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Timberhalls Versprechen vergeudet in einer Uhr, die abläuft, bevor ihre Idee es tut

Eine Gesellschaft, in der Zeit Währung ist, gestohlene Stunden Schatz sind und ein Mann namens Will Salas vor den Händen des Schicksals flieht.

Von mitch·3 Min. Lesezeit
A man runs down a glowing street as the clock above him ticks toward zero.

„In Time“ wird sich als ein Science-Fiction-Thriller darstellen, der eine Gesellschaft zeigt, in der Menschen auf 25 Jahre aufhören zu altern und stattdessen einen Countdown-Kreislauf erhalten, anstelle eines Kalenders. Die Vorstellung ist clever. Die Umsetzung ist es nicht.

Andrew Niccol regieert von seinem eigenen Drehbuch aus, und das Film spielt Justin Timberlake als Will Salas, einen Mann, der einen Kreislauf von einem reichen Mann namens Henry Hamilton (gespielt von Matt Bomer) stiehlt. Die Idee ist, dass Zeit zu Geld wird, und dass die Armen kurze Leben haben, während die Reichen Jahrzehnte anhäufen. Es klingt wie ein scharfer Kommentar zur Einkommensungleichheit. Es spielt sich wie ein leerer Verfolgungsfilm ab.

Trailer, via 20th Century Studios.

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Der Kreislauf als Geld

Der zentrale Witz ist das stärkste Element des Films. Eine Welt, in der Zeit wörtlich Geld ist, ist eine nette Idee. Aber der Film verweigert sich ihr nie vollständig. Figuren sprechen über die Grausamkeit des Systems, aber das Film zeigt selten, was diese Grausamkeit aussieht, außer ein paar Todesfällen.

Justin Timberlakes Darstellung

Timberlake trägt den Film. Er spielt Will mit einer Mischung aus Not und Neugier, die die Stimmung verkauft. Aber das Drehbuch gibt ihm wenig zu tun, nachdem er den Kreislauf gestohlen hat. Sein Weg wird zu einer Serie von Fluchtversuchen, anstatt zu einem Charakterbogen.

Matt Bomers Henry Hamilton

Bomer spielt Henry Hamilton, dessen Kreislauf Will stiehlt. Er soll ein Böser sein, aber der Film macht ihn nie zu einem. Seine Motive sind dünn, und seine Szenen existieren hauptsächlich, um die Handlung voranzutreiben.

Die Verfolgungsstruktur

Die zweite Hälfte des Films verwandelt sich in eine Serie von Auftrittssequenzen: Verfolgungen, Kämpfe und Fluchtversuche. Keine davon landet. Das Action ist kompetent, aber es fehlt an Eile, weil der Zuschauer nie versteht, warum Will flieht.

Die Botschaft verloren geht

Niccol hat Filme zu sozialen Themen gedreht, und „In Time“ versucht diese Tradition fortzuführen. Aber die Botschaft wird unter Spektakel begraben. Das Werk stellt Fragen über Ungleichheit und Kontrolle, dann beantwortet sie mit Explosionen.

Der Twist-Ende

Der finale Abschnitt knüpft alles zusammen mit einem Twist, der die Regeln der Welt erklärt. Es ist clever, aber es kommt zu spät. Bis der Zuschauer die Wette versteht, ist das Werk schon zu Ende.

Was funktioniert

  1. Die Idee selbst
  2. Timberlakes Darstellung
  3. Die visuelle Gestaltung

Was nicht funktioniert

  1. Der flache Bösewicht
  2. Die leere Jagdstruktur
  3. Die verschüttete Botschaft

„In Time“ ist ein Werk, das nie seinen Standort findet. Es hat eine großartige Idee und einen talentierten Hauptdarsteller, aber es schafft keinen Roman um beides herum. Das Ergebnis ist ein vergessener Thriller, der ein vielversprechendes Konzept vergeudet.

Punktzahl: 3,6 von 10.

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