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Eine vielfältige Artenzusammensetzung von Grasland kann Dürren möglicherweise besser überstehen als gleichförmige. )

Deutsche Forscherinnen und Forscher finden heraus, dass abwechslungsreiche Landschaften die Verluste von Grasland bei Trockenheit abfedern können, was Hoffnung für klimabedingt gefährdete Weiden bietet.

Von mitch·4 Min. Lesezeit
A mixed landscape of fields, forest, and wetlands surrounds a green pasture on a sunny day.

Eine deutsche Forschungsgruppe hat eine einfache Frage zur Trockenheit gestellt: halten Grünflächen in abwechslungsreichen Landschaften besser stand als solche in gleichförmigen Regionen? Die Antwort, so Forscher der Universität Bonn, ist ja – und diese Erkenntnis könnte die Art und Weise verändern, wie Landwirte über die Landnutzung während extremer Klimabedingungen denken.

Die Arbeit stammt von Marco Ferro und Dr. Jan Börner, beide vom Institut für Lebensmittel- und Ressourceneconomie (ILR) in Bonn. Sie untersuchten den Einfluss der Landschaftsvielfalt auf die Trockenheitsresistenz von Grünflächen im Rahmen des Sonderforschungsbereichs 1502 DETECT. Ihre Ergebnisse erscheinen im American Journal of Agricultural Economics.

Die Frage hinter der Studie

Die Hitzeperiode 2018 betraf Wiesen und Weiden. Die Forscher wollten wissen, ob die Form des Geländes um eine Weide herum möglicherweise Schutz bieten könnte.

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Das Team konzentrierte sich auf zwei Arten von Landschaften:

  1. Monotone Regionen.
  2. Diverse Regionen.

Die Hypothese war unkompliziert: eine gemischte Landschaft könnte mehr natürlichen Schutz, kühlere Stellen und Wasserquellen bieten, die ein gleichförmiges Feld nicht bieten kann. Die Daten mussten testen, ob diese Intuition sich bewahrheitete.

Was die Daten zeigten

Die Studie verglich die Graserträge unter Trockenbedingungen in verschiedenen Landschaften. Die Forscher missten, wie viel jede Art von Weide verlor, und schauten dann in die umliegende Region, um zu sehen, ob der Verlust in gemischten Umgebungen geringer war.

Der zentrale Befund war, dass Grünflächen in vielfältigen Landschaften weniger unter Trockenheit litten als solche in monotonen Regionen. Der Unterschied war messbar, und er deutet darauf hin, dass die Form des Geländes selbst einen Puffer gegen Hitze bilden kann.

Warum das für Landwirte wichtig ist

Die praktischen Auswirkungen sind real. Artensterben beeinträchtigt die Futterversorgung für Nutztiere direkt, was sich weltweit durch die gesamte Nahrungsmittelversorgung auswirken kann. Wenn gemischte Landschaften das Gras schützen, könnten Landwirte einen Wert darin sehen, mehr Vielfalt auf ihrem Grundstück zu erhalten – auch wenn dies mehr Aufwand bedeutet.

Die Forschung verweist auch auf weitergehende Fragen bezüglich Ökosystemleistungen. Eine gemischte Landschaft kann neben ihrer dürreabfedernden Funktion Hochwasserschutz, Kohlenstoffspeicherung und Lebensraum für Wildtiere bieten.

Die Einschränkungen der Ergebnisse

Die Studie ist deskriptiv, nicht kausal. Sie zeigt ein Muster, beweist aber nicht, dass Landschaftenvielfalt die dürrebeständige Eigenschaft verursacht. Dieser Unterschied ist für politische Entscheidungen wichtig.

Dennoch sind die Ergebnisse aus einigen Gründen bemerkenswert. Erstens stammen sie aus einer von Fachkollegen begutachteten Zeitschrift, was bedeutet, dass andere Wissenschaftler die Methoden und Schlussfolgerungen überprüft haben. Zweitens knüpft die Arbeit an eine größere gemeinsame Anstrengung in Bonn an, was auf ein nachhaltetes institutionelles Interesse an dem Thema hindeutet.

Was kommt als Nächstes

Die Forscher haben ihre ersten Ergebnisse veröffentlicht. Der nächste Schritt wird voraussichtlich darin bestehen, den Effekt unter verschiedenen Klimaszenarien zu testen, da sich Muster der Trockenheit weltweit verändern.

Landwirte, die die Ergebnisse anwenden möchten, sollten die Grenzen im Auge behalten. Die Studie beschreibt ein durchschnittliches Muster, keine Garantie für ein einzelnes Feld.

Kasten mit den wichtigsten Fakten

  • Leitende Forscher: Marco Ferro und Dr. Jan Börner, ILR, Universität Bonn
  • Fokus der Studie: Einfluss der Landschaftenvielfalt auf die dürretoleranz von Graslandschaften
  • Finanzierung: Sonderforschungsbereich 1502 DETECT
  • Veröffentlichung: American Journal of Agricultural Economics
  • Hitzewelle: Trockenheit von 2018

Der Kernpunkt der Studie ist einfach zu formulieren: Vielfältige Böden können Gras vor Hitze schützen. Ob diese Erkenntnis zu veränderten landwirtschaftlichen Praktiken führt, hängt von zukünftiger Forschung und lokalen Bedingungen ab.

Die Studie klärt nicht, wie man dürreresistente Höfe aufbaut. Sie öffnet lediglich die Tür dazu, über das Land rund um eine Weide und nicht nur die Weide selbst als Teil der Lösung nachzudenken.

Die Forschung wurde im Rahmen des Sonderforschungsbereichs 1502 DETECT durchgeführt, einem seit langem andauernden interdisziplinären Projekt in Bonn, das verschiedene Disziplinen zusammenbringt, um komplexe Umwelt- und Sozialsysteme zu untersuchen. Der Schwerpunkt der Arbeit des Zentrums umfasst Klimawissenschaft, Ökologie, Wirtschaftswissenschaften und Politik, und die Graslandstudie passt nahtlos in den Aufgabenbereich.

Quellenmaterial: “Q&A: Grasslands in more diverse landscapes can suffer less from drought,” Phys.org.

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