierte, diese Maßnahme sei notwendig, um „echte Gegengewichtsprüfungen wiederherzustellen und Korruption und Selbstbereicherung auszurotten.“

Der Name selbst war der Aufmerksamkeitserreger. Hansen begann offiziell im Juli mit der Wahlkampfkampagne unter seinem neuen Namen, wie aus einer Kandidaturanzeige hervorgeht, die bei der Federal Election Commission (FEC) eingereicht wurde.

Eine Geschichte des Partei-Hoppelns

Hansen ist nicht neu in der Politik von Delaware. Er kandidierte bereits 2024 als Republikaner und sicherte sich die GOP-Nominierung.

Aber er verlor letztendlich gegen Sen. Lisa Blunt-Rochester, D-Del.

Der Verlust bedeutete das Ende von Hansens kurzer Amtszeit als republikanischer Kandidat. Er wechselte in diesem Wahlzyklus zur demokratischen Vorwahl und stellte sich Coons direkt.

Coons’ Werdegang und Ausblick

Coons, der Demokrat mit der höchsten Position im Senatsausschuss für Verteidigungsfinanzierung, hat eine lange Karriere in Washington hinter sich. Er trat erstmals in den Kongress, um den damaligen Sen. Joe Biden zu ersetzen, der von dem ehemaligen Präsidenten Barack Obama als sein Vize-Präsident ausgewählt wurde.

Coons gewann 2014 seinen ersten vollen Turnus und hält den Sitz seitdem inne. Sein Weg im November sieht nun klar aus, nachdem er die demokratische Nominierung gesichert hat.

Das Rennen stellt Coons gegen Mike Katz oder John Shulli in der Hauptwahl gegenüber. Keiner von ihnen hat bisher die republikanische Nominierung gesichert, sodass das Feld weiterhin offen ist.

Ein demokratisches Bollwerk, das sich nicht verändert hat

Delaware hat seit 1966 keinen Republikaner in den Senat gewählt, als der ehemalige Sen. J. Caleb Boggs die Wiederwahl verlor. Boggs wurde von einem 29-jährigen Biden abgewerft, was Delaware für kommende Jahrzehnte zu einem tiefblauen Bollwerk machte.

Diese Geschichte erklärt, warum Coons im November favorisiert wird. Der First State hat in fast sechs Jahrzehnten keinen Republikaner in die obere Kammer gewählt.

Was kommt als Nächstes

Coons’ Vorwahlsieg bereitet ein bekanntes Duell im November vor. Die Hauptwahl wird Coons gegen den Gewinner der republikanischen Vorwahl zwischen Katz und Shulli sehen.

Coons hat den Vorteil der Amtszeit.

The Bigger Picture

Die Vorwahl in Delaware ist ein kleiner Wettbewerb mit großem Medienrummel. Ein Kandidat änderte seinen Namen, um seinen Widerstand gegen den amtierenden Präsidenten zu signalisieren, und der Amtsinhaber gewann dennoch deutlich.

Im Moment war der Namenswechsel die Geschichte der Nacht.

Key Facts Box

  1. E. No-Trump Hansen änderte seinen Namen im Juli, wie aus seinen Unterlagen an die FEC hervorgeht.
  2. Hansen trat zuvor als Republikaner an und verlor 2024 gegen Blunt-Rochester.
  3. Coons trat erstmals 2014 in den Kongress ein, um Biden zu ersetzen.
  4. Delaware wählte zuletzt 1966 einen Republikaner in den Senat, als Boggs gegen Biden verlor.
  5. Coons steht im November Mike Katz oder John Shulli gegenüber.

Die Vorwahl ist vorbei. Die Hauptwahl steht bevor. Und Delawares Senatssitz bleibt blau, zumindest bis die Wähler anders entscheiden.

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