GESCHRIEBEN IN KLAREM DEUTSCH.
Über uns
CLAY TRIBUNE.
ShopCartAccount
Anzeige

Abe Sapien übernimmt die Führung, während die Goldene Armee in Hellboy II in die Höhe steigt.

Eine Geschichte von einem blauen amphibischen Agenten und einer goldenen Armee von Automaten, in der Trauer und Rache inmitten einer ausgehöhlten Stadt voller Wunder miteinander ringen.

Von mitch·6 Min. Lesezeit
A blue amphibian agent stands amid a flooded, shadowed subway station corridor lit with a faint golden glow.

Hellboy II: The Golden Army ist laut, farbenfroh und voller Spektakel. Es ist auch ein Film, der mehr Zeit mit seiner Welt als mit seiner Handlung verbringt, und dieses Gleichgewicht kostet ihn etwas von seiner Wirkung. Regisseur Guillermo del Toro hat ein Universum erschaffen, in dem mythische Kreaturen unter uns wandeln, und lässt diese Welt für den Großteil der Laufzeit atmen. Das Ergebnis ist ein Film, der größer ist als sein Vorgänger, aber dabei etwas von seinem Fokus verliert. Es ist ein Triumph der visuellen Vorstellungskraft und ein Stolpern der narrativen Kohärenz, und beide Seiten verdienen gleiche Aufmerksamkeit.

Trailer, über Universal Pictures.

Abe Sapien übernimmt die Führung

Der Film beginnt mit einem Mord. Ein junges Mädchen wird tot in einer U-Bahn-Station aufgefunden, ihr Gesicht erstarrt vor Entsetzen. Detective John Myers ermittelt, aber der Fall führt ihn an einen Ort, den er nicht erwartet: das BPRD, das Bureau für paranormale Forschung und Verteidigung. Dieses Büro wird jetzt von Abe Sapien, dem bläulich-blauen Amphibienwesen, geleitet, das Hellboy als führenden Agenten des Teams ersetzt hat. Ron Perlman spricht die Hauptfigur, aber Doug Jones spielt Abe Sapien und gibt dem Film seinen emotionalen Kern.

Anzeige

Abe trauert. Seine Verlobte, Liz Sherman, ist verschwunden und hat nur einen Zettel und einen zerbrochenen Verlobungsring zurückgelassen. Der Film ist um seine Suche nach ihr herum aufgebaut, und diese Suche treibt die Handlung voran. Es ist eine persönliche Geschichte vor dem Hintergrund eines globalen Konflikts, und die Spannung zwischen den beiden Spannweiten löst sich nie ganz.

Die Goldene Armee

Der Antagonist ist Prinz Nuada, gespielt von Lee Pace. Er ist der letzte überlebende Elfenprinz und glaubt, dass die Elfen von der Menschheit verraten wurden. Sein Plan ist es, die Goldene Armee zu erwecken, eine mechanische Armee aus goldenen Kriegern, um einen Krieg gegen die Menschheit zu führen. Ian McShane spielt Johhny Colosimo, einen Gangster, der das Projekt finanziert, und er bringt eine müde Ausstrahlung in die Rolle ein. Lucy Liu spielt einen blinden Schwertkämpfer namens Pyanepsios, und sie fügt den Vorgängen eine Schicht von Mystik hinzu.

Der Bösewicht ist nicht subtil. Er ist die wandelnde Verkörperung von gerechter Wut, überzeugt davon, dass die Menschheit die Vernichtung verdient. Del Toro ist hier nicht an moralischer Mehrdeutigkeit interessiert. Nuada ist reines Böses, und der Film behandelt ihn so. Diese Einfachheit ist sowohl eine Stärke als auch eine Schwäche. Sie macht die Einsätze klar, schränkt aber auch die Tiefe des Konflikts ein.

Die Stadt der Toten

Der Schauplatz des Films ist New York, aber es ist nicht das New York, das wir kennen. Die Stadt wurde ausgehöhlt, ihre Straßen sind mit uralten Tunneln und verborgenen Gängen gefüllt. Das Hauptquartier der BPRD ist ein weitläufiges Herrenhaus, und der Film verbringt Zeit damit, seine Korridore und Kammern zu zeigen. Es gibt eine Szene, in der Abe einen Gang entlanggeht, der mit Porträts vergangener Agenten gesäumt ist, jedes ein Mahnmal für die Geschichte, die er mit sich trägt.

Die Stadt selbst wird zu einem Charakter. Sie ist ein Ort des Staunens und der Furcht, voller seltsamer Kreaturen und verborgener Gefahren. Das Produktionsdesign des Films ist hervorragend, und es schafft eine Welt, die bewohnt wirkt. Die Straßen sind feucht und schmutzig, die Gebäude sind hoch und schattig, und die Gesamtatmosphäre ist stimmungsvoll und atmosphärisch.

Der emotionale Kern

Der emotionale Schwerpunkt des Films ist Abes Trauer. Er ist ein Geschöpf des Wassers, und sein Verlust hat ihn das Gefühl gegeben, treibend zu sein. Er trinkt zu viel, er grübelt schweigend und weigert sich, zulassen, dass ihm jemand hilft. Der Film begleitet ihn auf seiner Reise quer durchs Land, auf der Suche nach Hinweisen auf Liz’s Verschwinden. Er besucht eine Wahrsagerin, einen ehemaligen Kollegen und eine Reihe von Orten, die Erinnerungen an ihre Beziehung bergen.

Perlmans Darstellung ist zurückhaltend. Er spricht mit einer leisen, fast flüsternden Stimme und trägt eine Last des Schmerzes mit sich, die spürbar ist. Der Film ermöglicht es ihm, das Innenleben des Charakters zu erkunden, und diese Erkundung lohnt sich. Abe ist hier kein Sidekick. Er ist der Protagonist, und der Film behandelt ihn mit derselben Sorgfalt, die er Hellboy selbst widmen würde.

Die Action und die Musik

Die Actionsequenzen sind die stärksten Momente des Films. Es gibt eine Schlacht in einer U-Bahn-Station, eine Auseinandersetzung in einem überfluteten Tunnel und eine finale Konfrontation in einer versteckten Stadt. Die Choreographie ist flüssig, die Effekte sind spektakulär, und das Tempo ist unerbittlich. Der Film weiß, wie man eine Kampfszene inszeniert, und das tut er mit Selbstvertrauen.

Die Musik ist von Danny Elfman komponiert, und sie ist ein Highlight des Films. Der Soundtrack ist orchestral, grandios und oft unheimlich. Er schwelt während der Klimaxszenen an und zieht sich während der ruhigeren Momente zurück. Es ist ein Soundtrack, der zum Ton des Films passt und das Material über sein Drehbuch hinaushebt.

Die Schwächen

Der Film ist nicht perfekt. Sein Tempo ist ungleichmäßig, und einige der mittleren Abschnitte ziehen sich in die Länge. Der Film verbringt viel Zeit damit, seine Welt zu etablieren, und diese Etablierung geht manchmal auf Kosten des Schwungs. Die Handlung ist ebenfalls verschachtelt, mit mehreren Strängen, die gelegentlich den Überblick verlieren. Die Auflösung ist gehetzt, und sie fühlt sich wie ein Kompromiss und nicht wie ein Schluss an.

Der Humor ist ebenfalls ungleichmäßig. Der Film versucht, lustig zu sein, aber die Witze landen oft verfehlt. Der Film ist am besten, wenn er ernst ist, und am schlechtesten, wenn er versucht, leicht zu sein. Die Tonwechsel können ruckartig sein, und sie reißen den Zuschauer aus der Erfahrung.

Der Vergleich

Element Hellboy II: The Golden Army
Hauptfigur Abe Sapien
Antagonist Prinz Nuada
Setting New York City, mit verborgenen Tunneln und einer verborgenen Stadt
Tone Melancholisch, mit Momenten der Spektakulärität
Score Danny Elfman

Der Film ist ein Produkt seiner Zeit. Er wurde zu einer Zeit gemacht, als Superheldenfilme immer häufiger wurden, und er versucht, seine eigene Nische zu erobern. Er ist kein Blockbuster im herkömmlichen Sinne. Es ist ein kleinerer, seltsamerer, persönlicherer Film. Diese Seltsamkeit ist seine größte Stärke, selbst wenn sie mit dem Verlust von Klarheit einhergeht.

Der Film ist allein wegen seiner Gestaltung sehenswert. Die Sets, die Kostüme, die Kreaturendesigns und die Beleuchtung sind alle erstklassig. Der Film ist ein Fest für die Augen und belohnt sorgfältige Aufmerksamkeit. Es ist auch ein Film, der Geduld verlangt. Es ist keine rasante Fahrt, und er fordert den Zuschauer auf, mit seiner Traurigkeit zu verweilen.

Der Film endet mit einer Frage anstelle einer Antwort. Abe findet Liz, aber das Wiedersehen ist bittersüß. Der Film lässt die Charaktere in einem Zustand der Veränderung zurück, und er fordert das Publikum auf, sich vorzustellen, was als nächstes kommt. Diese offene Endung ist in der Mainstream-Kino ungewöhnlich und zeugt von der Bereitschaft des Films, Fragen unbeantwortet zu lassen.

Hellboy II: The Golden Army ist ein fehlerhaftes Meisterwerk. Es ist ein Film, der mehr ist als die Summe seiner Teile, und es ist ein Film, der in Erinnerung bleiben wird. Es ist ein seltsamer, schöner und oft trauriger Film, und er verdient es, gesehen zu werden.

Der Film erhält eine Bewertung von 7,8 von 10.

Das Notizbuch

Das Notizbuch abonnieren.

Die besten Geschichten des Tages und jedes neue Urteil, in klarem Deutsch, um sieben im Postfach. Eine Mail am Tag, nicht mehr.

Wir schicken eine Bestätigungsmail. Jede Ausgabe hat einen Abmeldelink, ein Klick genügt.

Film reviews
Anzeige

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Als Amazon-Partner verdient Clay Tribune an qualifizierten Verkäufen.