Midterms 2026Wer nach unseren Maßstäben Ihre Stimme verdientZum Leitfaden →
GESCHRIEBEN IN KLAREM DEUTSCH.
CLAY TRIBUNE.
Anzeige

Wie Rebecca noch immer dazu bringt, an ihr Geisterleben zu glauben. )

Eine beklemmende Geschichte voller Furcht, der Schatten einer Witwe und einem Anwesen namens Manderley – eine Rezension von Hitchcocks Rebecca.

Von mitch·5 Min. Lesezeit
A grand mansion sits alone beside the sea, its windows lit faintly against the gathering dark.

Rebecca ist ein langsam sich entfaltendes Mysterium, das in einer Liebesgeschichte verborgen liegt, und es bleibt eines von Alfred Hitchcocks souveränsten frühen amerikanischen Filmen. Der Film, adaptiert aus dem Roman von Daphne du Maurier aus dem Jahr 1938, folgt einer jungen Frau, die den grüblerischen Witwer Maxim de Winter heiratet und sich im Schatten seiner verstorbenen ersten Frau, Rebecca, gefangen findet. Was das Bild fortbestehend macht, ist nicht das überraschende Ende, sondern die Beklemmung, die sich darum aufbaut, Stunde für Stunde.

Trailer, via CRITERION.

Das Setup an der Côte d’Azur

Der Film beginnt an der französischen Riviera, wo Maxim de Winter an einem Kliffrand steht, anscheinend bereit, zu springen. Eine junge Frau ruft ihm zu, ihn aufzuhalten, aber er weist sie mit einem knappen Befehl ab, weiterzugehen. Später, in einem Hotel in Monte Carlo, dient dieselbe junge Frau als bezahlte Begleiterin der pompösen Mrs. Van Hopper. Sie trifft Maxim wieder, und dieses Mal beginnt er, sie zu Ausflügen einzuladen, die sie vor ihrem Arbeitgeber verbirgt. Die junge Frau gerät in Verzückung, obwohl sie von seiner Aufmerksamkeit verwirrt ist.

Anzeige

Als Mrs. Van Hopper krank wird, macht Maxim der Begleiterin unerwartet einen Heiratsantrag. Er bringt seine neue Braut zu Manderley, seinem prächtigen Anwesen am Meer in Cornwall. Das Haus wird von der Haushälterin, Mrs. Danvers, beherrscht, einer kalten Frau, die einst Vertraute der ersten Mrs. de Winter war. Danvers empfindet Ressentiments gegen die neue Mrs. de Winter, die sie als Usurpatorin betrachtet, und sie schürt die Unsicherheit der Braut, indem sie ihr Rebecca’s Schlafsuiten zeigt, die genau so erhalten wurden, wie sie war, und indem sie Gegenstände im ganzen Haus aufbewahrt, die Rebeccas Monogram tragen.

Der Griff der Haushälterin

Judith Anderson spielt Mrs. Danvers mit einer Kälte, die anhält. Sie ist der Motor des Films’ Beklemmung und erinnert die neue Mrs. de Winter ständig an Rebeccas Glamour und Raffinesse. Die Darstellung ist so engagiert, dass es unmöglich ist, ein Türgeländer oder ein Möbelstück anzusehen, ohne sich zu fragen, was es Rebecca einst bedeutet hat.

Joan Fontaine spielt die neue Frau de Winter als eine zurückhaltende Erscheinung, eine Frau, die weit über ihre eigene Stellung geheiratet hat und der Erinnerung an die Frau, die sie ersetzt hat, nicht entkommen kann. Die Rolle ist anspruchsvoll, und Fontaine verkörpert sie mit einer stillen Intensität, die den Film zusammenhält. Sie ist keine Heldin, die vorwärts stürmt; sie ist eine Frau, die sich zurückzieht, und der Film vertraut auf diese Passivität als eine Art Stärke.

Olivers düstere Präsenz

Laurence Olivier spielt Maxim de Winter als einen Mann, der von seiner Vergangenheit geplagt wird. Seine düstere Präsenz dominiert das Bild, und der Film lässt ihn weise schweigend sitzen, anstatt sich zu erklären. Das Ergebnis ist ein Porträt eines Mannes, der sowohl fesselnd als auch beängstigend ist, eines Witwers, der alles verloren hat und der jetzt scheinbar entschlossen ist, auch seine zweite Frau zu verlieren.

George Sanders erscheint als Jack Favell, ein Verwandter der de Winters, der ein Auge auf das Familienvermögen geworfen hat. Seine Rolle ist zwar kleiner, aber unerlässlich, da er zum Auslöser der letzten Enthüllungen des Films wird. Gladys Cooper ergänzt die Besetzung als Beatrice Lacy, und Nigel Bruce spielt Giles Lacy. Diese Nebenrollen verleihen dem Film Textur, obwohl keiner von ihnen jemals die Stärke von Andersons Mrs. Danvers erreicht.

Der langsame Aufbau

Hitchcocks typischer Cameo-Auftritt kommt spät, gegen Ende des Films, wenn er mit dem Rücken zum Publikum vor einer Telefonzelle steht, kurz nachdem Jack Favell einen Anruf beendet hat. Es ist ein kleiner Witz, aber er passt zu einem Film, der ansonsten ernst und düster ist.

Der Film hat ein bedachtes Tempo, und einige Zuschauer mögen die mittlere Phase langsam finden. Aber genau dieses bedachte Tempo ist der springende Punkt. Rebecca ist kein Thriller im modernen Sinne; es ist eine gotische Erzählung des Schreckens, und Schreck braucht Zeit, um sich aufzubauen. Der Film verbringt seine Laufzeit damit, die Bedeutung der Abwesenheit von Rebecca zu etablieren, und das zahlt sich im letzten Akt aus.

Die kritische Aufnahme

Rebecca wurde am 12. April 1940 veröffentlicht und wurde zu einem kritischen und kommerziellen Erfolg. Der Film erhielt elf Nominierungen bei der 13. Oscar-Verleihung, mehr als jeder andere Film in diesem Jahr. Er gewann zwei Auszeichnungen: Beste/n Film und Beste Kameraführung, womit er der einzige Film unter der Regie von Hitchcock war, der die erstgenannte Auszeichnung erhielt.

Der Film wurde 2018 in die United States National Film Registry aufgenommen und als „kulturell, historisch oder ästhetisch bedeutsam“ ausgewählt.

Ein Meisterwerk der Beklemmung

Rebecca ist nicht perfekt. Der Mittelteil zieht sich in die Länge, und einige Handlungspunkte wirken gezwungen. Doch die Stärken des Films überwiegen seine Schwächen. Andersons Mrs. Danvers ist unvergesslich, Fontaines Leistung ist still und heimlich erschütternd, und Olivers Maxim ist eine düstere Präsenz, die nur wenige Schauspieler erreichen könnten. Das zentrale Rätsel des Films wird auf eine Weise gelöst, die unausweichlich erscheint, und die finale Szene, angesiedelt im Herrenhaus von Manderley, ist eines der wirkungsvollsten Enden im Kino.

Rebecca ist ein Klassiker des Genres und verdient seinen Ruf. Es ist ein Film, der Geduld belohnt und einen Lohn liefert, dem nur wenige Filme seiner Zeit das Niveau hatten.

WICHTIGE FAKTEN – Regie: Alfred Hitchcock – Drehbuch: Robert E. Sherwood und Joan Harrison, adaptiert von Philip MacDonald und Michael Hogan – Basierend auf dem Roman von Daphne du Maurier aus dem Jahr 1938 – Laufzeit: 130 Minuten – Veröffentlichung: 12. April 1940 – Gewann den Oscar für den besten Film und die beste Kameraverfilmung bei der 13. Oscarverleihung – Aufgenommen in die United States National Film Registry im Jahr 2018

Das Notizbuch

Das Notizbuch abonnieren.

Die besten Geschichten des Tages und jedes neue Urteil, in klarem Deutsch, um sieben im Postfach. Eine Mail am Tag, nicht mehr.

Wir schicken eine Bestätigungsmail. Jede Ausgabe hat einen Abmeldelink, ein Klick genügt.

Film reviews
Anzeige

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Als Amazon-Partner verdient Clay Tribune an qualifizierten Verkäufen.