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‚Harley Quinn‘: Kaley Cuocos Clown Prinzessin führt einen brutal witzigen Cartoon an.

Eine Rezension der Zeichentrickserie Harley Quinn, die ihren scharfen Humor, ihre Charaktertiefe und ihre herausragenden Sprecherleistungen lobt.

Von mitch·4 Min. Lesezeit
A cartoon depiction of a woman with pink hair and a leather jacket standing amidst comic book-style explosions.

„Harley Quinn“ ist ein Zeichentrickfilm über eine Frau, die aus einer schlechten Beziehung aussteigen will, und er verwandelt dieses einfache Grundprinzip in eine der schärfsten und witzigsten Fernsehserien. Die Serie aus dem Jahr 2019 folgt der Schurkinprinzessin des Verbrechens, als sie den Joker verlässt, ihre eigene Gang gründet und versucht, eine Superbösewichtin zu werden. Sie ist laut, unverschämt und unentschuldigt eine Komödie für Erwachsene.

Die Show baut auf drei Säulen: Harleys Stimme, ihre Gewaltbereitschaft und ihre Einsamkeit. Es ist eine Serie über eine Frau, die nicht aufhören kann, sich selbst zu verletzen, und sie findet Humor in diesem Kreislauf, ohne dabei den Blick für den Schmerz darunter zu verlieren.

Trailer, über DC.

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Harleys Stimme trägt die Show

Kaley Cuoco spricht Harley Quinn und verleiht dem Charakter eine heisere, wahnsinnige Energie, die sowohl verletzlich als auch furchteinflößend wirkt. Harley ist eine Frau, die jahrelang gesagt bekommen hat, sie sei verrückt, und die Show spielt ständig mit dieser Idee. Sie ist die Bösewichtin, aber sie ist auch die Heldin ihrer eigenen Geschichte, und Cuoco verkörpert beide Seiten dieser Medaille.

Der Nebencast ist ebenso stark. Alan Tudyk spielt den Joker als einen schmierigen, selbstsüchtigen Mann, und er ist der perfekte Kontrast zu Harleys Wut. James Tune spricht Poison Ivy als eine berechnende Pflanzen-Frau, die immer einen Schritt voraus ist, und sie ist ein ständiger Dorn im Auge von Harley. Christopher Meloni spricht Solomon Grundy als einen stämmigen Barbaren mit einem überraschend scharfen Witz, und seine Szenen gehören zu den besten der Serie.

Gewalt als Komödie

„Harley Quinn“ ist nicht subtil. Es ist ein Zeichentrickfilm und nutzt dieses Medium, um die Grenzen dessen zu erweitern, was eine Superhelden-Show kann. Die Gewalt ist cartoonartig, aber sie ist auch auf ihre eigene Weise brutal. Menschen werden hochgeschleudert, halbiert und von herabfallenden Gegenständen zerquetscht. Die Serie schreckt nicht vor ihrem eigenen Überschwang zurück, und dieses Engagement ist Teil dessen, was sie funktioniert.

Der Humor rührt von dem Kontrast zwischen der Absurdität der Action und der Aufrichtigkeit der Charaktere her. Harley ist eine Killerin, aber sie ist auch eine Frau, die Freunde und Respekt möchte. Diese Spannung ist der Motor der Show und treibt jede Episode an.

Das Joker-Problem

Die größte Schwäche der Serie liegt in der Darstellung des Jokers. Der Joker ist in der Theorie ein fesselnder Charakter, aber die Serie reduziert ihn oft auf eine wandelnde Witzenmaschine. Er ist lustig, aber auch ein Tyrann und ein Feigling, und die Serie widmet ihm nicht genug Zeit, um zu erforschen, warum Harley so lange bei ihm blieb. Wenn die Serie den Tiefgang des Jokers betont, ist das wirksam. Wenn sie sich auf seine Witze konzentriert, verliert sie den Fokus.

Die Serie hat auch in ihren späteren Staffeln mit dem Tempo zu kämpfen. Die mittleren Episoden der zweiten Staffel wirken besonders aufgebläht, und einige der Handlungsstränge verlieren an Schwung. Die Serie ist am besten, wenn sie sich auf Harleys Entwicklung konzentriert, und sie strauchelt, wenn sie von Nebenquests und Füllmaterial abgelenkt wird.

Was am besten funktioniert

Hier ist, was „Harley Quinn“ besser macht als fast jede andere Serie:

  1. Charakterentwicklung – Harleys Entwicklung von einem Opfer zur Anführerin ist das Herz der Serie.
  2. Sprechleistungen – Cuocos Leistung bildet das Fundament des gesamten Projekts.
  3. Actionsequenzen – die Serie weiß, wie man eine Auseinandersetzung stilvoll inszeniert.
  4. Humor – die Serie vereint dunkle Witze mit echter Pathos.
  5. Musik – die Songs in der Serie sind ein Highlight, insbesondere Harleys Originalstücke.

Die Serie macht zudem etwas Seltenes in Superheldenmedien: Sie behandelt ihre weibliche Hauptrolle als das Zentrum der Geschichte. Harley ist keine Sidekick, keine Liebesinteresse oder eine Nothelferin. Sie ist die Hauptfigur, und die Serie macht keine Kompromisse bei dieser Entscheidung. Dieses Selbstbewusstsein ist erfrischend und ist einer der Gründe, warum die Serie heraussticht.

Ein starker Start, eine gemischte Mitte

„Harley Quinn“ ist keine perfekte Serie. Ihre zweite Staffel zieht in manchen Stellen in die Länge, und ihre Behandlung des Jokers ist uneven. Aber ihre Stärken sind groß genug, um diese Schwächen zu überwinden. Die Serie ist eine mutige, selbstbewusste und oft humorvolle Interpretation einer geliebten Figur, und sie verdient Anerkennung dafür, Risiken einzugehen, die nur wenige andere Serien wagen würden.

Die Serie ist am besten, wenn sie sich auf Harleys Reise konzentriert, und diese Reise lohnt sich. Harley wandelt sich von einer Frau, die in einer toxischen Beziehung gefangen ist, zu einer Frau, die ein Leben nach ihren eigenen Vorstellungen aufbaut, und die Serie fängt diese Verwandlung mit Ehrlichkeit und Humor ein.

„Harley Quinn“ ist eine Serie über eine Frau, die lernt, für sich selbst einzustehen, und sie ist eine Serie über eine Frau, die endlich die Macht erlangt, die sie sich immer gewünscht hat. Es ist keine perfekte Serie, aber eine sehr gute.

Wertung: 8,2/10

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