Artifact fordert Spieler auf, Decks zu bauen, Ressourcen zu verwalten und über drei Lanes zu kämpfen, und es gelingt dem Spiel meistens. Das 2018 von Blizzard Entertainment veröffentlichte Sammelkartenspiel wurde für Linux, PC und Mac herausgebracht und hält sich immer noch als eines der ambitioniertesten digitalen Sammelkartenspiele überhaupt. Artifact ist nicht ohne Probleme, aber sein Kerndesign ist stark genug, um die ungeschliffenen Stellen zu rechtfertigen.
Trailer, via PlayArtifact.
Die Drei-Lane-Plattform
Artifact basiert auf einem physischen Brett, das sich in drei Lanes aufteilt. Jeder Spieler baut ein Deck aus Karten, das Helden, Kreaturen und Artefakte darstellt, und platziert sie dann über die Lanes. Schlachten spielen gleichzeitig in jeder Lane ab, und das Gewinnen einer Lane gewährt Gold, Erfahrung und Kontrolle über strategische Positionen auf dem Brett.
Die Mechanik belohnt Geduld. Ein Spieler, der eine Lane stürmt, kann diese Schlacht gewinnen, aber das Gesamtspiel verlieren. Das Brett zwingt Spieler dazu, über Positionierung, Wirtschaft und Timing nachzudenken, wie es Standard-CCGs selten fordern.
Deckbau und Fortschritt
Das Deckbausystem ist der Bereich, in dem Artifact kompliziert wird. Spieler sammeln Karten durch Packs, Crafting und Fortschrittsbelohnungen und bauen dann Decks aus diesen Karten. Das System ermöglicht eine tiefe Anpassung, aber es schafft auch eine steile Lernkurve. Neue Spieler können Stunden damit verbringen, herauszufinden, welche Karten zusammenpassen und welche nicht.
Der Fortschritt in Artifact erfolgt durch das Leveln von Karten, das Freischalten neuer Fähigkeiten und das Verdienen von Währung, um neue Karten zu craften. Dieser Loop hält Spieler im Laufe der Zeit engagiert, selbst wenn einzelne Matches sich wiederholen.
Matchlänge und Wiederspielwert
Eine typische Partie von Artifact dauert zwischen zehn und zwanzig Minuten, je nach dem Tempo der Spieler und der Komplexität der beteiligten Decks. Diese Länge kann eine Barriere für Gelegenheitsspieler darstellen, die eine kurze Session suchen.
Der Wiederspielwert ist hoch. Mit Tausenden von Karten, die zur Verfügung stehen, gibt es unzählige Deckkombinationen, die darauf warten, entdeckt zu werden. Spieler, die beim Spiel bleiben, experimentieren ständig mit neuen Strategien.
Die technischen ungeschliffenen Stellen
Artifact hat seit der Veröffentlichung technische Probleme. Leistungsprobleme, Matchmaking-Verzögerungen und Verbindungsprobleme plagen das Spiel seit Jahren. Diese Probleme bestehen weiterhin auf allen Plattformen und können Spieler während kompetitiver Matches frustrieren.
Die Benutzeroberfläche ist ebenfalls dicht gedrängt. Mit mehreren Bahnen, Karten und Timern, die es zu verfolgen gilt, kann es schwierig sein, den Überblick über alles zu behalten, was auf dem Bildschirm gleichzeitig passiert. Einige Spieler haben sich darüber beschwert, dass das Spiel zu viel Aufmerksamkeit erfordert, um es komfortabel spielen zu können.
Wie sich das Spiel heute schlägt
Trotz seiner Mängel bleibt Artifact ein fesselndes Spiel. Seine bahnengestützte Kampfkunst und Ressourcenmanagementsysteme bieten eine frische Abwechslung zu traditionellen CCG-Mechaniken. Die Tiefe des Spiels wird von den meisten anderen digitalen Sammelkartenspielen nicht erreicht.
Hier eine grobe Aufschlüsselung, wie eine typische Artifact-Session aussehen könnte:
| Aktivität | Zeit |
|---|---|
| Crafting und Deckbuilding | 5–10 Minuten |
| Match-Setup | 2 Minuten |
| Match-Dauer | 10–20 Minuten |
| Überprüfung und Fortschritt | 5 Minuten |
Die Zahlen sind Schätzungen und variieren je nach individuellem Tempo.
„Das Spiel zwingt Spieler dazu, über Positionierung, Wirtschaft und Timing nachzudenken, wie es von Standard-CCGs selten gefordert wird.“
Diese Aussage erfasst das Herz dessen, was Artifact so besonders macht. Das Spiel ist nicht einfach nur eine Neuauflage von Hearthstone oder Magic: The Gathering. Es erfordert eine andere Art von strategischem Denken, und dieser Unterschied ist es, der Spieler immer wieder zurückkommen lässt.
Was Spieler wissen sollten
Wenn Sie in Erwägung ziehen, Artifact zu spielen, sollten Sie wissen, was Sie erwartet. Das Spiel ist nicht für jeden geeignet, besonders wenn Sie eine schnelle, leicht zugängliche Erfahrung suchen. Es braucht Zeit, um es zu lernen, und Geduld, um es zu meistern.
Aber für Spieler, die tiefgehende Strategie schätzen und bereit sind, weiterzumachen
Artifact ist ein fehlerhaftes, aber faszinierendes Spiel. Seine linienbasierten Kämpfe und tiefgehenden Deckbausysteme heben es von der Masse ab, während seine technischen Probleme und die steile Lernkurve es zurückhalten. Für Spieler, die bereit sind, Zeit zu investieren, sind die Belohnungen erheblich.
Das Spiel hat jahrelange technische Probleme überstanden und findet immer noch Spieler, die mit seinen Systemen interagieren möchten. Egal, ob Sie ein Veteran oder ein Neuling sind, der Kernmechanismus von Artifact bleibt fesselnd. Das dreispurige Schlachtfeld und der ständige Bedarf, Wirtschaft und Positionierung auszugleichen, halten jedes Spiel frisch, selbst nach Dutzenden von Stunden.
Artifact erhält eine Wertung von 8,2 von 10.
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