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Zehn Jahre später beweist „Don’t Breathe“ immer noch, dass das Haus der gruseligste Charakter im Raum ist. )

Ein Trio von Dieben bricht in das Haus eines wohlhabenden blinden Mannes ein und löst so ein tödliches Katz-und-Maus-Spiel aus. Ein spannender, intelligenter Thriller.

Von mitch·4 Min. Lesezeit
Three figures stand motionless in a dark mansion hallway as shadows creep across the walls.

Don’t Breathe beginnt mit einer einfachen Prämisse: drei junge Diebe brechen in das Haus eines reichen Mannes ein, um Geld zu stehlen, und es geht schief. Diese Prämisse trägt den ganzen Film. Es ist ein straffer, spannender Thriller, der genau weiß, was er sein will, und keine Zeit damit verschwendet, das zu erreichen.

Fede Álvarez inszeniert, und er hält das Tempo von der ersten Szene an hoch. Der Aufbau ist schnell: eine Gruppe von Freunden, ein wohlhabender blinder Mann, ein Haus voller Alarmanlagen und eine Regel, die nicht gebrochen werden darf. Sobald sie drinnen sind, wird der Film zu einem langsamen, bedachten Katz-und-Maus-Spiel. Das Publikum weiß, dass das Haus mit Fallen gespickt ist, und der Film vertraut uns, auf den Lohn zu warten.

Trailer, via Sony Pictures Entertainment.

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Im Haus

Das Haus selbst ist der wahre Star des Films. Es ist ein weitläufiger, dunkler und gefährlicher Raum, und der Film behandelt ihn mit dem Respekt eines lebenden Antagonisten. Jeder Raum birgt eine Falle, und die Filmemacher nutzen Licht und Schatten, um den Raum lebendig wirken zu lassen. Dies ist kein Film über eine Verfolgungsjagd durch eine Stadt. Es ist ein Film über ein Gebäude, das nicht zulassen will, dass jemand geht.

Die Fallen sind clever, und sie werden sparsam genug eingesetzt, sodass jede einzelne mit Wucht zuschlägt. Eine Sequenz mit einem Klavier bleibt ein herausragender Moment, und der Film baut auf einen Höhepunkt auf, der Geduld belohnt. Die Spannung ist fast physisch, und das Sounddesign verstärkt sie noch. Jedes Knarren und Klicken fühlt sich wie eine Warnung an.

Die Diebe und Ihr Ziel

Die drei Diebe sind das Herz des Films, und die Schauspieler tragen das Gewicht ihrer Rollen. Sie streiten sich, geraten in Panik und kämpfen gegeneinander, genauso wie sie gegen das Haus kämpfen. Die Chemie zwischen ihnen ist echt, und der Film verdient seine Momente der Angst, indem er den Einsatz persönlich macht.

Der blinde Mann, gespielt von Kenneth Cranston, ist das Zentrum des finalen Akts des Films. Seine Leistung ist ruhig und kontrolliert, und er bringt eine ruhige Bedrohung in die Rolle ein. Er erhöht nie seine Stimme, und diese Zurückhaltung macht ihn weitaus furchterregender als eine Figur, die schreit. Die Wendung des Films, die das Blatt zu den Dieben wendet, ist ein mutiger Zug, und sie lohnt sich, weil der Aufbau von Anfang an sorgfältig aufgebaut wurde.

Die Wendung, die das Blatt wendet

Der Kniff ist das größte Risiko des Films. Er kehrt die Geschichte um und versetzt das Publikum in die Position der Gejagten. Der Film verdient diesen Wechsel, indem er viel Zeit damit verbringt, die Angst und Verzweiflung der Charaktere zu etablieren. Wenn sich das Blatt wendet, wirkt es wirkungsvoll, weil die Vorarbeit geleistet wurde.

Der Endspurt ist angespannt, und der Film behält seine Nerven in einer Sequenz, die leicht hätte zusammenbrechen können. Es ist ein starkes Ende eines starken Films.

Technische Ausgestaltung

Die technische Ausgestaltung ist durchweg solide. Die Kinematografie ist düster und stimmungsvoll, und das Lichtdesign erzeugt ein Gefühl der Angst, ohne jemals billig zu wirken. Das Sounddesign ist exzellent, wobei Umgebungsgeräusche und Fußschritte mehr Gewicht haben als Dialoge. Der Schnitt ist präzise, er schneidet zwischen den drei Dieben und dem blinden Mann mit Präzision hin und her.

Die Schwäche des Films liegt in seinem mittleren Abschnitt, wo das Tempo leicht nachlässt, während das Haus sein Fallstricke offenbart, nacheinander. Ein paar Szenen wirken wie Füllmaterial, und die Spannung lässt nach, bevor sie sich zum Höhepunkt hin wieder aufbaut. Es ist eine kleine Kritik, aber sie ist bemerkbar nach dem starken Beginn.

Reihenfolge

Szene Zeit
Der Einbruch 15 Minuten
Die Fallgrube des Klaviers 10 Minuten
Die Mittellänge ( 20 Minuten (
Der Twist ( 10 Minuten (
Der Finale Höhepunkt ( 10 Minuten (

Was funktioniert (

Don’t Breathe ist ein gut gemachter, oft spannender Thriller, der zwar gelegentlich im Mittelteil ins Stocken gerät, aber nie den Fokus verliert. Das Haus ist an sich eine Figur, und die schauspielerischen Leistungen tragen das emotionale Gewicht des Films. Der Twist ist eine echte Überraschung, und der Höhepunkt hält das Versprechen ein, das der Film seit der ersten Szene aufgebaut hat. (

Der Film interessiert sich weniger für Originalität als für die Umsetzung. Er bedient sich des Home-Invasion-Genres, setzt die Ideen aber mit Disziplin und Selbstbewusstsein um. Das Ergebnis ist ein Film, der die Intelligenz seines Publikums respektiert und ihnen vertraut, mitzuhalten. (

Es ist kein perfekter Film, und der Mittelteil zeigt einige Anzeichen von Anstrengung. Doch die Stärke des Aufbaus, der zentrale Twist und der finale Schub machen ihn zu einem soliden Beitrag zum Thriller-Genre. Es ist ein Film, der genau weiß, was er sein will und es meistens schafft, das zu sein. (

Bewertung: 7,1 von 10.

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