„Like, la Leyenda“ lief in 97 Folgen auf Las Estrellas, vom 10. September 2018 bis zum 22. Januar 2019, und baute seine gesamte erste Staffel auf einem einzigen scharfen Witz auf: einer Schule, die sich modern nennt und nach den ältesten Regeln überhaupt funktioniert. Pedro Damián schuf sie. Das Life Institute of Knowledge and Evolution – LIKE – ist der Schauplatz, und die Kluft zwischen seiner Broschüre und seinen Fluren ist der Motor.
The Life Institute of Knowledge and Evolution
Die Prämisse wird klar dargelegt. LIKE ist eine „prestigeträchtige und kosmopolitische Bildungseinrichtung mit einem angeblich modernen und offenen Bildungssystem, die in Wirklichkeit aber zutiefst traditionell und schematisch ist“. Das ist die ganze These der Serie in einem Satz, und sie bleibt ihr treu. Die Genres Drama und Seifenoper erledigen den Rest.
Antonia De Haro und Ulises Reyes
Roberta Damián spielt Antonia De Haro, und Mauricio Abad spielt Ulises Reyes. Um sie herum ist die Besetzung breit gefächert: Macarena García als Machu Salas, Santiago Achaga als Claudio Meyer, Alejandra Müller als Emilia Ruiz Ayala, Carlos Said als León Rubio, Anna Iriyama als Keiko Kobayashi, Víctor Varona als Silverio Gil, Christian Chávez als Gabriel Rey „Gabo“, Óscar Schwebel als Humberto del Águila Ramírez, Candela Márquez als Candela und Gina Castellanos als Victoria.
Eine Seifenoper mit einem Anliegen
97 Folgen sind viel Raum, und die Serie nutzt ihn, wie eine Seifenoper es sollte – die Institution ist der Antagonist, nicht eine einzelne Person. Die jungen Leute, die dort interniert sind, sind die Geschichte. Die Erwachsenen, die LIKE leiten, sind das System, gegen das sie ankämpfen.
Was die Bewertung sagt
Die Publikumswertung bei TMDB liegt bei 7,8 von 10, aus 502 Stimmen. Das ist eine solide Zahl für eine Serie, die nie vorgab, subtil zu sein. Es ist keine perfekte Wertung, und das sollte es auch nicht sein. Der beste Trick der Serie ist zugleich ihre Grenze: Wenn man einmal gesagt hat, dass die Schule eine Lüge ist, hat man das meiste gesagt, was man zu sagen hat.
Wo die Serie landet
Die Schwäche ist strukturell. Eine so saubere Prämisse neigt dazu, dass ihr die neuen Blickwinkel ausgehen, bevor die Folgenzahl es tut, und 97 Folgen sind eine lange Zeit, um immer wieder frische Wege zu finden, dieselbe wahre Sache zu sagen. Die Besetzung ist groß genug, um das zu tragen, und das Seifenopernformat gibt jeder Figur Raum. Das ist der Handel.
Die Erfahrungen einer Gruppe junger Menschen, die am Life Institute of Knowledge and Evolution (LIKE) interniert sind, einer renommierten und kosmopolitischen Bildungseinrichtung mit einem angeblich modernen und offenen Bildungssystem, das in Wirklichkeit aber zutiefst traditionell und schematisch ist.
Das Urteil über LIKE
Entscheidend ist hier das Ziel. „Like, la Leyenda“ zielt auf die Kluft zwischen dem, was Institutionen versprechen, und dem, was sie tun, und trifft sie. Was stört, ist die Länge – ein strafferer Ablauf hätte die Aussage geschärft. So wie es steht, ist die Show überzeugend genug, und die Publikumswertung spiegelt das wider.
7,8 von 10.
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