„Tin Man“ ist eine 2007 produzierte Fernsehminiserie, die sich zum Ziel gesetzt hat, L. Frank Baums „Der Zauberer von Oz“ als ein düstereres und härteres Abenteuer neu zu interpretieren. Sie erzählt von Zooey Deschanel als DG, einer Kellnerin aus Kansas, die in das magische Reich der Outer Zone gezogen wird, wo sie sich mit Glitch, Raw und Wyatt Cain zusammentut, um die tyrannische Zauberin Azkadellia daran zu hindern, das Land in ewige Dunkelheit zu stürzen. Die Produktion der Serie kostete 20 Millionen Dollar und wurde über drei Nächte auf dem Sci Fi Channel ausgestrahlt, wo sie für ihren ersten Teil 6,4 Millionen Zuschauer zog und damit die am höchsten bewertete Miniserie des Jahres 2007 wurde.
Trailer, über Mill Creek Entertainment.
Die Prämisse
DG ist eine Kellnerin, die Visionen von einer Frau mit lavendelfarbenen Augen hat, die sie vor einem aufkommenden Sturm warnt. Diese Visionen werden real, als Azkadellia ihre Longcoat-Soldaten durch einen „Reisesturm“ schickt, um DG zu töten. Sie entkommt in die O.Z., wo sie Glitch trifft, einen Mann, dem Azkadellia die Hälfte des Gehirns entfernt hat; Wyatt Cain, einen ehemaligen Strafverfolger, der seit Jahren in einem Eisernenanzug gefangen ist; und Raw, dessen Volk versklavt wurde. DG erfährt, dass ihre kanzansischen Eltern Androiden sind, dass ihre leibliche Mutter die Frau mit den lavendelfarbenen Augen ist und dass sie und Azkadellia Schwestern und Töchter der Königin sind.
Die Besetzung
Das Ensemble ist stark. Alan Cumming spielt Glitch, einen ehemaligen Berater der Königin, dessen Hirnschaden ihn mit einer völlig anderen Persönlichkeit zurücklässt. Neal McDonough ist Wyatt Cain, der „Mann aus Blech“ des Titels, ein ehemaliger Strafverfolger, der seit Jahren in einem Eisernenanzug gefangen ist. Kathleen Robertson ist Azkadellia, die tyrannische Herrscherin. Richard Dreyfuss spielt den Mystiker, einen ehemaligen Herrscher, der zu einer Bühnenshow wurde. Blu Mankuma erscheint als Tutor, DGs ehemaliger Magierlehrer, in Hundeform namens Toto.
Was funktioniert
Die visuellen Effekte sind beeindruckend, und das Produktionsdesign greift Baums Oz mit einer düsteren, industriellen Note auf. Die Musik unterstützt den Ton gut. Die Leistungen sind durchgehend engagiert, wobei Deschanel als DG, die darum kämpft, ihre verlorenen Erinnerungen wiederzugewinnen, die emotionale Last trägt.
Wo es scheitert
Die Show ist düster und trostlos, und einige Kritiker fanden sie für eine Geschichte, die auf einem Kinderbuch basiert, zu düster. Das Tempo zieht in der mittleren Episode nach, wo die Reise zur Nordinsel wie Füllmaterial vor dem finalen Showdown wirkt. Das zentrale Rätsel um DG’s wahre Identität wird im Finale zu schnell gelöst, was weniger Raum für die emotionale Wirkung lässt, die der Aufbau verdient.
Rezeption
Die Miniserie wurde für neun Emmy Awards nominiert und gewann einen. Sie wurde auch für einen Critics‘ Choice Award nominiert. Die Rezensionen waren gemischt, wobei das Schauspiel, der Soundtrack und die visuellen Effekte gelobt wurden, während sich die Beschwerden auf den Ton konzentrierten.
Wesentliche Fakten
- Premiere: 2. Dezember 2007
- Finale: 4. Dezember 2007
- Episoden: 3
- Produktionskosten: 20 Millionen Dollar
- Einschaltquote erster Abend: 6,4 Millionen
- Am besten bewertete Miniserie des Jahres 2007
„Tin Man“ ist eine selbstbewusste, ambitionierte Adaption, die viel richtig macht, aber in ihrer mittleren Phase strauchelt. Deschanel ist ausgezeichnet als DG, Cumming liefert einen einprägsamen Glitch, und die Weltgestaltung ist reichhaltig genug, um eine längere Serie zu tragen. Als eigenständige Miniserie verlangt sie jedoch mehr Geduld, als sie verdient. Es lohnt sich, sie wegen ihres Handwerks anzusehen, selbst wenn ihre Geschichte ihre Ambitionen nicht vollständig rechtfertigt.
Wertung: 6,7/10
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