Peter Jackson hat ein Denkmal aus Filmstreifen errichtet, und es funktioniert größtenteils. The Beatles: Get Back läuft fast acht Stunden über drei Episoden auf Disney+ und verdient fast jede einzelne Minute davon. Das ist keine polierte, saubere Version der Band. Es ist ein Blick von der Fliege an die Wand, wie vier Männer versuchen, ein Album aufzunehmen, die ganze Nacht streiten und entscheiden, ob sie überhaupt weiterspielen wollen.
Jackson hat das Filmmaterial aus über 60 Stunden ungesehenem Material zusammengestellt, ein Großteil davon wurde für die ursprüngliche Dokumentation von 1970 gedreht. Diese ursprüngliche Dokumentation wurde von Michael Lindsay-Hogg inszeniert. Jackson behandelt sein eigenes Projekt als Ergänzung, nicht als Ersatz, und diese Demut zeigt sich im Schnitt. Er lässt die Kameras laufen, lässt die Auseinandersetzungen geschehen und lässt die Magie durchscheinen, wenn die Band schließlich spielt.
Trailer, über Disney.
Das Filmmaterial
Das Filmmaterial stammt aus einer 21-tägigen Studiozeit, wobei jede Episode ungefähr eine Woche abdeckt. Das bedeutet, dass die Serie die Band durch einen vollständigen Zyklus von Aufnahmesitzungen, Proben und dem berühmten Konzert auf dem Dach in Londons Savile Row verfolgt. Zum ersten Mal erscheint die vollständige Performance in ihrer Gesamtheit.
Die Serie wird von Paul McCartney, Ringo Starr, Yoko Ono und Olivia Harrison ko-produziert und wurde am 25. November 2021 mit drei aufeinanderfolgenden täglichen Veröffentlichungen gestartet. Ein Teil davon, mit dem Titel The Beatles: Get Back – The Rooftop Concert, erlebte eine Kinopremiere in IMAX-Kinos in zahlreichen US-amerikanischen Städten am 30. Januar 2022, gefolgt von internationalen Veröffentlichungen zwischen dem 11. und 13. Februar 2022 und auf DVD und Blu-ray am 12. Juli 2022.
Der Prozess der Band
Das Herzstück der Serie ist die kreative Spannung zwischen den vier Mitgliedern. John Lennon, Paul McCartney, George Harrison und Ringo Starr werden alle in offenen, manchmal unangenehmen Momenten gefilmt. Die Kameras fangen die Band ab, wie sie über Arrangements diskutiert, Witze rausräuselt und gelegentlich eine scharfe Kante zwischen ihnen entsteht.
Die Serie behandelt auch die Entstehung des Albums Let It Be von 1970, das den Arbeitstitel Get Back trug. Dieser Titel steht nun im Mittelpunkt des Projekts, sowohl als ursprünglicher Name des Albums als auch als Titel der eigenen Serie.
Was funktioniert
Jacksons Ansatz zahlt sich auf verschiedene Weise aus:
- Die Rohheit des Filmmaterials vermittelt dem Zuschauer den Eindruck, dabei zu sein.
- Der Schnitt hält zusammen, trotz der ausufernden Länge.
- Die Dachperformance bleibt das Zentrum, zum ersten Mal in ihrer Gesamtheit inszeniert.
Einige Zuschauer werden die Laufzeit erschöpfend finden, und die Serie stützt sich stark auf digitale Glättungseffekte, um das alte Filmmaterial zu bereinigen. Das sind berechtigte Kritikpunkte, aber sie untergraben nicht das Kernergebnis.
Die Dachperformance
Die letzte Episode baut auf die Savile Row Performance auf und kommt mit echtem Nachdruck an. Die Band spielt auf dem Dach des Gebäudes, und die Performance selbst trägt den Moment. Es ist ein echter Höhepunkt, der als der klarste Beweis dafür steht, warum die Band wichtig war.
Das Vermächtnis
Jacksons Dokumentation fügt der Mythologie Kontext hinzu. Sie zeigt die Band im Übergang, unsicher über ihre Zukunft, und dennoch fähig, einige der besten Musikstücke zu produzieren, die sie je gemacht hat. Die Serie löst die Spannung zwischen den vier Männern nicht auf, sondern erfasst sie vollständig.
Jackson nennt die Serie „eine Dokumentation über eine Dokumentation“, und diese Einordnung passt. Es ist eine Aufzeichnung einer Aufnahme, und sie behandelt beide mit gleicher Sorgfalt.
Die Kritik ist überwiegend positiv, obwohl einige Rezensenten die Laufzeit und die digitalen Effekte bemängelten. Diese Bedenken sind berechtigt, aber sie sind geringe Beschwerden gegen einen großen Erfolg.
The Beatles: Get Back ist ein Meilenstein in der Musikdokumentation. Sie ist lang, gelegentlich chaotisch und völlig unerlässlich.
Der folgende Vergleich zeigt, wie sich die Serie im Vergleich zur Originaldokumentation von 1970 schlägt:
| Element (Element) | Original 1970 Documentary (Original-Dokumentation von 1970) | The Beatles: Get Back (The Beatles: Get Back) |
|---|---|---|
| Director (Regisseur) | Michael Lindsay-Hogg (Michael Lindsay-Hogg) | Peter Jackson (Peter Jackson) |
| Status (Status) | Original documentary (Original-Dokumentation) | Supplementary series (Ergänzende Serie) |
| Footage basis (Grundlage für das Filmmaterial) | Aufnahmen und Tonmaterial, das für den Dokumentarfilm von 1970 erfasst wurde | Mehr als 60 Stunden bisher unveröffentlichtem Material |
| Laufzeit (Runtime) | Nicht angegeben (Not specified) | Fast acht Stunden, drei Episoden (Nearly eight hours, three episodes) |
| Veröffentlichungsformat (Release format) | Nicht angegeben (Not specified) | Disney+-Serie, sowie IMAX-Kinoauswertung und DVD/Blu-ray (Disney+ series, plus IMAX theatrical release and DVD/Blu-ray) |
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