Am Mittwoch wird Präsident Donald Trump nach North Carolina reisen, um für Michael Whatley zu werben, den republikanischen Senatsanwärter, der zuvor als Vorsitzender der landesweiten Partei diente. Whatley tritt gegen den demokratischen Ex-Gouverneur Roy Cooper an.
Dieser Wahlkampfstopp folgt auf Trumps ungewöhnliches Midterm-Convention in Dallas, und es ist seine erste Kundgebung seitdem. Er hat angekündigt, dass er vor dem Wahltag noch viele weitere Reisen unternehmen werde, ein Versprechen, das neben wachsender Wählerfrustration über den Iran-Krieg und seine Wirtschaftspolitik steht.
Die Auswahl
Trump wählte Whatley für den Senatsrennen aus, und er hatte sie bereits ausgewählt, um das Republican National Committee zu leiten. Republikaner sahen in ihr eine starke Ergänzung, um den Sitz zu übernehmen, den Senator Thom Tillis im vergangenen Jahr aufgrund eines Meinungsverschieden mit dem Präsidenten aufgegeben hatte.
Whatley kandidiert zum ersten Mal für ein öffentliches Amt. In den letzten Monaten ist er bei der Mittelbeschaffung hinter Cooper zurückgefallen, und Umfragen aus diesem Sommer zeigten, dass Cooper mit mindestens ein wenig Vorsprung liegt.
Das Balancing Act
Die Mobilisierung seiner Anhängerschaft zu wählen, ist Trumps Priorität und schafft ein Problem für Whatley. Er wird auf den Präsidenten angewiesen sein, muss aber auch Moderaten und Konservativen entgegenwirken, die unzufrieden mit der Entwicklung des Landes geworden sind.
Der ehemalige Präsident hat die Schwierigkeit eingestanden, ist jedoch davon überzeugt, dass sein Engagement dennoch von Vorteil sein wird.
Whatleys Rede in Dallas
Whatley konzentrierte seine Bemerkungen in Dallas auf Trumps Agenda, mit besonderem Augenmerk auf die Steuerkürzungen aus seinem „großen, schönen Gesetz“ im vergangenen Jahr. Anstatt dem Präsidenten direkte Lob auszudrücken, widmete er den größten Teil seiner Zeit der Kritik an Cooper, argumentierend, dass dieser in Fragen der Kriminalität nachlässig sei und dem Geldbeutel der Menschen in North Carolina schade.
„Unter Roy Coopers Herrschaft ist North Carolina der teuerste Bundesstaat für Gesundheitskosten geworden“, sagte er und entgegnete damit dem ehemaligen Gouverneur, der den Schwerpunkt auf die Wirtschaft unter Trump gelegt hatte, insbesondere auf die Preise für Benzin und Lebensmittel.
Cooper kontert
Coopers Wahlkampf wehrte sich gegen Whatleys Kritik. Er wies darauf hin, dass der Republikaner in der Kritik stehe, einen verurteilten Sexualstraftäter eingeladen zu haben, der bei einer seiner Wahlveranstaltungen das Gebet eröffnet habe.
Drittmittel
Trump und nationale republikanische Spender seien am meisten damit beschäftigt, Wähler über Fernseh- und Online-Werbung zu erreichen, so Whatley. Zahlen von AdImpact, das Wahlkampfwerbung verfolgt, zeigen, dass die Gesamtausgaben der Republikaner für das Rennen 50 Millionen Dollar überschritten haben, während die Demokraten fast 35,2 Millionen Dollar ausgegeben haben. MAGA Inc., geleitet von Trump, und andere konservative PACs machen den republikanischen Vorsprung aus.
Die Ausgestaltung des Rennens
North Carolina hat seit 2008 keinen Demokraten in den Senat gewählt, und der Präsident hat den Bundesstaat seitdem dreimal gewonnen. Dieser Sitz steht nun im Fokus der Demokraten, die versuchen, die Kontrolle über die Kammer zu übernehmen.
Die Demokraten haben für diesen Wahlzyklus möglicherweise keinen besseren Kandidaten gefunden als Cooper, der in North Carolina in vier Amtszeiten als Generalstaatsanwalt und zwei Amtszeiten als Gouverneur noch nie eine landesweite Wahl verloren hat.
Was Shumaker sagt
Der republikanische Wahlforscher Paul Shumaker, der für die Wahlkämpfe von Tillis und des Senators von North Carolina, Ted Budd, gearbeitet hat, sagte, Trump werde Republikaner mobilisieren, die möglicherweise nicht so begeistert von der Wahlkampagne sind wie die Demokraten.
Er wies darauf hin, dass registrierte Demokraten und Republikaner in North Carolina nahezu gleich zahlreich sind, während Unabhängige beide zusammen übersteigen. Diese Gruppe von über 3,5 Millionen Wählern sorgt sich mehr um die Wirtschaft, ein Thema, bei dem Trump jetzt schwächer ist als 2024, als um Verbrechen oder Einwanderung, bei denen North Carolina Republikaner möglicherweise immer noch einen Vorteil haben.
Sie sehen das Weiße Haus stärker auf alles ausgerichtet, außer auf die Wirtschaft.
Das Programm für Mittwoch
Mittwoch bringt keine geplanten öffentlichen Auftritte von Cooper mit sich, während die staatliche Demokratische Partei eine Pressekonferenz veranstaltet, die darauf abzielt, den Fokus auf die Inflation während Trumps Präsidentschaft zu lenken.
The Bottom Line
Trumps Wählerbasis ist das, was Whatleys Kampagne benötigt, um Wähler zu mobilisieren, doch der Kandidat kann es nicht riskieren, gemäßigte Wähler zu verärgern, die das Rennen entscheiden könnten. Die Zahlen erzählen eine eindeutige Geschichte: Er liegt bei der Spendensammlung zurück, hinkt in Meinungsumfragen hinterher und ist auf die Unterstützung externer Gruppen angewiesen, anstatt auf die Ressourcen seiner eigenen Partei.
Ob Trumps Anwesenheit die Wählerbasis ausreichend mobilisieren wird, ist ungewiss, aber sein Erscheinen hat das Potenzial dazu.
| Faktor | Whatley | Cooper |
|---|---|---|
| Erster Wahlkampf | Ja | Nein |
| Fundraising-Situation | Hinter | Vor |
| Wahllokal (9) | Liegt mindestens ein wenig zurück (2) | Vorne (3) |
| Wahlkampftaktik (4) | Ist abhängig von Trumps Anhängerschaft, wendet sich Moderaten zu (5) | Wird im Bericht nicht spezifiziert (6) |
- Whatley kandidiert zum ersten Mal (7)
- Er ist gegenüber Cooper zurückgefallen, was die Geldbeschaffung betrifft (8)
- Umfragen über den Sommer zeigten Cooper mit mindestens ein wenig Vorsprung (9)
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