Final Fantasy Resonance ist ein Spiel, das versucht, zwei Dinge gleichzeitig zu sein. Es ist ein rundenbasiertes Rollenspiel, das sich frisch anfühlen will, sich aber stark auf die Vergangenheit stützt. Das Ergebnis ist ein Projekt, das das Jobsystem aus Final Fantasy 5 und die unverwechselbaren Charaktere aus Final Fantasy 6 entnimmt und sie zu einem einzigen Experiment vermischt. Es ist ein mutiger Schritt, und es ist auch eine Adaption eines Mobile Games namens Brave Exvius.
Kampfsystem
Das Kampfsystem in Final Fantasy Resonance ist der deutlichste Bereich, in dem die Entwickler versuchen, etwas Neues zu erreichen. Laut Resonance-Produzent Keisuke Nakashima begann die Idee mit einer einfachen Frage:
„Was wäre, wenn wir das Jobsystem aus Final Fantasy 5 und die einzigartigen Eigenschaften jedes Charakters in Final Fantasy 6 nehmen, wie würde das aussehen?“
Genau das hat das Team gebaut. Sie haben das Stagger-System übernommen und es neu aufgebaut und dabei die individuellen Eigenschaften der Charaktere aus Final Fantasy 6 integriert. Das Ergebnis, so Nakashima, ist ein System, das sowohl unverwechselbare Charaktere als auch Spielraum für Anpassungen bietet.
Diese Idee wurde bisher noch nicht versucht. Die Entwickler mussten recherchieren und innovativ sein, um es zum Laufen zu bringen.
Vision-System
Die andere große Referenz an die Vergangenheit ist das Vision-System. Dies sind beschworenbare Charaktere aus der gesamten Final Fantasy-Reihe, einer für jedes Spiel von dem allerersten Final Fantasy bis hin zu Final Fantasy XVI. Sie tauchten erstmals in Brave Exvius auf und haben in diesem Spiel einen narrativen Grund für ihre Existenz.
Als dieses Mobile-Game jedoch in ein Single-Player-Spiel umgewandelt wurde, gab es einen Moment, in dem sie fast nicht den Kürze kamen. Resonance-Regisseur Hiroto Furuya erzählte Kotaku, dass das Team in Erwägung zog, die Charaktere der Final Fantasy-Reihe komplett wegzulassen.
„Es gab eine Zeit in der Entwicklung, in der wir darüber nachdachten, die Charaktere der Final Fantasy-Reihe wegzulassen“, sagte Furuya. „Wir landeten jedoch letztendlich darauf, sie zu integrieren, obwohl es schwierig ist, ihre Weltanschauung mit unserer zu vermischen.“
Die Entscheidung kam auf das Spektakel an. Furuya wies auf Clouds Cross-Slash und die bombastischen CG-Sequenzen als Beispiele hin, was das Team an der Idee reizte. Das Vision-System liefert das Spektakel und den Spaß, der die Entwickler dazu bewegte.
Story-Anpassungen
Die Geschichte von Final Fantasy Resonance ist größtenteils dieselbe wie Brave Exvius. Sie wurde neu organisiert, um den Fluss zu verbessern, wobei bestimmte Ereignisse verschoben und einige Orte großartiger gestaltet wurden. Kämpfe wurden überarbeitet, und es wurden neue Szenen zur Geschichte hinzugefügt.
Nakashima merkt an, dass das ursprüngliche mobiles Spiel dafür bekannt war, eine ziemlich düstere Geschichte zu haben, die seiner Beschreibung nach viele „negative“ Szenen enthielt. Es wurden keine größeren Änderungen an der übergeordneten Handlung vorgenommen, aber es gibt geringfügige Verschönerungen, um den Ton auszugleichen.
„Wir haben die Gesamtgeschichte beibehalten“, sagt Nakashima. „Wir haben jedoch mehr neutrale Szenen oder positive Szenen eingefügt und sie so platziert, dass sie es ausgleichen.“
Die öffentliche Demo zeigt diesen Ansatz in Aktion. Bestimmte Charaktere wie die Esper Siren und der Grandshelt-Ritter Emma wurden direkt in die Geschichte in Kapitel 1 integriert. In Brave Exvius waren dies separate „Charakter-Episoden“, die Spieler über ein Gacha-System freischalten konnten. Jetzt sitzen diese Details und erzählerischen Elemente in der Hauptgeschichte.
Neue Szenen und Zwischensequenzen
Die offensichtlichste brandneue Ergänzung ist eine Handvoll aufwändig animierter Zwischensequenzen für wichtige Story-Momente. Diese sind deutlich von höherer Qualität als die grundlegenden Szenen des Spiels, und Nakashima bestätigt, dass sie sich ein wenig anfühlen sollen wie die CG-Zwischensequenzen älterer Final Fantasy-Spiele, die wichtige Momente hervorhoben.
Die Demo beginnt mit einer davon, die riesig und bombastisch ist, um den Einsatz und den Ton des Spiels zu bestimmen. Um dies zu erreichen, sagt Furuya, begannen sie mit einer 3D-Umgebung, platzierten dann die Pixel-basierten Charaktere darauf und fügten anschließend die Kameraarbeit hinzu.
Dann gibt es einen Trick, um die Bewegung und Action der Szenen anzupassen. Furuya erklärte, wie das Team es zum Laufen gebracht hat:
„Wir haben es so erstellt, dass wir, sobald wir die Charakterbewegungen verfolgen, die Pixel austauschen, sodass sie sich irgendwie an die Bewegung der Kameras anpassen, um dieses dynamische 3D-Gefühl zu erzeugen. Sobald wir die Bewegung haben, die Szene platziert ist, wenden wir Post-Effekte wie Beleuchtung, Unschärfe oder Schatten an.“
Der Effekt ist eine Mischung aus Retro und Modern. Das Spiel verwendet den HD-2D-Grafikstil, der zur Markenzeichen von Team Asano geworden ist, und kombiniert Retro-16-Bit-Sprites mit modernen grafischen Effekten.
Legacy Question
Final Fantasy Resonance ist ein Spiel, das zum Teil dadurch existiert, wie sich die Reihe entwickelt hat. Seit Jahren tendierte die Marke zu Actionspielen. Nun kehrt sie zu ihren rundenbasierten Wurzeln zurück.
Als erster rundenbasierter Single-Player-Eintrag seit Jahren hat Resonance die undankbare Aufgabe, gleichzeitig neu und alt zu wirken. Es wird außerdem von Team Asano bei Square Enix mitentwickelt, dem Studio hinter den HD-2D-Spielen.
„Als Grundlage ist es für uns sehr wichtig, dass wir Kenntnisse über die Geschichte von Final Fantasy und ihre Vergangenheit haben“, sagt Furuya. „Aber wir sind auch Gamer von Herzen, daher spielen wir natürlich die neuesten Spiele, die außerhalb von Final Fantasy verfügbar sind. Wir haben das Verständnis für die Geschichte von Final Fantasy, sowie das allgemeine Gefühl, modernere Spiele zu spielen.“
Dieses Verständnis zeigt sich im Kampfsystem, dem Visions-System und der Story-Arbeit. Die Entwickler wollen nicht nur Nostalgie bedienen. Sie versuchen, etwas zu schaffen, das die Vergangenheit respektiert und gleichzeitig der Gegenwart dient.
What Remains Intact
Die Geschichte von Final Fantasy Resonance ist größtenteils dieselbe wie Brave Exvius. Die Kernhandlung hat sich nicht geändert, und die wichtigsten Ereignisse finden immer noch in der gleichen Reihenfolge statt. Das Team hat lediglich einige Szenen neu angeordnet und neue hinzugefügt, um das Tempo und den Ton zu verbessern.
Die Charaktereinführungen im Gacha-Stil wurden in die Hauptgeschichte integriert. Bestimmte Details aus diesen Episoden wurden in Resonances Hauptnarrative übernommen.
Das Visions-System ist anders. Es ist ein neues Feature, das im mobilen Spiel entstanden ist, und es wurde in die Adaption übernommen. Das Team entschied sich, es trotz der Herausforderung einzubeziehen, seine Weltanschauung mit der des Spiels zu vermischen.
Bottom Line
Final Fantasy Resonance ist ein Spiel, das weiß, was es tut. Es ist eine Adaption eines mobilen Spiels, aber kein einfaches Port. Das Team hat das Ausgangsmaterial genommen und es neu aufgebaut, neue Szenen, neue Zwischensequenzen und ein neues Kampfsystem hinzugefügt.
Das Jobsystem aus Final Fantasy 5 und die Charaktereigenschaften aus Final Fantasy 6 werden auf eine Weise kombiniert, wie es bisher noch nicht versucht wurde. Das ist ein echtes Experiment, und es ist eines, auf das die Entwickler stolz sind.
Das Vision-System bringt Charaktere aus der gesamten Reihe in die Schlacht. Die Geschichte wurde neu organisiert und etwas aufgehellt. Die Zwischensequenzen sind spektakulär.
Dies ist ein Spiel, das seine Geschichte respektiert, aber gleichzeitig nach etwas Neuem greift. Es ist ein Spiel, das die Macht der Nostalgie versteht, sich aber weigert, davon gefangen zu werden. Final Fantasy Resonance ist eine mutige Adaption, und es sieht so aus, als ob es sich zu spielen lohnt.
Quelle: „Final Fantasy Resonance’s Combat Was An ‘Experiment’ To Combine FF5’s Job System with FF6’s Unique Characters“, Kotaku.
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