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Vincent und Max: Collateral’s lange Nacht des Mordes und der Beobachtung.

Ein Taxifahrer und ein Auftragskiller verbringen eine Nacht in Los Angeles, ein angespannter Thriller voller Bedrohung und stiller Menschlichkeit. )

Von mitch·3 Min. Lesezeit
A cab drives through a wet, lit city street at night, a man inside watching another man beside him.

„Collateral“ ist ein Crime-Thriller, der auf einem einfachen Austausch aufbaut: ein Mann tötet, ein anderer beobachtet. Er begleitet Vincent, einen professionellen Killer, und Max, einen Taxifahrer in Los Angeles, über eine einzige Nacht. Der Film stellt eine Frage, die leicht zu stellen, aber schwer zu beantworten ist: Wie wird ein Fremder zu einer Person? Es ist eine Geschichte über zwei Männer, eine Stadt und eine Nacht, die beide verändert.

Trailer, über Amblin Entertainment.

Vincent und Max

Tom Hardy spielt Vincent als einen Mann, der durch die Stadt wie ein Geist wandelt. Er weiß genau, was er will und wie er es bekommt, und Hardy verkörpert die stille Bedrohung eines Mannes, der niemals seine Stimme erhebt. Jamie Foxx spielt Max als einen Taxifahrer, der versucht, eine Schuld abzubauen, einen Mann, der aufgehört hat, die Welt um sich herum wahrzunehmen. Der Film verbringt seine erste Stunde damit, Max beim Fahren, Telefonieren mit seiner Frau und Beschweren über seinen Tag zu beobachten. Dann betritt Vincent sein Leben.

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Das Verhältnis zwischen den beiden Männern ist der Motor des Films. Vincent bietet Max eine Fahrt an, dann einen Job, dann eine Partnerschaft im Mord. Max lehnt jedes Angebot ab, aber er beobachtet, hört zu und lernt auch. Der Film verfolgt seine Reaktionen Schritt für Schritt, und Foxx verdient jede einzelne davon. Hardys Vincent ist eine Naturgewalt, und Foxx’ Max ist ein Mann, der langsam aufwacht.

Los Angeles bei Nacht

Die Stadt selbst ist ein Charakter. Der Film zeigt Los Angeles bei Nacht, leere Straßen, helles Licht und das ständige Summen des Verkehrs. Die Kinematografie ist sauber und präzise, und sie verleiht dem Film eine Größenordnung, die eine kleinere Produktion nicht bewältigen könnte. Die Drehorte sind echt, und der Film nutzt sie gut. Die Stadt ist nicht nur ein Hintergrund; sie ist ein Teilnehmer an der Geschichte, ein Ort, der die Entscheidungen der beiden Männer prägt.

Das Tempo des Films

Der Film ist unerbittlich. Er bewegt sich von Szene zu Szene ohne Pause, und die Spannung lässt nicht nach. Der Dialog ist schlagfertig, und die Leistungen sind stark genug, um das Gewicht des Drehbuchs zu tragen. Der Film vertraut seinem Publikum darauf, mitzuhalten, und belohnt dieses Vertrauen mit einem Ergebnis, das zündet.

Es gibt Momente, in denen der Film unter seinem eigenen Ehrgeiz leidet. Einige Szenen werden zu lang, und das Tempo lässt im mittleren Abschnitt leicht nach. Der Film ist nicht perfekt, aber er ist durchweg fesselnd. Im mittleren Abschnitt ist der Ehrgeiz des Films am deutlichsten sichtbar, und hier zeigt er auch am stärksten Anzeichen von Strapazen.

Das Ende

Der finale Akt löst die zentrale Spannung zwischen Vincent und Max. Ohne Details zu verraten, ist die Auflösung verdient, und sie beendet den Film auf einer Note, die richtig wirkt. Das Ende löst nicht alles, aber es löst das, was wichtig ist.

Der Film endet mit einem Gefühl der Geschlossenheit, das in diesem zynischen Genre selten ist. Er respektiert die Charaktere genug, um sie atmen zu lassen, selbst in den dunkelsten Momenten. Dieses Gefühl der Geschlossenheit kommt von einem Regisseur, der versteht, dass ein Thriller enden kann, ohne jeden Faden zu lösen.

Das Urteil

Collateral ist ein straffer, gut gemachter Action-Thriller. Es ist kein Meisterwerk, aber es ist ein sehr guter Film. Die Darstellungen sind ausgezeichnet, das Tempo ist meistens stark, und der Schauplatz wird hervorragend genutzt. Er hat Schwächen, aber keine davon zieht das gesamte Projekt unter.

Der Film ist eine Erinnerung daran, dass ein Regisseur noch einen schlanken, effizienten Film drehen kann, ohne Stil oder Substanz zu opfern. Es ist ein solider Beitrag zum Action-Genre, und er hält sich als ein sehenswertes, gut gemachtes Werk.

7,1 von 10

Stichpunkte

  • Titel: Collateral
  • Jahr: 2004
  • Regie: Michael Mann
  • Laufzeit: 144 Minuten
  • Bewertung: 7,1/10
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