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Sechszehn Jahre später lässt Scott Pilgrim das Kampffühlen noch immer real erscheinen, während die Handlung zögert. )

Eine Rezension von Scott Pilgrim vs. the World, einer stilvollen Action-Komödie, deren technisches Können eine dünne Handlung nicht ganz wettmachen kann.

Von mitch·5 Min. Lesezeit
A young man battles a glowing villain amid exploding cars rendered as pixels.

Scott Pilgrim gegen die Welt ist ein Film, der auf der Annahme basiert, dass sein Publikum genau weiß, was es will. Es will eine rasante, witzige, stilisierte Action-Komödie über einen jungen Mann sein, der gegen die Ex-Freunde seiner Freundin kämpft, und es liefert das meiste davon. Das Problem ist, dass er davon ausgeht, dass das Publikum die Vorlage bereits liebt, und diese Liebe ist nicht selbstverständlich.

Der Film folgt Scott Pilgrim (Michael Cera), einem Träumer, der sich in Ramona Flowers (Mary Elizabeth Winstead) verliebt, eine Frau, die so perfekt ist, dass sie sich durch sieben böse Ex-Freunde kämpfen muss, um mit ihm zusammen zu sein. Jeder Kampf ist ein Musical-Nummer, jeder Bösewicht hat eine bestimmte Fähigkeit, und das Ganze wird von Scotts Gehirn kommentiert, einer sprechenden Version seiner selbst, gespielt von Neil Patrick Harris. Es klingt chaotisch, und das ist es meistens auch.

Trailer, über Universal Pictures.

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Die Zahlen hinter der Leinwand

  • Titel: Scott Pilgrim gegen die Welt
  • Jahr: 2010
  • Regisseur: Edgar Wright
  • Laufzeit: 112 Minuten
  • Bewertung: 6,9 von 10

Was funktioniert

Die Stärken liegen auf der Hand. Die Actionsequenzen sind wirklich einfallsreich und kombinieren Videospiel-Logik mit der realen Welt. Autos explodieren in Pixeln. Feinde fallen in Blöcke. Die Kämpfe sind wie Tanzroutinen choreografiert, und sie erzielen eine Wirkung, die Live-Action-Filme nur selten erreichen. Die Farbpalette ist hell und gesättigt, und der Schnitt ist scharf genug, um mit den ständigen visuellen Witzen Schritt zu halten.

Der Cast verkörpert die Absurdität. Michael Cera spielt Scott als einen großenäugigen, passiven Charakter, der in das Chaos gerissen wird, und er engagiert sich voll und ganz für die Rolle. Mary Elizabeth Winstead bringt eine coole Distanziertheit in Ramona ein, die die Fantasie verankert. Kieran Culkin, Jason Schwartzman, Chris Evans und Brandon Routh spielen alle Scotts Feinde mit unterschiedlichem Engagement, und der herausragende ist Chris Evans als Gideon, der einen einfachen Bösewicht in eine komische Kraft verwandelt.

Die Musik ist ein Highlight. Der Soundtrack stützt sich stark auf Indie-Rock und Pop, und die Songs sind direkt in die Handlung eingewoben. Eine Figur singt im wahrsten Sinne des Wortes ein Lied, um eine andere zu besiegen. Es ist ein Trick, der funktioniert, weil der Film dem Publikum vertraut, den Witz zu genießen.

Wo es zu kurz kommt

Die größte Schwäche des Films ist sein mangelndes Geduld. Er hetzt die Charakterentwicklung zugunsten von Spektakel voran, was bedeutet, dass die Einsätze bis zum Finale hohl wirken. Ramona ist den größten Teil der Laufzeit eine Art Phantom, und Scotts emotionale Reise wird auf eine Reihe von Plattitüden über Liebe und Akzeptanz reduziert. Der Film ist so damit beschäftigt, schlau zu sein, dass er vergisst, sinnvoll zu sein.

Auch der Humor verfehlt gelegentlich sein Ziel. Einige Gags fallen flach, und andere sind zu stark auf Insider-Referenzen zum Ausgangsmaterial angewiesen. Der Film geht davon aus, dass das Publikum die Comics gelesen hat, und wenn diese Annahme versagt, verlieren die Witze ihre Schärfe.

Ein weiteres Problem ist die Struktur. Der Countdown der sieben Kämpfe ist ein cleveres Gerät, aber der Mittelteil zieht sich. Die Bösewichte sind kompetent, aber sie hinterlassen keinen großen Eindruck jenseits ihrer Kräfte. Der Film ist am besten, wenn er in Bewegung ist, und am schlimmsten, wenn er sich selbst erklärt.

Das Urteil über den Film

Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt ist ein Film, der weiß, was er sein möchte, und er setzt diese Vision mit Geschick um. Es ist ein technisches Meisterwerk mit einem schwachen Kern. Die Action ist fesselnd, die schauspielerischen Leistungen sind stark und der visuelle Stil ist einprägsam. Aber die Geschichte dahinter ist dünn, und die emotionale Belohnung ist geringer als der Film vermuten lässt.

„Ramona Flowers ist die coolste Person, die ich je getroffen habe.“

Dieser Satz, den Scott sagt, fängt die zentrale Spannung des Films ein. Ramona soll das Objekt der Begierde sein, aber der Film verbringt so wenig Zeit damit, zu erklären, warum sie es wert ist, begehrt zu werden, dass der Satz eher wie Wunschdenken als wie echte Zuneigung klingt. Die Liebesgeschichte des Films ist eine Nebenwirkung seiner Action, nicht ihr Zweck.

Der Film ist am besten, wenn er aufhört, tiefgründig sein zu wollen, und einfach die Handlung fließen lässt. Der finale Kampf, an dem das gesamte Ensemble von Ex-Partnern beteiligt ist, ist ein chaotisches, herrliches Durcheinander, das seine Laufzeit verdient. Es ist eine Feier des Exzesses, und es ist der reinste Ausdruck dessen, was der Film am besten kann.

Eine Bewertung, die es wert ist, in Erinnerung behalten zu werden

Der Wert von 6,9 von 10 Punkten spiegelt diese Zweiteilung wider. Es ist ein Film, über den Kritiker und Zuschauer gleichermaßen seit Jahren diskutieren, und die Zahl hält sich als ein faires Maß für seine Ambition gegenüber seiner Umsetzung. Es ist ein Film, der mehrmaliges Anschauen für seine Kunstfertigkeit belohnt, aber auf tieferen Ebenen durch seine Oberflächlichkeit frustriert.

Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt ist ein technischer Triumph in einem dünnen Gewand. Es lohnt sich, es für die Kämpfe, die Farben und die Energie zu sehen. Es lohnt sich nicht, es zweimal wegen der Charaktere oder der Handlung zu sehen. Es ist eine lustige Fahrt, aber es lässt nicht viel zurück.

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