Ein Mann wacht in einer fremden Stadt auf, ohne Erinnerung daran, wer er ist. Sein einziger Begleiter ist ein sprechendes Pikachu, und die beiden müssen ein Rätsel lösen, das um verschwundene Pokémon geht. Dieses Setup klingt nach einem Volltreffer. Das ist es aber nicht.
Trailer, über Warner Bros..
Die Ausgangssituation
Der Film beginnt damit, dass ein Detektiv namens Tim Goodman (Justice Smith) sich in Ryme City wiederfindet, einer Mensch-Pokémon-Metropole. Er hat keine Ahnung, warum er dort ist. Sein einziger Hinweis ist ein Pikachu (synchronisiert von Ryan Reynolds), der sprechen kann und auch nicht weiß, wer Tim ist. Gemeinsam untersuchen sie das Verschwinden eines Kindes, was sie in eine Verschwörung verwickelt, die Team Rocket involviert.
Was funktioniert
Ryan Reynolds trägt den Film. Sein Pikachu ist lustig, sarkastisch und aufrichtig fürsorglich. Die Chemie zwischen Tim und Pikachu ist der Grund, warum überhaupt jemand über die Eröffnungstitel hinaus schaut. Justice Smith spielt Tim als einen nervösen, unauffälligen Kontrahenten, und die beiden passen gut zusammen.
Was nicht funktioniert
Die Handlung ist dünn. Das Rätsel wird durch Zufall gelöst, anstatt durch Deduktion. Charaktere erklären Dinge, die sie nicht erklären müssten. Der Bösewicht, ein Mitglied von Team Rocket, ist unterentwickelt und kaum bedrohlich. Der Film stützt sich auf Spektakel – riesige Pokémon-Schlachten, Neonstraßen, eine sprechende Katze – um einen Mangel an einer Geschichte zu verbergen, die ihre Laufzeit nicht verdient hat.
Technische Notizen
Die Animation ist kompetent. Pokémon wirken ausdrucksstark und detailliert, und die Stadt ist sorgfältig dargestellt. Die Actionsequenzen sind energiegeladen, aber unvergesslich. Die Musik ist angenehm, aber unauffällig, vermischt orchestrale Elemente mit elektronischen Beats, ohne jedoch jemals einprägsam zu werden.
Pokémon-Fans könnten enttäuscht sein
Pokémon-Fans, die auf eine vertiefende Auseinandersetzung mit ihren Lieblingstieren hoffen, werden hier kaum über ein paar Cameo-Auftritte hinaus finden. Der Film behandelt das Franchise als Kulisse und nicht als eine zu erforschende Welt. Es gibt keine Hintergrundgeschichte, keine Geschichte, keine Tiefe. Es ist ein Geldverdienen verkleidet als Familienfilm.
Endurteil (
Pokémon Detective Pikachu ist ein angenehmer, gelegentlich cleverer Film, der jedoch sein volles Potenzial nicht ausschöpft. Er macht etwa eine Stunde lang Spaß, dann zieht er in die Länge. Die Besetzung liefert gute Arbeit mit schwachem Material ab, und die Prämisse ist besser als die Umsetzung. (
- Ryan Reynolds liefert die beste Leistung des Films. (
- Justice Smith sorgt für einen geerdeten Mittelpunkt. (
- Die Animation ist ausgefeilt. (
- Die Geschichte ist dünn und repetitiv. (
- Der Bösewicht fehlt es an Bedrohung. (
Der Film erhält eine Wertung von 6,9 von 10 Punkten. (
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