American Beauty ist ein Film über die Verzweiflung der Vorstadt, verpackt als Satire. Sam Mendes dirigiert, und es gewann den Oscar für das beste Filmdrama. Es ist eine leise, traurige, oft komische Geschichte von einem Mann, der aufgehört hat, sich für irgendetwas zu interessieren.
Trailer, via YouTube Movies.
Lester Burnham und sein Abstieg
Kevin Spacey spielt Lester Burnham, einen Mann, der gefangen ist in einer Ehe mit einer Frau, die er kaum kennt. Er verkauft Immobilien, hasst seine Arbeit und beobachtet seine Tochter’s Cheerleader-Freunde durch Ferngläser. Der Film folgt ihm, als er abnimmt, einen Wagen kauft, den er nicht bezahlen kann, und eine Romanze mit einer Nachbarin beginnt, die halb so alt ist wie er.
Spacey trägt die Darstellung. Sein Lester ist kein Held, aber er ist der einzige Charakter, der überhaupt lebt. Die anderen Figuren existieren meist nur, um seinen Abstieg widerzuspiegeln. Seine Frau Carolyn, gespielt von Annette Bening, ist eine kalte Frau, die ihre Arbeit liebt und ihren Mann hasst. Ihre Tochter Jane, gespielt von Thora Birch, ist eine einsame Teenagerin, die mit Lester’s besten Freund schläft. Keiner von ihnen findet Frieden, bis Lester aufhört, allen anderen zu gefallen zu versuchen.
Das Aussehen von American Beauty
Die Kameraarbeit ist die zweite große Stärke des Films. Sie wird mit einer flachen Tiefenwirkung gefilmt, was jedes Gesicht weich und leicht außer Fokus macht. Die Farblinie ist hell, fast künstlich, was die Szenen gleichzeitig inszeniert und echt wirken lässt. Der Film verwendet auch eine wiederkehrende Bilderserie eines Kunststoffbeutels, der im Wind tanzt. Es ist ein kleiner Detail, aber es wird zu einem Symbol für Freiheit und Flucht.
American Beauty tut nicht so, als würde es Antworten bieten. Es ist ein Porträt eines Mannes, der aufgegeben hat, zu leben, und einen Moment von Glück in den kleinsten Dingen findet. Der Abschluss ist unbestimmt, aber er fühlt sich verdient an. Der Film löst nichts auf, und diese Ablehnung ist Teil dessen, was ihn funktionieren lässt.
Die Darstellungen sind stark durchgehend:
- Kevin Spacey gibt eine Karrieretop-Darstellung als Lester.
- Annette Bening ist eisig als Carolyn.
- Thora Birch ist rührend als Jane.
- M. Emmet Walsh spielt Lester’s Boss mit einer erschreckenden Intensität.
Wo der Film stolpert
Das Werk ist nicht perfekt. Seine Satire kann zu grob wirken, und einige Witze landen flach. Der Nebenhandel um Janes Freund kommt etwas gezwungen rüber, und das Ende mit Lester’s Tod fühlt sich eilig an. Diese sind kleinere Klagen, aber sie hindern das Werk am Genie.
Hier ist die Reihung der Fehler nach Schwerheit:
- Die Satire ist in Teilen zu grob.
- Der Nebenhandel mit Janes Freund kommt gezwungen rüber.
- Das Ende eilt Lester’s Tod zu.
Das sind kleine Probleme bei einem Werk dieser Kategorie, aber sie verdienen zur Kenntnis genommen zu werden.
Dennoch bleibt American Beauty ein scharfer, trauriger Blick auf das Mittelstand-Amerika. Es ist ein Werk über Einsamkeit und die kleinen Momente des Glücks, die das Leben wert machen. Es ist ein Werk über einen Mann, der endlich sein Leben ansieht und beschließt, es zu leben.
Wertung: 8.4 von 10.
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