Netflix‘ „Love, Death & Robots“ startete am 15. März 2019 als Animations-Anthologie für Erwachsene, in der jeder Kurzfilm mit Liebe, Tod oder Robotern zu tun hat. Tim Miller schuf sie. David Fincher half bei der Produktion. Das Konzept entstand aus einem abendfüllenden „Heavy Metal“-Reboot, an dem die beiden Männer elf Jahre lang zu arbeiten versuchten.
Trailer, via Netflix.
Elf Jahre Entwicklungsprobleme
Dieser Film kam nie zustande. Rechteprobleme und ein Mangel an Studios, die bereit waren, ihn zu finanzieren, hielten das Projekt auf. Netflix griff die Idee schließlich auf und veröffentlichte sie stattdessen als Serie.
Die Serie umfasst inzwischen 45 Episoden in vier Staffeln, wobei die letzte Charge am 15. Mai 2025 erscheint. Blur Studio produziert sie, doch die einzelnen Episoden stammen von Animationsstudios aus aller Welt. Diese internationale Streuung ist der Motor des Ganzen.
Die meisten Episoden stammen von Philip Gelatt
Philip Gelatt schrieb die meisten Episoden, und die meisten adaptieren bestehende Kurzgeschichten. Die Kurzfilme umfassen Komödie, Horror, Science-Fiction und Fantasy. Über die drei Themen im Titel hinaus gibt es keine inhaltlichen Verbindungen zwischen ihnen.
Eine Ausnahme sticht hervor. „Three Robots“ aus Staffel 1 bekam eine Fortsetzung in Staffel 3, „Three Robots: Exit Strategies“. Das ist der einzige Faden, den die Serie je weitergesponnen hat.
Vier Produzenten, keine gemeinsame Kontinuität
Miller fungiert als Showrunner und Produzent neben Joshua Donen, David Fincher und Jennifer Miller. Das Konzept ist geradlinig: unterschiedliche Besetzungen, unterschiedliche Teams, unterschiedliche visuelle Stile, nichts, was konsistent gehalten werden müsste.
Diese Freiheit ist das beste Argument der Serie. Sie ist zugleich ihr größtes Problem.
Animationsstile ändern sich, die Qualität hält nicht stand
Die Kritiken waren positiv, wobei das Voice-Acting, das Sounddesign und die Weigerung, sich auf einen einzigen Animationsstil festzulegen, gelobt wurden. Die Serie hat mehrere Auszeichnungen bei den Primetime Creative Arts Emmy Awards gewonnen.
Diese Siege sind verdient. Das Handwerk ist selten das Problem.
Die Trefferquote steigt nie
Eine Anthologie steht und fällt mit ihrer Beständigkeit, und „Love, Death & Robots“ hat das nie gelöst. Ein starker Kurzfilm steht neben einem dünnen, und die dünnen verlassen sich auf Schock statt auf Geschichte. Die Erwachseneninhalte und die schwarze Komödie sind Verkaufsargumente, nicht Substanz.
Die Struktur garantiert dies. Wenn jede Episode bei null beginnt, trägt nichts den Zuschauer durch einen schwachen Beitrag. Jeder Kurzfilm muss seine Laufzeit allein verdienen.
Warum selektives Sehen besser ist als Binge-Watching
Zieht man dieses Muster über vier Staffeln und 45 Episoden, hält es stand. Die besten Folgen rechtfertigen das Format. Der Rest wirft die Frage auf, wie eine straffere Staffel aussehen würde.
„Love, Death & Robots“ ist es wert, selektiv gesehen zu werden, nicht der Reihe nach. Für eine Serie, die auf dem Versprechen aufbaut, dass jede Episode ihre eigene Welt ist, ist das eine echte Einschränkung.
6,5 von 10.
Die Zahlen
- Wertung: 6,5/10 (Metacritic: 65/100)
- Erschaffen von: Tim Miller
- Sender: Netflix
- Staffeln: 4; Folgen: 45
- Erstausstrahlung: 15.03.2019; Letzte Ausstrahlung: 15.05.2025
- Genres: Animation, Science-Fiction & Fantasy
- Produzenten: Tim Miller, Joshua Donen, David Fincher, Jennifer Miller
- Emmy-Auszeichnung: Primetime Creative Arts Emmy Awards
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