Netflix weiß, wie man eine Serie beendet. Die Streaming-Plattform bietet eine Reihe von Thriller-Miniserien mit achteiligen Folgen, die stark beginnen und ebenso kraftvoll enden. Collider hat neun davon zusammengestellt, und die Liste stützt sich auf Horror, Drama, Kriminalität und Spannung über verschiedene Genres hinweg. Der gemeinsame Nenner ist ein einfaches Versprechen: keine schwache letzte Episode.
Midnight Mass und seine Kleinstadt
Midnight Mass beginnt damit, dass Riley Flynn (Zach Gilford) nach vier Jahren im Gefängnis in seine Heimatstadt zurückkehrt. Er findet die Kleinstadt seltsam und beunruhigend und bemerkt schnell etwas Merkwürdiges an dem neuen Priester, Father Paul Hill (Hamish Linklater). Die Show vermischt gotischen Horror mit echter Trauer und Trauma, und Linklater trägt das Ganze. Es ist eine der besten Netflix-Shows des letzten Jahrzehnts.
Ripley’s Schwarz-Weiß-Gambit
Ripley ist ein Neo-Noir-Thriller, der auf Patricia Highsmiths Roman „Der talentierte Mr. Ripley“ basiert. Andrew Scott spielt Tom Ripley, einen Betrüger, der Dickie Greenleaf (Johnny Flynn) vorgibt, um ein reiches Leben zu führen. Die Serie ist in Schwarz-Weiß gedreht, ein Rückblick-Stil, der zum modernen Setting der Geschichte passt. Sie erhielt 14 Emmy-Nominierungen und gewann vier Auszeichnungen. Die Show fragt, was passiert, wenn ein Mann beschließt, dass er ein besseres Leben verdient, und bleibt von Anfang bis Ende fesselnd.
Der Fall des Hauses Usher
Diese Adaption geht clever mit dem Werk von Edgar Allan Poe um. Die Serie folgt Roderick Usher (Bruce Greenwood), einem CEO, der um den Tod seiner erwachsenen Kinder trauert. Jede Geschichte greift dabei auf eine andere Kurzgeschichte oder ein Gedicht von Poe zurück, die thematisch miteinander verwoben sind. Verna, die mysteriöse Frau im Zentrum, ist ein Anagramm von „Raven“, Poe’s berühmtem Gedicht. Die Show wechselt zwischen den Geschichten, aber am Ende allesamt landen sie an einem Punkt. Es ist ein erschreckender Blick auf Gier, Korruption und den Preis des Erfolgs.
Baby Reindeer’s Real-Life Horror
Baby Reindeer basiert auf einer wahren Geschichte. Richard Gadd, der die Show kreiert hat, spielt Donny Dunn, einen Barkeeper, der sich mit Martha Scott (Jessica Gunning) verwickelt. Martha verwechselt Donnys freundliches Geplänkel mit Flirten und wird besessen, verfolgt ihn in seinem Haus, bei seiner Arbeit und sogar im Haus seiner Eltern. Eine parallele Geschichte folgt Donnys Freundschaft mit dem Fernsehautor Darrien O’Connor (Tom Goodman-Hill), der ihn betäubt und sexuell missbraucht. Die Show behandelt ein Thema, das nicht genügend Aufmerksamkeit erhält, und ist kein leichtes Vergnügen, aber ein wichtiges.
Bodyguards ruhiger Aufbau
Bodyguard ist technisch gesehen eine BBC-Serie, aber Netflix vertreibt sie außerhalb des Vereinigten Königreichs und Englands. Die Serie folgt PS David Budd (Richard Madden), der als Personenschutz für die Innenministerin Julia Montague (Keeley Hawes) arbeitet. David muss mit PTSD, einer zerbrochenen Ehe und gegensätzlichen Ansichten zu ihren politischen Überzeugungen fertig werden, während terroristische Bedrohungen und politischer Druck ihn in alle Richtungen ziehen. Die Serie beginnt langsam und ruhig, baut dann aber zu einem explosiven Finale auf, das die sechs Episoden lohnenswert erscheinen lässt.
Safe’s verzweifelte Suche
Safe folgt Tom Delaney (Michael C. Hall), nachdem seine Teenager-Tochter Jenny (Amy James-Kelly) nicht von einer Nacht aus nach Hause kommt. Tom sucht nach ihr, und jeder Hinweis verschlimmert die Situation. Jeder im Umfeld von Tom wird verdächtig. Die Geschichte nimmt seltsame Wendungen, aber das Tempo hält, und die acht Episoden halten die Spannung währenddessen hoch.
Warum acht Episoden funktionieren
Die Prämisse der Liste ist einfach: Miniserien sind Binge-fähig. Alle neun Shows laufen auf acht Episoden oder weniger, was bedeutet, dass Zuschauer sie in einem Rutsch oder über ein Wochenende beenden können. Dieses Format passt zum Genre. Kürzere Läufe bedeuten, dass das Tempo hoch bleibt und das Ende verdient wirkt anstatt gehetzt zu sein.
Die Shows teilen auch ein Gefühl für den Maßstab. Midnight Mass fängt die Monotonie des Kleinstadtlebens ein. The Fall of the House of Usher komprimiert Poes umfangreichen Katalog in eine einzige Erzählung. Baby Reindeer konzentriert sich auf eine obsessive Beziehung. Jede Show nutzt ihre begrenzte Laufzeit, um einen bestimmten Punkt zu vermitteln, und die Liste argumentiert, dass keine von ihnen ihre letzten Minuten verschwendet.
Was die Liste beweist
Die Liste ist keine Rangliste. Es ist eine Empfehlung, und eine großzügige. Neun Serien, neun kurze Beschreibungen, keine Kritik, nur Gründe zum Schauen. Das ist die ehrliche Reaktion der Zeitung auf diese Geschichte.
Das Fehlen einer Rangliste ist bemerkenswert. Anstatt einer nummerierten Liste präsentiert der Artikel einfach neun Serien und lässt den Leser wählen. Dieser Ansatz funktioniert, weil die Serien alle unterschiedlich sind. Midnight Mass ist Gothic-Horror mit einem tiefen emotionalen Kern. Ripley ist eine stilvolle Kriminalgeschichte mit Emmy-Auszeichnung. Baby Reindeer ist eine schwierige Verfilmung eines wahren Kriminalfalls. Die Liste bietet eine Reihe von Optionen, ohne dem Leser vorzuschreiben, welche er wählen soll.
Die Liste spiegelt auch die Vielfalt des Thriller-Angebots von Netflix wider. Einige Serien sind reine Unterhaltung. Andere behandeln ernste soziale Themen. Alle enden gut, was das erklärte Ziel der Liste ist.
Das Fazit
Neun Serien, neun Enden, alle stark. Die Liste ist eine Erinnerung daran, dass Binge-Watching-Content nicht schlecht enden muss.
Die Liste ist ein Muss für alle, die wissen möchten, was verfügbar ist. Sie deckt eine breite Palette von Tönen und Themen ab und bietet Zuschauern einen Ausgangspunkt für ihre nächste Serie. Egal, ob Sie Horror, Kriminalität, Drama oder Spannung suchen, die Liste hat etwas zu bieten.
„Sie werden es nicht bereuen.“
Dieser Satz fasst das gesamte Argument zusammen. Die Serien sind kurz, die Enden sind stark, und die Liste hält, was sie verspricht.
Faktenbox – Midnight Mass: 7 Episoden, angesiedelt in einer Kleinstadt – Ripley: 14 Emmy-Nominierungen, 4 Auszeichnungen, in Schwarz-Weiß gedreht – The Fall of the House of Usher: Inspiriert von den Werken von Edgar Allan Poe – Baby Reindeer: Basierend auf einer wahren Geschichte von Richard Gadd – Bodyguard: 6 Episoden, über Netflix außerhalb von Großbritannien und England verbreitet – Safe: 8 Episoden, basierend auf dem Werk von Harlan Coben – Jede einzelne Serie hat acht Episoden oder weniger
Quelle: “9 Netflix-Thriller-Miniserien, die von Anfang bis Ende perfekt sind,” Collider.
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