Eine neue Dokumentation mit dem Titel NAZA zeigt Soldaten und Geheimdienstmitarbeiter, die Luftangriffe beschreiben, bei denen Zehntausende palästinensische Zivilisten im Gazastreifen getötet wurden. Der Film von Yuval Abraham und Rachel Szor zeigt 24 namentlose Interviewpartner, deren Gesichter und Stimmen durch Computer verändert wurden, um ihre Identität zu verbergen.
Der Titel stammt von der hebräischen Phrase nezek agavi, was „Kollateralschaden“ bedeutet. Die Interviews wurden nachts von Dächern in Tel Aviv gedreht.
7. Oktober 2023: Die Angriffe beginnen
Am 7. Oktober 2023 wurden in Israel rund 1.200 Menschen getötet und 250 Geiselnahmegeiseln von Hamas gefangen genommen. Seitdem ist die Zahl der Toten im Gazastreifen laut dem Film auf über 73.000 gestiegen. Der Film zitiert außerdem die Zahl von 500 NAZA, oder Kollateralschäden, die für ein wichtiges Ziel genehmigt wurden – die Bevölkerung einer kleinen israelischen Stadt.
Ein Soldat beschrieb ein Tracking-System namens „Wo ist Papa?“, das Kinderworte verwendet, um zu überprüfen, ob ihr Vater zu Hause ist. Derselbe Soldat sagte: „Du hackst ihr Handy und tötest sie dann“, in Bezug auf die Verwendung der Methode bei einem 12-jährigen Mädchen.
Ein weiterer Interviewpartner antwortete ohne Zögern mit „Ja. Völlig“, als ihn gefragt wurde, ob Israel Völkermord begeht.
Die Bedrohung gegen die Filmemacher
Abraham und Szor sind in Israel mit scharfen Worten konfrontiert worden. Premierminister Benjamin Netanyahu hat gedroht, ihnen die Staatsbürgerschaft zu entziehen. Der Film wurde mit Hilfe von The Guardian gedreht, der auch einige von Abrahams früheren Berichten zu dem Thema veröffentlichte.
Was der Film zeigt
Der Film hat eine Länge von 77 Minuten. Er enthält altes Filmmaterial aus den Anfängen der israelischen Geheimdienste und dem Bau von Tel Aviv in den 1920er Jahren. Abraham schrieb viele der früheren Geschichten selbst und würdigt palästinensische Reporter, die diese Enthüllungen zuerst ans Licht gebracht haben.
Der bisherige Bericht
Recherchen im Hintergrund von NAZA sind bereits in Medien wie erschienen:
- +972 Magazine
- Local Call
- The Guardian
Abraham schrieb viele dieser Geschichten selbst und würdigt palästinensische Reporter, die diese Enthüllungen ans Licht gebracht haben.
Die Zahl der Toten steigt weiter an
Der Film stellt fest, dass die Zahl der Toten weiter ansteigt.
Ein Prinzip, das es zu verteidigen gilt
Die Filmemacher sehen die Bedrohung, ihre Staatsbürgerschaft zu verlieren. Dies ist ein Test des Gewissens gegen die Staatsmacht, und der Film macht diesen Test deutlich.
| Datum | Ereignis |
|---|---|
| 7. Oktober 2023 | Angriffe beginnen; 1.200 getötet in Israel, 250 Geiselnahmefälle |
| Seit dem 7. Oktober 2023 | Mehr als 73.000 getötet im Gazastreifen |
| Vorliegend | Filmemachern droht der Verlust der Staatsbürgerschaft |
Der Film ist schwer anzusehen, und das soll auch so sein. Er bietet Beweise, präsentiert von Menschen, die bereit sind, alles zu riskieren, um die Wahrheit zu erzählen.
Wo die Zeitung steht
Die Zeitung unterstützt die Bürger und lokalen Gruppen, die sich gegen Massenüberwachung und die Anbieter, die darauf drängen, sie beizubehalten, zurückstellen, und ist gegen Kameranetwerke und Datenabfangnetze, die für Massenüberwachung verwendet werden könnten, auch wenn sie anerkennt, dass die Technik des Films, die Identität der Interviewpartner durch veränderte Gesichter und Stimmen zu verschleiern, Fragen zu Überwachung und Privatsphäre aufwirft.
NAZAs Verwendung von veränderten Gesichtern und Stimmen, um ihre Interviewpartner zu schützen, ist eine vernünftige Reaktion auf eine gefährliche Situation, und die Zeitung unterstützt die Entscheidung der Filmemacher, ihre Quellen zu schützen, anstatt sie Vergeltung aussetzen.
Die Zeitung wünscht sich mehr Prüfung der Zahlen, die im Film genannt werden – die 73.000 getöteten Menschen im Gazastreifen, die 500 von NAZA genehmigten für ein Ziel – und fordert die Leser auf, die Berichterstattung, die bereits in Medien wie +972 Magazine, Local Call und The Guardian erschienen ist, im Auge zu behalten, da die Behauptungen des Films stark auf vorangegangener Arbeit basieren.
Quellenmaterial: „Verhüllt in Anonymität beschreiben israelische Soldaten Massenmorde an Zivilisten in ‚NAZA‘“, NPR.
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