Yeat, der in Kalifornien geborene Rapper-Produzent, der in den letzten paar Jahren zwischen Mainstream-Pop und dem schmutzigen Rage-Rap hin und her wechselte, der ihn berühmt gemacht hat, hat nun eine EP mit sieben Tracks namens Cocoon veröffentlicht. Sie wird als eine Rückkehr zur Form angepriesen – eine kurze, 17-minütige Reise zurück zu dem Sound, der ihn in seinen SoundCloud-Tagen vorwärtsgebracht hat. Aber die Ergebnisse sind meist fade.
Der Drake-Hook, der funktioniert
Der größte Lichtblick der EP ist der Drake-assistierte Track „MISS MY DAWG.“ Der Track erlebte seine Premiere während Drakes Film „Fear of Missing Out“ und markiert die vierte Zusammenarbeit des Duos. Auf diesem Track rappen beide Künstler über Verlust und Wachstum mit echter emotionaler Tiefe. Yeats rau klingender, maschinengewehrartiger Vortrag wirkt hungrig, eine Art Performance, die an seine frühesten Tage auf der Plattform erinnert. So überzeugend hat Yeat seit seinen frühen Tagen nicht mehr geklungen.
Matsch, Wiederholung und Migos-Nachahmung
Aber der Rest des Albums ist der Anfang der Probleme. Auf der gesamten EP verlässt sich Yeat stark auf übertriebene, sich wiederholende Reimschemata. Der Track „COCOON“ zieht insbesondere sein Migos-inspiriertes Kadenz so weit aus, bis er zur reinen Monotonie wird. Der Effekt ist keine reibungslose Entwicklung; es ist Matsch, der als Selbstbewusstsein getarnt ist.
Travis Scotts Croon
Die Frage des Einflusses schwebt über Cocoon. Das langgezogene Croon, das „EARNËD IT“ eröffnet, trägt eine unheimliche Ähnlichkeit mit etwas, das direkt von Travis Scotts Astroworld stammen könnte. Der Vergleich ist nicht schmeichelhaft. Das Posen in Yeat‘, obwohl die offensichtliche Schuldenlast des Albums auf einen etablierteren und talentierteren Künstler hindeutet.
Ein Diss mit dem Namen des anderen Künstlers
Im frühen September gingen Gerüchte um, dass Travis Scott hinter der Entfernung von Yeats Vers aus „Eaters“ von Young Thugs YSL-Kompilation Slime Language 3 steckte. Yeat antwortete mit dem, was wie ein direkter Diss gegen Scott „ON NOTHING“ wirkte. Der Track beharrt darauf, „die Grenzen zu erweitern“, doch die gesamte EP scheint aus dem Einfügen von „Travis Scott“ in einen Algorithmus konstruiert zu sein – eine intelligente Kopie, die sich nie wirklich von ihrer Vorlage befreit.
Fanservice, der auf den Boden fällt
Cocoon liest sich zudem wie Fan-Service und kehrt zum vertrauten Produkt zurück, das Yeats große Anhängerschaft zu erwarten gelernt hat. Selbst auf Tracks, die auf die aufsteigende Generation von Rage-Rap-Fans abzielen, wie die gemeinsam mit Synthetic produzierte „HOLY WATËR“, scheitert der Versuch. Die Eröffnungszeile – „Ich bin ein Holzfäller, ja, ich spalte die Rechnung“ – trägt etwas von seiner alten Absurdität in sich, doch im zweiten Vers reduziert er sich darauf, Variationen von „Ich scheiß auf alles“ zu wiederholen, als ob er glauben würde, es würde etwas bedeuten, wenn er es oft genug sagt.
Das Versprechen der Veränderung
Dieses EP präsentiert sich als Vorschlag für eine Veränderung oder einen Neuanfang, eine Vorstellung, die in Yeats Werk zunehmend häufiger auftaucht. Im Vorfeld seiner Veröffentlichung ADL im März teilte er Zane Lowe mit, dass er „definitiv versuchen würde, es zu ändern, den Jugendlichen echte Musik, echte Kunst zu geben“. Ähnlich wie dieses Album und 2093 beschäftigt sich Yeats aktuelle musikalische Beschäftigung damit, herauszufinden, wo sein Sound hingehört.
Als er zum ersten Mal auftauchte, waren seine Aufnahmen frisch, und diese Frische trug ihn durch. Obwohl seine Musik klare Merkmale der Ära trug, bot er Hörern eine ausgeprägte Version des Rage-Rap, der die frühen 2020er Jahre definierte. Heute ist die Neuheit jedoch verflogen, und seine neuere Arbeit wirkt weniger wie eine selbstbewusste Aussage und mehr wie eine Suche nach einem Gefühl der Identität.
Das Urteil
Das Album Cocoon findet einen Ausreißer inmitten eines stetigen Abstiegs in die Mittelmäßigkeit. Dieser Ausreißer ist die Drake-Zusammenarbeit, die sich über den Rest des Albums erhebt. Alles andere ist eine Mischung aus geliehenen Stimmklängen und sich wiederholenden Reimen, die weniger wie kreative Ambitionen und mehr wie Erschöpfung wirken.
Kernurteil: Meist fade Ergebnisse.
Kernfakten-Box
- EP: Cocoon — 7 Tracks, kaum 17 Minuten
- Drake-Zusammenarbeit: „MISS MY DAWG“
- Travis-Scott-Einfluss: „EARNËD IT“, „ON NOTHING“
- Vögelung: ADL (März)
- Frühere Arbeit: 2093
Vergleichstabelle
| Element | Kokon | ADL |
|---|---|---|
| Richtung | Rückkehr zum Rage-Rap | Bewegung hin zu Pop-Sounds |
| Länge | 17 Minuten | Länger |
| Lichtblick | „MISS MY DAWG“ | Nicht spezifiziert |
| Einfluss | Travis Scott | Nicht spezifiziert |
Quelle: “On ‘Cocoon’, Yeat Returns to Familiar Territory With Mostly Dull Results,” Rolling Stone.
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