Martin Brundle hat den Madrid Grand Prix zu einer Farce aus Reifenmischungen, Safety-Cars und einer sieben Sekunden dauernden Boxenrunde gemacht, die Lando Norris den Sieg gekostet hat. Seine Einschätzung des spanischen Rennens liegt irgendwo zwischen amüsiert und besorgt, mit dem Urteil, dass der neue Veranstaltungsort behoben werden muss.
Die Strecke, die dieses Wochenende in der Nähe des Flughafens von Madrid eröffnet wurde, bot eine lange, geneigte Kurve 12 und Hochgeschwindigkeitsabschnitte zwischen durchgehenden Wänden und Barrieren. Brundle bezeichnete sie als ein Werk in der Entwicklung und wies darauf hin, dass der Veranstaltungsort aufgrund von schlechtem Wetter während des Baus Zeit verloren hatte. Er wies auch auf die logistischen Herausforderungen hin, die eine riesige Boxengasse und ein Fahrerlager sowie ein Streckenlayout verursachten, das Überholmanöver fast unmöglich machten.
„Es ist nicht so herausfordernd zu überholen wie in Monaco, aber auch nicht allzu weit davon entfernt.“
Das Reifen-Chaos, das das Rennen startete
Norris ging von der Pole-Position aus nach einem sensationellen Qualifying-Durchgang hervor und teilte die erste Reihe mit Kimi Antonelli auf Medium-Reifen. Max Verstappen fuhr mit Reifen der weichen Mischung, ebenso wie Lewis Hamilton. Charles Leclerc und George Russell fuhren mit Hart-Reifen.
Diese Aufteilung hatte sofort Auswirkungen. Mit wenig Streckenkenntnissen, insbesondere für Norris, der fast eine komplette Trainingssession aufgrund von technischen Problemen verpasst hatte, standen alle drei verfügbaren Reifenmischungen zur Verfügung. Das Ergebnis war ein Durcheinander, das Max Verstappen die Chance auf den Sieg kostete.
Verstappen las Antonellis aggressive Start gut und nutzte seine weichen Reifen, um sowohl den jungen Italiener als auch Norris zu überholen. Doch im frühen Chaos hatte Verstappen einen geraden Lauf durch eine Schikanen, um eine Kollision mit Hamilton zu vermeiden. Die Stewards waren anderer Meinung und stuften die Aktion als unfairen Vorteil ein. Verstappens Team forderte ihn auf, die Position an Lewis zurückzugeben, bevor die Stewards überhaupt eine Entscheidung trafen.
Es kostete Max wahrscheinlich letztendlich den Sieg.
Wie der virtuelle Safety-Car alles veränderte
Norris führte bis dahin, als Lance Stroll seinen Aston Martin beim Bremsen verlor und in einem der wenigen kurzen Auslaufbereiche liegen blieb. Der Vorfall deutete mit Sicherheit auf den Einsatz eines virtuellen Safety-Cars hin.
Norris näherte sich jedoch dem Boxeneinfahrtsbereich, und sein Team wollte ihn nicht an die Box bringen angesichts der Möglichkeit eines Safety-Cars anstelle der Sicherheit. Der Rennleiter gab die VSC-Anweisung genau in dem Moment, als Norris den Boxeneinfahrtsbereich passiert hatte, mit einem Vorsprung von über vier Sekunden.
Mercedes hatte Zeit, Antonelli an die Box zu bringen, aber nur, wenn Lando nicht in so großartiger Form gewesen wäre. Ferrari ließ Leclerc auf seinen harten Reifen fahren, was seine Strategie beeinträchtigte. Das Beseitigen stricker Fahrzeuge verlief während der gesamten Veranstaltung langsam, und es bestand eine geringe Chance, dass Norris noch eine Runde mit Safety-Car-Geschwindigkeit absolvieren und dennoch einen günstigen Boxenstopp einlegen könnte.
Diese Chance ist vergangen. Das Rennen wurde grün und mit voller Renngeschwindigkeit fortgesetzt, als Norris zwei Kurven vor dem Boxeneinfahrtsbereich war, was ihn zwang, die gesamte Boxengasse zu befahren, während seine Hauptrivalen auf das Gas drückten. McLaren lieferte einen sieben Sekunden dauernden Boxenstopp anstelle des üblichen zwei Sekunden Stopps.
Unvermindert begann Norris, Verstappen und Antonelli in hervorragender Weise einzuholen.
Leclers lange Runde und die Wertung der Meisterschaft
Leclerc beeindruckte mit der Führung bis Runde 48, als er an die Box fuhr, um seine müden harten Reifen abzustellen. Ein sehr unbeeindruckter Pierre Gasly wurde 55 von 57 Runden von seinem Alpine-Team auf der Strecke gelassen.
Das ließ Antonelli in Führung, während Verstappen hart drückte, als Norris aufholte. Die drei Führenden waren in den letzten Phasen dicht beieinander, aber es gab keinen Weg vorbei.
Nachdem er sein 13. F1-Rennen in Folge geführt hat, führt Antonelli nun die Meisterschaft mit 81 Punkten vor seinem Teamkollegen Russell an. Es ist das fünfte Rennen in Folge, in dem der 20-jährige Italiener seinen Punktevorsprung ausgebaut hat.
Was bei Madring zu beheben ist
Brundles Urteil über die neue Strecke ist gemischt. Die Strecke bietet einige interessante Aspekte, aber der Mangel an Überholmöglichkeiten und die logistischen Probleme durch die riesige Boxengasse und den Boxenpark müssen angegangen werden.
Die Safety-Car-Situation ist ebenfalls ein Problem. Unter Bedingungen der grünen Flagge dauerte der Boxenstopp lange 25 Sekunden. Unter einem virtuellen oder tatsächlichen Safety-Car gab es einen erheblichen 12-Sekunden-Vorteil beim Boxenstopp, während die Rivalen viel langsamer fuhren.
Das entschied darüber, wer das Rennen gewinnen würde.
Für 2027 ist Brundles Urteil, dass die Rennstrecke renovierungsbedürftig ist. Die temporäre Natur der Rennstrecke, die neben dem Flughafen errichtet wurde, bedeutet, dass Anpassungen möglich sind.
Der Vergleich mit der NEC, der die Strecke als das Rennen um die Madrid-Entsprechung des Birmingham Exhibition Centre beschreibt, ist eine Frage der Beschreibung, nicht der Frage, ob die Formel 1 dort weiter fahren sollte.
Wichtige Fakten
- Antonelli führt die Meisterschaft mit 81 Punkten vor Russell an.
- Antonelli hat 13 Rennen in Folge gewonnen.
- Norris wechselte in 25 Sekunden unter grüner Flagge die Reifen.
- Der Boxenstopp unter der Safety-Car-Phase verschaffte einen 12-sekündigen Vorteil.
- Leclerc führte bis Runde 48, bevor er seine Reifen wechseln ließ.
- Pierre Gasly wurde für 55 von 57 Runden auf der Strecke gelassen.
- McLaren lieferte einen Boxenstopp in sieben Sekunden.
Brundles Einschätzung ist auf skysports.com verfügbar. Der vollständige Bericht behandelt detailliert die Ereignisse des Wochenendes, von den Reifensortierungen bis zu den finalen Podiumsplätzen.
Sehen Sie das Video, auf dem die Geschichte basiert, auf Skysports.
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