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Einem führenden NATO-Verbündeten zufolge sind keine Anzeichen für eine russische Großoffensive erkennbar.

Estlands Außenminister sagt, es seien keine Anzeichen für eine großflächige russische Invasion erkennbar, und wies damit europäische Panik zurück.

Von mitch·6 Min. Lesezeit
A desolate Eastern European landscape at twilight with soldiers standing guard.

Estlands Außenminister hat Fox News Digital mitgeteilt, dass seine Geheimdienste keine Anzeichen dafür sehen, dass Russland sich auf eine großflächige Invasion der NATO vorbereitet. Der baltische Staat teilt eine Grenze von etwa 290 Kilometern mit Russland und befindet sich an vorderster Front westlicher Bedenken hinsichtlich der Absichten Moskaus.

Margus Tsahkna, Estlands Außenminister, sagte, die Panik in Europa über eine russische Invasion sei übertrieben. „Wir haben immer mehr von dieser Art von Panik in Europa, dass Russland eine Invasion durchführen und umfassend aggressiv gegen die NATO, Europa und die baltischen Staaten, Polen sein wird“, sagte er. „Aber wir sehen es nicht.“

Er fügte hinzu: „Es ist leer.“

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Tsahkna’s Werdegang

Tsahkna war von 2016 bis 2017 Estlands Verteidigungsminister. Diese Erfahrung verleiht seiner aktuellen Einschätzung Gewicht. Er wies auf ein Jahrzehntealtes Ereignis als Referenzpunkt hin.

Vor etwa zehn Jahren seien rund 120.000 russische Truppen an den Grenzen der Region stationiert gewesen und innerhalb von 48 Stunden einsatzbereit gewesen, sagte er. Er stellte dies dem aktuellen Zustand gegenüber und sagte: „Es ist leer.“

Sein Vergleich war direkt: Die Region hatte vor einem Jahrzehnt eine massive Militärpräsenz, und diese ist nun verschwunden. Estland beobachte die Situation aufmerksam, sehe aber nichts, was darauf hindeutet, dass ein großflächiger Angriff bevorsteht.

Cyberangriffe und Incursions

Estland sieht sich seit Jahren von Russland aus anhaltender geringfügiger Belästigung ausgesetzt. Das Land verzeichnete im vergangenen Jahr rund 40.000 Cyberangriffe, so Tsahkna, der darauf hinwies, dass nahezu alle öffentlichen Dienstleistungen in Estland online verfügbar sind.

Tsahkna beschrieb den derzeitigen Ansatz Russlands als „die Durchführung dieser Angriffe, die Artikel 5 nicht verletzen“ – Sabotage- und Terroranschläge.

Er erinnerte auch an einen Vorfall, der Estlands Verwundbarkeit scharf ins Licht der Öffentlichkeit rückte. Vor etwa einem Jahr verstießen drei russische Kampfjets etwa 12 Minuten lang den estnischen Luftraum, was dazu veranlasste, dass Tallinn Konsultationen im Rahmen von Artikel 4 der NATO beantragte und den Vorfall im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen anzeigte.

„Das Aufheizen Stück für Stück ist ein Test für uns.“

Tsahkna sagte, die NATO müsse flexibler werden, wenn es darum gehe, auf Angriffe zu reagieren, die unter die Schwelle der kollektiven Verteidigung der Allianz fallen. Sanktionen, öffentliche Zuschreibung und politische Antworten seien verfügbare Instrumente, sagte er.

Der Hubschrauber über Polen

Russlands militärische Aktivitäten waren nicht auf Estland beschränkt. Ein russischer Militärhelikopter sei am Mittwoch in den polnischen Luftraum eingedrungen, teilte Polens Militär mit, das den Vorfall als einen weiteren Versuch ansah, die Bereitschaft der Luftverteidigung zu testen.

Tsahkna sagte, Estland habe mit GPS-Störungen, Cyberangriffen und Desinformation zugearbeitet, die es Russland zuzuschreiben habe, sowie mit Drohnen, die während des Krieges im benachbarten Ukraine in seinen Luftraum eindringen.

Putins Strategie

Tsahkna beschrieb Russlands aktuellen Ansatz als eine absichtliche Kampagne, die darauf abzielt, den westlichen Willen zu testen, ohne einen großflächigen Konflikt auszulösen. Er verglich Putins Strategie mit dem allmählichen Erhitzen eines Frosches.

„Es ist leer“, sagte er über das aktuelle Truppenbild.

Putins Ziel, argumentierte Tsahkna, sei es, mit der westlichen Angst vor Eskalation zu spielen und die westliche Einheit zu spalten. Die Angriffe seien so konzipiert, dass sie unterhalb der Schwelle liegen, die eine kollektive NATO-Reaktion erfordern würden, aber sie sollen alle nervös halten.

Druck auf Russland

Tsahkna forderte eine erhöhte Gegenwehr gegen Russland, mit dem Argument, dass dessen wirtschaftliche und militärische Verluste Russland schließlich zu ernsthaften Verhandlungen drängen könnten. Er sagte, die wachsende Fähigkeit der Ukraine, Ziele tief im russischen Gebiet zu treffen, schwäche Russland bereits wirtschaftlich.

Er wies darauf hin, dass der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wiederholt seine Bereitschaft signalisiert habe, eine Waffenruhe zu vereinbaren. „Putin kann einfach beschließen, heute oder morgen eine Waffenruhe zu verfügen“, sagte Tsahkna. „Leider sehen wir derzeit keine Veränderung.“

Die Kombination aus ukrainischen Angriffen und Selenskyjs Offenheit für Gespräche übe Druck auf das Kremlin aus. Tsahkna sagte, Trump habe erhebliche Anstrengungen unternommen, um ein Ende des Krieges zu erreichen, argumentierte aber, dass Putin den diplomatischen Prozess genutzt habe, um Zeit zu gewinnen.

Tsahkna sagte, die tiefen Schläge der Ukraine schwächen Russland bereits wirtschaftlich, während Zelenskyy wiederholt seine Bereitschaft signalisiert hat, einer Waffenruhe zuzustimmen.

Das Diplomatische Bild

Tsahknas Äußerungen spiegeln eine breitere estnische Position wider. Das Land hat sich für eine abgestimmte Reaktion auf die russische Aggression ausgesprochen, die unterhalb eines großflächigen Krieges liegen sollte.

Trumps Äußerungen über das Abschießen von Flugzeugen, die den NATO-Luftraum verletzen, sind Teil des Protokolls geworden. Tsahkna erinnerte an diesen Moment und sagte, Estland habe seitdem keine vergleichbare Incursion von Kampfjets mehr erlebt.

Was Estland sieht

Tsahknas Einschätzung ist bemerkenswert, da sie von einem führenden NATO-Verbündeten kommt. Estland ist eines der Länder, das der russischen Aggression am stärksten ausgesetzt ist.

Der Gegensatz zwischen der aktuellen Lage und dem Jahrzehnte alten Truppenbild ist deutlich. Damals waren 120.000 russische Truppen an den Grenzen der Region positioniert und könnten innerhalb von 48 Stunden mobil sein.

Jetzt, so Tsahkna, ist es leer.

Das Ergebnis

Estland verneint die Bedrohung nicht vollständig. Die Cyberangriffe, GPS-Störungen und Luftraumverletzungen dauern an. Aber Tsahknas Botschaft ist, dass die Panik vor einer großflächigen Invasion unbegründet ist.

Die Unterscheidung, die er hier zieht, ist wichtig: Russland führt Angriffe durch, die Artikel 5 nicht verletzen, die Schwelle der kollektiven Verteidigung der Allianz. Diese Angriffe sind ein Problem, aber sie sind nicht dasselbe wie eine großflächige Invasion.

Tsahknas Strategie ist es, Druck auf Russland durch Sanktionen, öffentliche Zuschreibung und politische Reaktionen zu erhöhen. Er glaubt, dass dieser Druck, kombiniert mit der wachsenden Angriffskraft der Ukraine, Putin schließlich zu ernsthaften Verhandlungen drängen könnte.

Die Frage, ob Putin tatsächlich verhandeln wird, bleibt offen. Tsahkna sagte, die Bedingungen für einen Waffenstillstand existieren, räumte aber ein, dass noch keine Veränderung zu beobachten sei.

Die Lage ist dynamisch, und Tsahknas Einschätzung ist ein Spiegelbild davon, wo Estland sich aktuell befindet. Der estnische Geheimdienst sieht keine Anzeichen für eine groß angelegte Invasion, bleibt aber wachsam gegenüber der Routineanfeindung auf niedriger Ebene.

Die wichtigsten Fakten, der Reihenfolge nach:

  1. Estlands Außenminister sagt, es seien keine Anzeichen für eine groß angelegte russische Invasion erkennbar.
  2. Rund 40.000 Cyberangriffe trafen Estland im vergangenen Jahr.
  3. Drei russische Kampfjets durchbrachen für rund 12 Minuten den estnischen Luftraum.
  4. Ein russischer Militärhelikopter drang am Mittwoch in den polnischen Luftraum ein.
  5. Tsahkna beschrieb Russlands derzeitigen Ansatz als „die Durchführung dieser Angriffe, die Artikel 5 nicht verletzen“.
  6. Er verglich Putins Strategie mit dem langsamen Erhitzen eines Frosches.
  7. Er forderte eine erhöhte Gegenwehr gegen Russland, wobei er Sanktionen, öffentliche Zuschreibungen und politische Reaktionen als Instrumente nannte.

Die Quintessenz ist einfach: Estland beobachtet und sieht nichts, was darauf hindeutet, dass ein groß angelegter Angriff bevorsteht. Die stattfindenden Angriffe sind real, aber sie sind nicht dasselbe wie eine Invasion.

Quellenmaterial: „Frontline NATO ally shares shocking take on Russian invasion threat“, Fox News.

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