Guy Moshe inszeniert The Fix, einen Thriller über eine Gruppe von in Ungnade gefallenen CIA-Agenten, die nach Teheran reisen, um eine Rechnung zu begleichen. Der Film will spannend sein, doch er tauscht immer wieder Spannung gegen Spektakel ein, und dieser Tausch zahlt sich nie wirklich aus.
Trailer, via Briarcliff Entertainment.
Die Prämisse
Die Geschichte folgt einem Team ehemaliger CIA-Agenten, die vom Krieg in Afghanistan desillusioniert sind. Sie sind in Ungnade gefallen, kriegsgezeichnet und auf der Suche nach einem letzten großen Zahltag. Sie reisen nach Teheran mit einem Plan, ein Ziel auszuschalten, das ihr Leben verändert hat.
Zachary Levi spielt Tucker, den leitenden Agenten. Liam Neeson tritt als Larry auf, und Wes Chatham spielt Alex. Titus Welliver rundet die Gruppe als James ab. Navid Negahban erscheint als Qasim, und Annet Mahendru spielt Sophie. Die Besetzung ist solide, doch das Drehbuch gibt ihr nicht viel, womit sie arbeiten könnte.
Spektakel statt Substanz
Moshe und der Co-Drehbuchautor Mark Bacci bauen eine Welt auf, die gefährlich aussieht, doch sie bauen keine Einsätze auf. Der Film ist in seinem Kern hohl, eine Maschine, die darauf ausgelegt ist, Set-Pieces zu liefern, statt eine Geschichte, die sie rechtfertigt. Das Publikum kann sehen, wie die Zahnräder sich drehen.
Kritiker waren von The Fix enttäuscht und nannten ihn ein hohles Action-Vehikel, das Substanz gegen Spektakel eintauscht. Diese Lesart hält stand. Der Film ist voller Schüsse, Verfolgungsjagden und Explosionen, doch nichts davon fühlt sich verdient an.
Das Problem ist nicht die Action selbst. Das Problem ist, dass die Action immer lauter ist als die Figuren. Tucker und sein Team sprechen über Rache und Gerechtigkeit, doch der Film lässt das Publikum nie fühlen, warum diese Dinge wichtig sind. Die Rechnung wird beglichen, doch der Film erklärt nie, was die Rechnung bedeutet.
Was funktioniert
Es gibt Momente, in denen der Film fast gut wird. Der Schauplatz Teheran wird mit einem Gefühl des Grauens dargestellt, das in dieser Art von Film selten ist. Die Schauspieler sind alle fähig, und insbesondere Neeson bringt eine müde Intensität in Larry, die einige Szenen aufwertet.
Doch die Beinahe-Treffer sind wenige. Die Laufzeit des Films beträgt 142 Minuten, und sie dehnt die Geschichte dünner aus, als sie es verdient. Das Tempo sackt in der Mitte ab, und der letzte Akt hetzt durch seinen Höhepunkt, ohne dem Publikum eine Chance zu geben, sich zu kümmern.
Ranking The Elements
- Die Prämisse: stark, aber an einem hohlen Drehbuch verschwendet.
- Der Schauplatz: atmosphärisch, aber unzureichend genutzt.
- Die Besetzung: fähig, aber unterentwickelt geschrieben.
- Die Action: laut, aber hohl.
- Die Auflösung: dünn, überstürzt und unbefriedigend.
Die Publikumswertung des Films liegt bei 9,0/10 aus 4 TMDB-Stimmen, während Metacritic ihn mit 37/100 bewertet. Diese Zahlen passen nicht zusammen, und das gilt auch für den Film selbst. Die Publikumsabstimmung deutet auf ein Publikum hin, das das Spektakel genossen hat, während die Kritikerwertung einen Film widerspiegelt, der sein Versprechen nie eingelöst hat.
Das Einspielergebnis erzählt dieselbe Geschichte. Mit nur 913.840 Dollar Einnahmen hat der Film kommerziell kaum Beachtung gefunden. Das ist nicht überraschend, denn ein Film, der Substanz gegen Spektakel eintauscht, schafft es oft nicht, die Zuschauer auf einer tieferen Ebene zu erreichen.
Das Urteil
The Fix ist eine Enttäuschung. Er hat das Zeug zu einem straffen, spannungsgeladenen Thriller, doch er entscheidet sich fast durchgehend für Spektakel statt für Substanz. Das hohle Action-Vehikel, das die Kritiker beschrieben haben, ist genau das, was der Film liefert.
Der Ehrgeiz des Films ist sichtbar, doch seine Umsetzung ist ungleichmäßig. Die Prämisse ist stark, die Besetzung ist talentiert, und der Schauplatz ist atmosphärisch. Nichts davon ergibt einen befriedigenden Film.
37/100.
Das Notizbuch abonnieren.
Die besten Geschichten des Tages und jedes neue Urteil, in klarem Deutsch, um sieben im Postfach. Eine Mail am Tag, nicht mehr.





