Ein kleines Boot mit 105 Passanten verließ am Montagmorgen den Strand von Blériot Plage in Calais und geriet auf See in Schwierigkeiten. Drei Menschen verloren bei dem Versuch, die Küste Frankreichs zu überqueren ihr Leben, darunter ein 10-jähriges Kind, so die französischen Behörden.
Von dem Schiff wurde ein Notruf abgesetzt, und die Behörden handelten darauf. Ein Trio von Passagieren erhielt noch an Bord Behandlung, wurde aber später von einem per Hubschrauber angeforderten Rettungsteam für tot erklärt, wie die Präfektur des Meeres und der Nordsee mitteilte. Die Passagiere wurden anschließend am Montagmorgen an Bord eines Rettungsboots im Hafen von Calais entladen, so AFP.
Die Opfer und das Boot
Drei Menschen sind gestorben: ein Kind im Alter von 10 Jahren und zwei Frauen im Alter von 30 Jahren. Französische Beamte gaben an, sie seien nach Empfang eines Notrufs von dem Schiff zu Hilfe geeilt, das mit 105 Passanten an Bord den Strand von Blériot Plage in Calais verlassen hatte.
Tausende von Migranten versuchen jedes Jahr eine gefährliche Reise von Frankreich nach Großbritannien, und einige von ihnen sterben auf dem Weg dahin. Die Überquerung führt sie durch eine der verkehrsreichsten und gefährlichsten Schifffahrtsrouten der Welt. Im Sommer versuchen mehr Menschen diese Route, wenn das Wetter wärmer und die See ruhiger ist.
Jüngste Todesfälle
Neben den Todesfällen vom Montag berichteten französische Beamte, dass letzte Woche bei drei weiteren Versuchen, die Meerenge zu überqueren, drei Menschen ums Leben gekommen seien.
Am Mittwoch verzeichnete das Vereinigte Königreich seinen größten Ansturm von Migranten innerhalb eines Tages in diesem Jahr, insgesamt 781 Menschen überquerten die Meerenge mit 10 kleinen Booten, so Daten des Home Office.
Die Reaktion des Vereinigten Königreichs
Im Juli einigten sich Frankreich und das Vereinigte Königreich auf ein „einer rein, einer raus“-Rückführungsabkommen. Die Vereinbarung paart die Rückführung eines Migranten durch Großbritannien nach Frankreich mit einem anderen Migranten, der nach Großbritannien kommt, nicht versucht hat, die Meerenge zu überqueren, aber einen starken Asylgrundsatz dort vorweisen kann.
Das Abkommen sollte als Abschreckung dienen, um die Überquerung des Ärmelkanals zu verhindern. Im August gab die britische Regierung bekannt, Fortschritte bei der Bekämpfung kleiner Boote gemacht zu werden. Der Prozentsatz derjenigen, die die Reise im Jahr 2026 unternommen hatten, lag deutlich unter dem gleichen Zeitraum im Jahr 2025, aber Beamte fügten hinzu, es sei notwendig, „weiter und härter zu drängen, um diesen abscheulichen Handel auszulöschen.“ )
„weiter und härter zu drängen, um diesen abscheulichen Handel auszulöschen“ )
Die Zahlen im Spiel )
Bis letzten Donnerstag hatten insgesamt 18.565 Personen den Ärmelkanal überquert. Diese Zahl entspricht 42 % weniger als zum gleichen Zeitpunkt im Jahr 2025, als die Gesamtzahl bei 32.188 lag. )
Schlüsseldaten )
- Tot: 3 (10-jähriges Kind + 2 Frauen im Alter von 30 Jahren) )
- Boot: 105 Passagiere, abgefahren in Blériot Plage, Calais )
- Überquerung am Mittwoch: 781 Migranten, 10 kleine Boote, laut Home Office )
- Überquerungen im Jahresverlauf: 18.565 (42 % weniger als 32.188 im Jahr 2025) )
Drei Menschen starben am Mittwoch bei der Überquerung des Ärmelkanals, darunter ein Kind im Alter von nur 10 Jahren und zwei Frauen im Alter von 30 Jahren. Das Boot transportierte zu diesem Zeitpunkt 105 Passagiere. Laut dem Home Office erreichten am Mittwoch allein 781 Migranten in 10 Booten die Küste. Bis letzten Donnerstag gab es insgesamt 18.565 Überquerungen in diesem Jahr. Die Zahl ist 42 %, was weniger ist als zum gleichen Zeitpunkt im Jahr 2025. In den letzten 12 Monaten haben 32.188 Menschen im Jahr 2025 überquert. )
Die Überquerung bleibt gefährlich. Das Meer ist weiterhin stark frequentiert. )
Quellenmaterial: „Drei Tote, darunter Kind, bei versuchter Überquerung des Ärmelkanals“, BBC. )
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