Die Vereinten Nationen setzen auf Google, um die weltweit umfassendste Datenbank für offizielle Statistiken zu werden. Die UN gab am Donnerstag bekannt, dass sie mit Google am UN System Data Commons zusammenarbeitet, einer Plattform, die auf der Open-Source-Software Data Commons von Google basiert. Das Projekt ersetzt das UNData-Portal, das eine traditionelle Datenbankoberfläche erforderte.
Die UN hat ihre umfangreiche Sammlung offizieller Statistiken unter einem Standard namens Model Context Protocol (MCP) zusammengefasst, der es KI-Systemen ermöglicht, direkt auf externe Datenquellen zuzugreifen. 26 UN-Organisationen haben sich dem Data Commons angeschlossen, und Daten von fast 20 werden bei der Einführung verfügbar sein. Das erklärte Ziel der Organisation ist es, bis 2027 80 % ihrer statistischen Datensätze auf die Plattform zu bringen.
Der Präzisionstest
Vor der Ankündigung ließ UNICEF KI-Modelle anhand eigener Daten testen, wie präzise sie Fragen beantworten konnten. Der Test setzte sechs große Sprachmodelle gegeneinander an und bewertete ihre Leistung bei mehr als 133.000 Antworten im Zusammenhang mit globalen Entwicklungsindikatoren. Der durchschnittliche Präzisionswert betrug 21,2 %.
Zu den getesteten Modellen gehörten OpenAI’s GPT-4o und GPT-4o-mini, Anthropic’s Claude Sonnet 4.5 und Haiku 4.5 sowie Google’s Gemini 2.5 Flash und Gemini 2.0 Flash. Etwa drei von fünf Antworten lieferten keine verwertbare Zahl, oft weil die Modelle ihre Antworten zögerten. Wenn dieselben Fragen erneut auf derselben Modellversion etwa zwei Tage später gestellt wurden, lieferten Modelle, die jedes Mal eine Zahl angaben, nur etwa die Hälfte der Male dieselbe Zahl.
Dieses Forschungspapier ist ein Arbeitsdokument von UNICEF, das noch nicht von unabhängigen Experten begutachtet wurde. Es wird derzeit für die Veröffentlichung in einer Fachzeitschrift vorbereitet. Die Methodik, der Code und die Daten dahinter werden separat zur Verfügung gestellt.
Die Daten hinter der Tür
Die Datenwebsite von UNICEF verzeichnet monatlich mehr als 6 Millionen Besuche und gehört zu den beliebtesten Seiten der Organisation. Die Verweise von Nutzern, die auf Links in ChatGPT-Antworten zur Seite klicken, stiegen zwischen dem 1. Januar und dem 14. September um 67 % im Jahresvergleich. KI-Assistenten machen insgesamt jetzt etwa ein Neuntel der Besuche der Website aus.
Ein KI-System, das über MCP mit UN-Daten verknüpft ist, kombinierte Zahlen zu HIV-Infektionen, AIDS-Todesfällen und Lebenserwartung in einer einzigen visuellen Darstellung, die zeigt, wie die U.S. Präsidenten-Notfallhilfe für AIDS Auswirkungen auf Afrika hat.
Wer baut was
Google.org stellte 2 Millionen Dollar an Kapazitätsaufbau-Finanzierung und technische Unterstützung bereit, um die Kerninfrastruktur der Plattform aufzubauen. Prem Ramaswami, der Googles Data Commons Team leitet, sagte, das System werde auf einer von der UN verwalteten Instanz gehostet und soll letztendlich unabhängig von der UN gewartet, betrieben und skaliert werden.
Shantanu Mukherjee, der die UN-Statistikabteilung interimistisch leitet, beschrieb die Plattform als „um Größenordnungen fortschrittlicher in Bezug auf Umfang, Reichweite und Flexibilität“.
Ramaswami warnte vor „Modellen, die Nuancen falsch interpretieren können“, und er sagte, eine Person sollte KI-Ausgaben immer überprüfen, bevor sie zitiert oder veröffentlicht.
Der Ablauf des Projekts
Die Anordnung folgt einer klaren Reihenfolge:
- Google baut die Kerninfrastruktur mit 2 Millionen Dollar an Finanzierung auf.
- Das System läuft auf einer von der UN verwalteten Instanz.
- Die UN beabsichtigt, die Plattform unabhängig zu warten, zu betreiben und zu skalieren.
Der UNICEF-Genauigkeitstest demonstriert den Umfang des Problems. Sechs Modelle waren beteiligt, mit 133.000 generierten Antworten, und die durchschnittliche Genauigkeit betrug 21,2 %. Diese Zahlen sind bei weitem nicht beruhigend. Sie signalisieren, was KI derzeit mit offiziellen Daten leisten kann, was erklärt, warum die UN schnell davor arbeite, ihre Daten zugänglicher zu machen.
Der UN Data Commons nimmt seinen Betrieb mit fast 20 Datensätzen auf, die bereits bereitgestellt wurden. Das erklärte Ziel ist es, bis 2027 80 % der statistischen Datensätze der UN zugänglich zu machen. Es bleibt ungewiss, ob die UN diesen Termin erreichen oder das System ohne fremde Hilfe betreiben kann.
Wo die Zeitung steht )
Die Zeitung unterstützt die UN-Initiative, ihre offiziellen Statistiken für KI-Systeme maschinenlesbar zu machen, und ist gegen jegliches Lizenzsystem, das heutige Führungskräfte in Position halten und kleinere Unternehmen ausschließen würde. Der MCP-Standard, der es KI-Systemen ermöglicht, direkt auf externe Datenquellen zuzugreifen, ist ein Schritt zur Öffnung des umfangreichen Statistikbestands der UN für Entwickler, ohne dass diese kostspielige regulatorische Hürden überwinden müssen.
Der UNICEF-Genauigkeitstest zeigt die Grenzen aktueller Modelle auf: 21,2 % korrekt bei 133.000 Antworten, mit vielen Einschränkungen und inkonsistenten Ergebnissen, wenn dieselben Fragen erneut gestellt wurden. Das ist kein Grund, die Entwicklung zu verlangsamen, sondern ein Grund, mit wachen Augen voranzugehen.
Die 2 Millionen Dollar von Google.org sind ein beträchtlicher Betrag, aber das Design sieht vor, dass die UN die Wartung und Skalierung selbst übernimmt. Die Zeitung möchte sehen, dass das geschieht, anstatt dass die UN auf die Unterstützung eines Technologiekonzerns für den laufenden Betrieb angewiesen ist.
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