Disney+ hat Wonder Man abgesetzt, obwohl die Serie die Zuschauer bei einer Rate über dem üblichen Schwellenwert der Plattform für Verlängerungen bei der Stange hielt. Ein neuer Bericht der Zuschauerdatenfirma Luminate besagt, dass die Marvel-Serie eine Bindungsrate von 52 % aufwies, was sie in der sicheren Zone hätte platzieren sollen. Stattdessen zog das Unternehmen den Stecker, und der Bericht von The A.V. Club deutet darauf hin, dass ein Überangebot an Marvel-Serien wahrscheinlich der Grund dafür war.
Shows auf Disney+ müssen typischerweise 36 % der Zuschauer halten, um eine wahrscheinliche Verlängerung auszulösen, so Luminate. Es gibt auch eine „sichere Zone“ von 48 %. Wonder Man übertraf beide Werte. Seine Bindungsrate von 52 % bedeutete nicht, dass die Leute das Anschauen eingestellt hatten. Es waren einfach zu viele Marvel-Serien, um sie alle laufen zu lassen.
Um es fair zu machen, verlängerte Disney die Serie zunächst. Das Schwert fiel erst Monate später, was Spekulationen auslöste und Yahya Abdul-Mateen II verständnislos forderte, „echte, harte Informationen“ darüber, warum die Show abgesetzt wurde. Der Luminate-Bericht bestätigt seine Verwirrung: Die Show war auf dem Papier in Ordnung.
Andere Abgesetzte Shows Mit Starken Zahlen
Wonder Man war nicht allein in dieser Kategorie. Netflix’s The Waterfront, ein Hit von 2025, der drei Wochen lang letzte Jahr die Charts des Streamers anführte, hatte eine Bindungsrate von 62 %. Das ist ein höherer Wert als der von Wonder Man, und dennoch hat er nicht überlebt.
Der Schöpfer der Show, Kevin Williamson, enthüllte später, dass die Serie diese Bindungsschwelle nicht schnell genug erreichte, um gerettet zu werden. Die Luminate-Studie weist außerdem darauf hin, dass Streaming-Shows härter für ihr Leben kämpfen als ausgestrahlte. Nur 44 % der Streaming-Titel werden verlängert, verglichen mit 65 % der ausgestrahlten Serien.
Netflix ist eher geneigt, eine Serie zu verlängern als sie auszurichten abzusetzen, so der Bericht. Der Streamer bietet auch geplante Abschlüsse an, die es den Serien ermöglichen, ihre Geschichten zu beenden, selbst nachdem sie abgesetzt wurden. Das Big N manipuliert seine Absetzraten, indem es Shows in der Schwebe hält, weder absetzt noch verlängert, wie es bei The Politician und No Good Deed der Fall ist.
Der Preis Des Streaming-Absetzens
Streamer finden allerhand Gründe, Shows abzusagen, und Budgetsteigerungen stehen ganz oben auf der Liste. Luminate schätzt, dass Shows, die über 10 Millionen Dollar pro Episode kosten, in den letzten fünf Jahren um 7 % gestiegen sind. Dieser Druck verstärkt sich, und Shows können nicht ewig durchhalten.
Die meisten Fernsehsendungen im traditionellen Rundfunkformat laufen durchschnittlich drei bis fünf Staffeln, so das Papier. Ausreißer wie South Park, NCIS und It’s Always Sunny in Philadelphia existieren zwar, sind aber Ausnahmen. Die Studie dokumentiert auch den Rückgang der produzierten Drehbuch- und Non-Scripted-Formate.
Zwischen 2022 und 2025 sanken Drehbücher von 50 % auf 42 % des gesamten Netzwerkangebots. Non-Scripted-Formate fielen von 60 % auf 40 %.
Was der Bericht eigentlich aussagt
Luminates Bericht ist voll von Informationen über das Scheitern des Kabelfernsehens, die rätselhaften Streaming-Strategien und den Rückgang der produzierten Drehbücher und Non-Scripted-Formate. Die Kernbotschaft des Berichts ist, dass Streaming schwieriger ist als Rundfunk, und Disneys Entscheidung bei Wonder Man passt zu einem Muster der Absetzung von Shows aus Gründen, die über einfache Zuschauerzahlen hinausgehen.
Der Bericht verfolgt auch, wie Streamer die Kundenbindung unterschiedlich messen. Bei Disney+ liegt der durchschnittliche „wahrscheinliche Verlängerungs-Mindestwert“ bei 36 %, mit einer „sicheren Zone“ von 48 %. Wonder Man erreichte beide Werte. Der Bericht sagt zwar nicht, warum die Sendung abgesetzt wurde, deutet aber an, dass die Marvel-Flut der wahrscheinliche Schuldige war.
Was das für Zuschauer bedeutet
Die Botschaft ist einfach: Eine Kundenbindungsrate ist keine Garantie. Eine Sendung kann alles richtig machen, und dennoch abgesetzt werden, weil die Plattform zu viele konkurrierende Projekte hat. Wonder Man hat das bewiesen. Der Bericht beweist es erneut.
Der Bericht zeigt auch, dass Streaming ein härteres Umfeld ist als Rundfunk. Es werden mehr Shows abgesetzt, aber Netflix lässt sie eher zu Ende laufen. Disney+ wählte mit Wonder Man einen anderen Weg und stellte sie ab, bevor sie natürlich enden konnten.
Die Luminate-Studie ist eine Erinnerung daran, dass die Streaming-Kriege nicht nur darum gehen, wer die meisten Abonnenten gewinnt. Es geht darum, welche Shows überleben, und die Regeln ändern sich ständig. Wonder Man bestand den Zuschauer-Test, scheiterte aber am Plattform-Test. Der Bericht dokumentiert dieses Scheitern mit Zahlen, nicht mit Meinungen.
Kennzahlenbox: – Wonder Man-Bindungsrate: 52 % – Disney+-Likelihood-Wert für Verlängerung: 36 % – Disney+-Sicherheitsbereich: 48 % – The Waterfront-Bindungsrate: 62 % – Bindungsrate im Fernsehen: 65 % – Bindungsrate beim Streaming: 44 % – Netflix geplante Produktionen: gängige Praxis, angeführt mit The Politician und No Good Deed – Serien mit einem Budget von über 10 Mio. US-Dollar pro Episode: +7 % über fünf Jahre – Produktionen mit Drehbuch sanken von 50 % auf 42 % – Produktionen ohne Drehbuch sanken von 60 % auf 40 %
Der Bericht dokumentiert ein System, das Sendungen dafür bestraft, erfolgreich zu sein. Wonder Man war erfolgreich darin, Zuschauer zu halten, und das reichte nicht aus. Der wahrscheinliche Schuldige war die Marvel-Flut, und der Bericht belegt dies mit Zahlen. Die Lektion ist einfach: Bindungsraten sind wichtig, aber sie sind nicht die ganze Geschichte.
Quelle: „Wonder Mans starke Bindungsraten reichten nicht aus, um es zu retten“, The A.V. Club.
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