Die Abstimmung am Dienstag führte dazu, dass der Senat den Clarity Act nicht vorankommen ließ, was bedeutet, dass die US-Kryptoindustrie weiterhin auf einen umfassenden bundesstaatlichen Rahmen wartet. Die Rollen der SEC und der CFTC sind demnach ungeklärt, was der Branche eine unsichere Zukunft vorzeichnet.
Die Abstimmung und ihre Folgen
Ohne den Clarity Act setzen die SEC und die CFTC ihre Geschäfte mit überschneidender Zuständigkeit für den Kryptomarkt fort, was die Branche ohne ein einheitliches Regelwerk für digitale Vermögenswerte zurücklässt. Der Act hätte klargestellt, welche Behörde welchen Teil des Marktes reguliert.
Die Abstimmung könnte Kapital, Talent und Innovation in Überseemärkte mit klareren Vorschriften lenken, sagten einige Branchenführer. Die USA und Großbritannien gehören zu den wenigen großen globalen Finanzzentren ohne klare Regeln für die Branche; die vollständigen Regeln Großbritanniens treten erst nächstes Jahr in Kraft.
Wer profitiert vom Scheitern?
Der Chef von Gate, Lin Han, hat die wahrscheinlichen kurzfristigen Gewinner benannt: Anbieter von Dienstleistungen für digitale Vermögenswerte mit Lizenzen in inländischen, regulierten Märkten. Dies deutet auf Börsen und andere Unternehmen hin, die ihre Geschäfte an Orte verlegen, wo die Regeln festgelegt sind.
Stefan Muehlbauer, Leiter der US-Regierungsbeziehungen bei CertiK, sagt, die wahren Leidtragenden seien die amerikanische Öffentlichkeit und die heimische Technologiebranche. Er argumentiert, dass die Nutznießer ausländische Krypto-Zentren, Akteure des Schattenmarktes und ausländische Nationen wie Asien und Europa seien, die unter klaren, feststehenden Vorschriften schnell Boden gewinnen.
Was bleibt auf dem Tisch?
Kurzfristige Anweisungen könnten aus den Regeln der SEC und der CFTC hervorgehen, doch Gesetzgebung ist unerlässlich, um Verbraucher zu schützen und die Wettbewerbsfähigkeit des Landes zu erhalten. Die Abstimmung verlängert die Unsicherheit über die US-Marktstruktur und wie digitale Vermögenswerte behandelt werden.
Gracy Chen, CEO von Bitget, sagte, sie würde es nicht als einen plötzlichen Umschwung des Volumens von den USA nach Asien aufgrund einer einzigen Abstimmung betrachten. Matt Hougan, Chief Investment Officer bei Bitwise Asset Management, beschrieb die gescheiterte Abstimmung als eher eine kleine Hürde als einen unüberwindbaren Hindernis.
Tom Farley, der CoinDesk’s Muttergesellschaft Bullish leitet, argumentierte, dass dauerhafte Gesetze mehr Sicherheit in den Bereich digitaler Vermögenswerte bringen würden, obwohl er gleichzeitig darauf hinwies, dass Behörden schneller bei der Festlegung von Regeln vorgehen könnten. Nilmini Rubin, Leiterin der Politikabteilung bei Hedera, antwortete, dass die Abstimmung nicht das Ende des legislativen Ansturms markiere und dass die Gesetzgeber echte Zeit und Mühe in die Prüfung der zugrunde liegenden Technologie investiert hätten.
Solange der Markt an klaren Regeln mangelt, sagte Rubin, bleibe die Wettbewerbsfähigkeit der USA gefährdet.
Das Internationale Bild
Die EU hat ihre Regeln für digitale Vermögenswerte (MiCA) im Jahr 2023 verabschiedet und sie im Juli vollständig in Kraft gesetzt. Asiatische Börsen arbeiten nun an eigenen Rahmenwerken für digitale Vermögenswerte.
Die börsennotierte Gesellschaft Coinbase Global spürte die Auswirkungen ihrer eigenen Reaktion, die sich auf in den USA tätige Anbieter von Infrastruktur für Kryptowährungen auswirkte. CoinDesks jährliches Gipfeltreffen zu Politik und Regulierung findet am 22. September in Washington, D.C. statt.
Was das für die Branche bedeutet
Unternehmen sehen sich einem fragmentierten Regulierungsbild in Bezug auf die künstliche Intelligenz gegenüber, da der Clarity Act nicht verabschiedet wurde. Ohne bundesweite Richtlinien müssen sie eine Mischung aus Landesgesetzen und Behördeninterpretationen bewältigen. Dieses Fehlen von Einheitlichkeit schafft Probleme für Unternehmen, die auf eine stabile regulatorische Umgebung angewiesen sind, um ihre Geschäftstätigkeit aufzubauen und auszubauen.
Die Regulierung durch die SEC und die CFTC kann einige Lücken schließen, ersetzt aber keine tatsächliche Gesetzgebung. Das Ergebnis der Abstimmung zeigt, wie schwierig es ist, ein bundesgesetz für Kryptowährungen zu verabschieden.
Talente und Kapital könnten sich in Richtung ausländischer Märkte verlagern, da diese Jurisdiktionen schneller vorankommen.
Der Weg vor uns
Der legislative Ansturm endet nicht mit einer einzigen Abstimmung. Die politischen Entscheidungsträger haben erhebliche Zeit und Mühe in die Prüfung der zugrunde liegenden Technologie investiert, und das Thema zeigt keine Anzeichen eines Verschwindens.
Aber die Zeit läuft ab. Die vollständigen Regeln für Kryptowährungen im Vereinigten Königreich treten erst nächstes Jahr in Kraft, und das MiCA-Regime der Europäischen Union läuft bereits. Die USA haben die Chance, ihre eigenen Regeln festzulegen, müssen aber handeln.
Washington ist gescheitert, der Industrie klare Vorgaben zu machen, und die Abstimmung hat diese Situation noch verschärft anstatt sie zu verbessern. Aber die Niederlage signalisiert nicht das Ende des Bemühens um einen bundesweiten Rahmen; diese Anstrengung wird fortgesetzt.
Wesentliche Fakten: – Der Senat konnte den Clarity Act am Dienstag nicht verabschieden – Die vollständigen Regeln für Krypto im Vereinigten Königreich treten erst im nächsten Jahr in Kraft – MiCA wurde im Juli in der EU vollständig wirksam – CoinDesks Gipfel zu Politik und Regulierung findet am 22. September in Washington, D.C. statt.
Die Position der Zeitung
Die Zeitung befürwortet einen schlanken, zielgerichteten Ansatz zur Regulierung von Krypto, der vor direktem Schaden schützt und kleine Unternehmen nicht ausschließt, und ist gegen jeden bundesweiten Rahmen, der den Markt den größten Unternehmen überlässt. Das Scheitern der Verabschiedung des Clarity Act lässt die SEC und die CFTC mit überlappender Zuständigkeit zurück, und die US-amerikanische Krypto-Industrie ohne ein einheitliches Regelwerk.
Die Abstimmung lässt die Industrie ohne ein einheitliches Regelwerk zurück, und die SEC und die CFTC behalten ihre überlappende Zuständigkeit. Diese fragmentierte Landschaft schafft Probleme für Unternehmen, die auf ein stabiles regulatorisches Umfeld angewiesen sind, um ihre Geschäftstätigkeit aufzubauen und auszuweiten. Das Scheitern treibt auch Kapital und Talent in Überseemärkte mit klareren Vorschriften, was kleinere US-amerikanische Unternehmen ausschließen könnte, die es sich nicht leisten können, im Ausland zu konkurrieren.
Die vollständigen Krypto-Regeln des Vereinigten Königreichs treten erst im nächsten Jahr in Kraft, und das MiCA-Regime der Europäischen Union ist bereits in Betrieb. Die USA haben die Chance, ihre eigenen Regeln festzulegen, aber sie müssen handeln, bevor andere Märkte die Führung übernehmen. Der legislative Vorstoß endet nicht mit einer einzigen Abstimmung; die politischen Entscheidungsträger haben bereits erhebliche Zeit und Mühe in die Untersuchung der zugrunde liegenden Technologie investiert.
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