Ben Stiller ist als Larry Daley in „Night at the Museum: Secret of the Tomb“ zurück, dem dritten Film der Museumskomödienreihe. Diesmal entführt die Geschichte ihn und seine Freunde nach Ägypten, wo sie versuchen, ein uraltes Böses daran zu hindern, freigelassen zu werden. Der Plan ist einfach genug. Die Umsetzung nicht.
Trailer, über 20th Century Studios India.
Larrys Rückkehr
Larry arbeitet immer noch als Nachtwächter im American Museum of Natural History, und er gerät immer wieder in seltsame Abenteuer. Ben Stiller spielt ihn mit dem gleichen unbeschwerten Charme, der die ersten beiden Filme getragen hat. Er kennt die Routine inzwischen und spielt sie gut.
Ihm schließen sich erneut Robin Williams als Theodore Roosevelt, Owen Wilson als Jedediah und Steve Coogan als Octavius an. Ihre Chemie ist weiterhin stark, obwohl die Witze um sie herum dünner erscheinen als früher.
Ägypten und seine Grenzen
Die Handlung verlagert sich von New York nach Ägypten, und der Film setzt stark auf Spektakel. Es gibt große Sets, Sandstürme und eine Pyramide voller Gefahren. Keiner dieser Elemente kommt jedoch wirklich an.
Der Humor ist zu stark auf Slapstick und wiederholte visuelle Gags angewiesen, die beim ersten Mal besser funktionierten. Einige der Witze verpuffen, weil das Publikum sie bereits gehört hat.
Das Mumienproblem
Der Bösewicht des Films ist eine Mumie, die wieder zum Leben erweckt werden will. Dieses Setup hätte interessant sein können. Stattdessen verbringt der Film den Großteil seiner Laufzeit mit Verfolgungsjagden und Actionsequenzen, die aus anderen Filmen entliehen wirken.
Der Einsatz wird erhöht, aber das Drehbuch findet keinen neuen Weg, um uns für sie zu interessieren. Das Ergebnis ist eine Geschichte, die sich anfühlt, als wäre sie geschrieben worden, um Sitze zu füllen, anstatt jemanden zu überraschen.
Wo es scheitert
- Die Handlung ist dünn und wiederholt sich.
- Der Humor stützt sich zu stark auf alte Witze.
- Die Ägypten-Kulisse wird als Dekoration behandelt, nicht als Charakter.
- Robin Williams liefert hier einige seiner besten Leistungen ab, aber der Film um ihn herum ist schwächer.
Williams sticht wieder hervor
Robin Williams bleibt der Höhepunkt des Films. Sein Theodore Roosevelt ist lustig, warmherzig und manchmal zutiefst traurig. Er trägt Szenen, die das Drehbuch allein nicht vollständig tragen könnte.
Seine Leistung ist der Grund, warum man über den ersten Akt hinaus schaut. Ohne ihn würde dieser Film vollständig zusammenbrechen.
Eine bekannte Formel
„Night at the Museum: Secret of the Tomb“ bricht kein neues Terrain. Es folgt dem gleichen Muster wie seine Vorgänger, nur mit einem größeren Budget und einem ehrgeizigeren Umfang. Dieser Ehrgeiz wird nicht belohnt.
Die Witze sind abgedroschen, die Handlung ist vorhersehbar, und die Ägypten-Kulisse fühlt sich wie ein Stunt an und nicht wie eine Geschichte. Nur Robin Williams rettet ihn vor einem totalen Fehlstart.
Die Zahlen
- Titel: Night at the Museum: Secret of the Tomb
- Jahr: 2014
- Mitwirkende: Ben Stiller, Robin Williams, Owen Wilson, Steve Coogan
- Bewertung: 4,7/10
„Night at the Museum: Secret of the Tomb“ ist eine Enttäuschung. Robin Williams gibt alles, aber Drehbuch und Regie versagen. Es ist ein Film, der auf gutem Willen reitet, anstatt etwas Eigenes aufzubauen.
Das Endergebnis ist 4,7 von 10.
Das Notizbuch abonnieren.
Die besten Geschichten des Tages und jedes neue Urteil, in klarem Deutsch, um sieben im Postfach. Eine Mail am Tag, nicht mehr.





