„Maniac“ ist eine Fernsehserie über Pillen und Schmerz und weiß genau, wie man beide unerträglich erscheinen lässt. Die von Netflix produzierte Miniserie begleitet Owen (Justin Timberlake) und Annie (Emma Stone), während sie experimentelle Drogen durch eine Reihe psychologischer Tests nehmen, in der Hoffnung, ihre eigenen inneren Dämonen zu heilen. Es ist eine schwarze Komödie, eine Horror-Geschichte und eine Liebesgeschichte, alles verpackt in zehn Episoden, die nicht stillstehen wollen.
Trailer, über Netflix.
Owen und Annie
Timberlake spielt Owen als einen Mann, der aufgegeben hat. Er ist ein Hausmeister, der in einer Kellerwohnung lebt, kaum über die Runden kommt, und nimmt die Pillen, weil er aussteigen will. Stone spielt Annie als eine Frau, die keine Optionen mehr hat. Sie ist eine Ex-Süchtige, deren Vater sie verlassen hat, und sie nimmt die Pillen, weil sie glaubt, sie könnten den Schmerz endlich beenden. Ihre Chemie ist der Motor der Serie, und sie summt durchgehend.
Der Nebencast ist ebenfalls stark. Willem Dafoe spielt Dr. James Williams, den charismatischen Leiter der Arzneimittelversuche, während Steve Buscemi als skeptischer FDA-Ermittler auftaucht. Beide Schauspieler verzehren das Bühnenbild, ohne den Fokus zu verlieren, und verankern den Surrealismus in menschlicher Größenordnung.
Zehn Episoden, Zehn Welten
Jede Episode ist um eine einzelne Pille herum aufgebaut, und jede Pille bringt eine neue Welt hervor. Einige sind traumartige Fantasien, andere sind alptraumhafte Horrorszenarien, und einige sind schlichtweg seltsam. Die Serie erklärt sich nicht selbst und erwartet, dass man mitkommt.
Die besten Episoden sind diejenigen, die den Figuren Luft zum Atmen lassen. „The Ballad of Buster Scruggs“ ist ein Western, der in einer Geisterstadt spielt, wo Owen und Annie Pferde reiten und Schusswaffen abfeuern. „The Lady Killers“ ist ein Film Noir über einen Gangster namens Bugsy (Dafoe), der Annie anheuert, um Diamanten zu stehlen. Diese Episoden funktionieren, weil sie eigenständige Geschichten sind, nicht nur Einrichtungsarbeiten für den nächsten Test.
Die schwächsten Episoden sind diejenigen, die sich zu stark auf das Gimmick verlassen. Einige Tests sind vergessen, und ein paar dehnen eine einzelne Idee über eine ganze Stunde aus. Die Serie ist am besten, wenn sie ihren Darstellern und ihrem Publikum vertraut, und am schlechtesten, wenn sie auf Spektakel setzt.
Was funktioniert, was nicht
Die Show gelingt, wenn sie sich voll und ganz auf einen Ton konzentriert. Der Humor funktioniert, wenn er messerscharf und absurd ist, und der Horror trifft, wenn er viszeral und unangenehm ist. Die Fehlerquellen liegen darin, wenn die Show versucht, einen Kompromiss zu finden, zwischen Lachen und Furcht hin- und herwechselt, ohne eines davon zu erreichen.
| Element | Stärken | Schwächen |
|---|---|---|
| Chemie | Timberlake und Stone teilen eine spürbare Verbindung. | Keine nennenswerte. |
| Ton | Wechselt zwischen Genres, ohne an Schwung zu verlieren. | Einige Episoden verlieren den Fokus. |
| Weltgestaltung | Jede Pille erschafft ein eigenes Universum. | Manche Tests wirken dünn ( |
| Darbietungen ( | Dafoe und Buscemi bringen Bedrohung ( | Keine nennenswerte ( |
The Pill Test (
Die Grundstruktur ist einfach: eine Pille einnehmen, eine Welt betreten, den Test überleben. Aber die Umsetzung ist alles andere als einfach. Die Show verwebt Bedeutung in jedes Bild, jede Farbe, jede Dialogzeile. Sie belohnt aufmerksames Zuschauen und bestraft oberflächliches Überfliegen. (
Hier eine grobe Rangliste der stärksten Episoden: (
- „The Lady Killers“ – der Neo-Noir bietet die straffste Erzählung der Serie. (
- „The Ballad of Buster Scruggs“ – der Western ist optisch am stärksten ausgeprägt. (
- „The Green Knight“ – die mittelalterliche Fantasy ist am ehrgeizigsten. (
- „The Ballad of Buster Scruggs“ – der Western ist zudem am emotionalsten. (
- „The Green Knight“ – die mittelalterliche Fantasy ist außerdem am komplexesten. (
Die Bewertung spiegelt wider, wie die Show in mehreren Dimensionen abschneidet, nicht nur in einer.
Letztes Wort
„Maniac“ ist ein mutiges, ungleichmäßiges und oft brillanter Fernsehbeitrag. Es ist nicht für jeden geeignet und verlangt viel von seinem Publikum. Aber wenn es funktioniert, dann richtig. Die letzten Episoden lösen das zentrale Rätsel mit einer Wendung, die sich verdient anfühlt, auch wenn der Weg dorthin holprig ist.
Die Show ist ab sofort auf Netflix abrufbar und hält als einzigartiges Seherlebnis stand. Es ist ein seltenes Beispiel dafür, dass die Ambition sichtbar ist, selbst wenn die Umsetzung ins Stocken gerät.
Wertung: 7,6 von 10.
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