Goldman Sachs hat seine Prognose zur nächsten Zinsentscheidung der Federal Reserve umgekehrt. Die Bank erwartet nun, dass die Zentralbank die Zinsen im Oktober erneut anheben wird, eine 180-Grad-Kehrtwende gegenüber ihrer früheren Einschätzung, die einen Zinsanstieg im September gefolgt von einer Pause voraussah.
Die Änderung erfolgt, nachdem die Fed am Mittwoch ihren Referenzzinssatz um 25 Basispunkte auf einen Zielbereich von 3,75 %–4,00 % erhöht hat. Chair Kevin Warsh vertrat bei der anschließenden Pressekonferenz eine „hawkish“-Haltung und sagte, die Inflation sei „immer noch zu hoch“ und der jüngste Anstieg entferne lediglich eine „Dosis Lockerung“. Das impliziert, dass die Politik noch nicht restriktiv genug ist und weitere Zinserhöhungen in der Pipeline liegen könnten.
Trader sehen nach Angaben des CME’s FedWatch-Tools eine Wahrscheinlichkeit von etwas mehr als 50 % für einen weiteren Zinsanstieg um 25 Basispunkte im Oktober. Bitcoin wird weiterhin bei etwa 76.260 US-Dollar gehandelt, was einem Anstieg von nur 0,5 % innerhalb von 24 Stunden entspricht.
Goldman’s Reversal
Goldman Sachs hat seine Meinung direkt geändert. Die Bank hatte zuvor einen Anstieg im September gefolgt von einer Pause erwartet. Nun erwartet sie einen Anstieg im Oktober.
Der Wandel folgt den eigenen Prognosen der Fed. Eine deutliche Mehrheit der politischen Entscheidungsträger erwartet mindestens eine weitere Erhöhung in diesem Jahr. Die aktualisierten Zinsprognosen offenbarten diesen Konsens.
Warshs Kommentare bei der Pressekonferenz bewegten die Nadel. Er sagte, die Inflation sei „immer noch zu hoch“ und der jüngste Anstieg entferne lediglich eine „Dosis Lockerung“, was impliziert, dass die Politik noch nicht restriktiv genug ist und weitere Zinserhöhungen in der Pipeline liegen könnten.
What Warsh Said
Warshs Äußerungen waren der Auslöser für Goldmans Kehrtwende. Er sagte, die Inflation sei „immer noch zu hoch“ und der jüngste Anstieg entferne lediglich eine „Dosis Lockerung“.
Diese Formulierung ist von Bedeutung. Eine „Dosis Lockerung“ bedeutet, dass die bisherige Lockerung der Fed reduziert wurde, deutet aber auch darauf hin, dass die Politik noch nicht restriktiv genug ist. Es könnten weitere Erhöhungen folgen.
Die Kombination aus den Zinsprognosedaten und Warshs Tonlage überzeugte Goldman, seine Meinung zu ändern.
The Traders‘ Position
Händler sehen eine Wahrscheinlichkeit von etwas mehr als 50 % für eine weitere Erhöhung um 25 Basispunkte im Oktober ein. Diese Zahl spiegelt die Unsicherheit des Marktes über das nächste Vorgehen der Fed wider.
Goldmans Prognose liegt nun vor. Die Bank ging zuvor von einer Erhöhung im September gefolgt von einer Pause aus. Ihre neue Einschätzung ist eine Erhöhung im Oktober.
| Prognose | Datum | Basis |
|---|---|---|
| Goldmans vorherige Einschätzung | September | Erhöhung im September gefolgt von einer Pause |
| Goldmans neue Einschätzung | Oktober | Zinserhöhung im Oktober |
| Händler | Oktober ( | Etwas mehr als 50-prozentige Wahrscheinlichkeit ( |
Der Bitcoin-Kontext (
Bitcoin wird bei 76.260 US-Dollar gehandelt, was einem Anstieg von lediglich 0,5 % innerhalb von 24 Stunden entspricht. Die Kryptowährung hat seit der Entscheidung der Fed gemischte Ergebnisse gezeigt. (
Die Kursentwicklung ist bescheiden. Ein Anstieg von 0,5 % über einen Zeitraum von 24 Stunden ist ein geringer Zuwachs. (
Warum Goldman geändert hat (
Goldmans Kurswechsel ist bemerkenswert, da es sich um eine direkte Kehrtwende handelt. Die Bank ging von September zu Oktober über und tat dies als Reaktion auf die eigenen Daten der Fed und die öffentlichen Kommentare von Warsh. (
Der Schritt zeigt, wie schnell Banken ihre Prognosen anpassen können, wenn neue Informationen eintreffen. Goldman sah die aktualisierten Zinsprognosen und hörte Warshs hawkish-Töne. Es änderte seine Meinung entsprechend. (
Was dies für Investoren bedeutet (
Die Prognoseänderung ist relevant für alle, die dollar-denominierte Vermögenswerte halten. Ein höheres Zinsumfeld verändert die Kreditkosten und die Rendite auf Ersparnisse. (
Für Bitcoin-Investoren ist das Bild unklarer. Die Performance der Kryptowährung war seit der Entscheidung der Fed gemischt. (
Die 50-prozentige Wahrscheinlichkeit einer weiteren Erhöhung im Oktober ist ein Warnsignal. Händler berücksichtigen keine Gewissheit, und der Markt ist gespalten. )
The Bottom Line
Goldmans Ausrichtung ist ein Signal dafür, dass der Straffungszyklus der Fed möglicherweise weitergeht. Die Bank sieht eine weitere Erhöhung im Oktober voraus, und ihre Argumentation stützt sich auf die eigenen Daten der Fed und die öffentlichen Kommentare von Warsh.
Der Markt ist geteilt, ob das passieren wird. Händler bewerten die Wahrscheinlichkeit mit knapp über 50 %, was einen knappen Spielraum darstellt.
Die Prognose ist keine Garantie. Es handelt sich um eine Vorhersage auf der Grundlage aktueller Informationen. Die Fed hat ihre nächste Maßnahme noch nicht bekannt gegeben, und nichts ist endgültig, bis dies geschieht.
Die Geschichte ist einfach: Goldman hat seine Meinung geändert. Die Gründe waren klar. Der Markt wartet darauf zu sehen, in welche Richtung sich die Fed bewegt.
Das nächste Treffen wird dies klären. Bis dahin dient die Prognose als Erinnerung daran, dass selbst die größten Banken ihre Positionen ändern können, wenn sich die Fakten ändern.
Hier ist die Reihenfolge der Ereignisse, die zu Goldmans Ausrichtung geführt haben:
- Die Fed erhöhte ihren Referenzzinssatz um 25 Basispunkte auf einen Zielbereich von 3,75 % bis 4,00 % am Mittwoch.
- Vorsitzender Kevin Warsh sagte, die Inflation sei „immer noch zu hoch“ und die jüngste Erhöhung habe lediglich eine „Dosis Lockerung“ aufgehoben.
- Goldman Sachs hat seine Prognose von einer Erhöhung im September, gefolgt von einer Pause, auf eine Erhöhung im Oktober angepasst.
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