Der Glöckner von Notre-Dame ist ein seltsamer, ehrgeiziger Film über einen Buckelmann, der sich in eine wunderschöne Frau verliebt, die er niemals berühren kann. Er ist auch ein Musical, ein Horrorfilm und eine Komödie, alles gleichzeitig. Diese Ehrgeiz ist sowohl die größte Stärke als auch das größte Problem des Films.
Trailer, via Disney UK.
Quasimodos Stimme
Quasimodo, der Läutemann von Notre-Dame, ist die eigentliche Hauptfigur der Geschichte. Seine Gesangsstimme trägt die ergreifendsten Momente des Films, besonders in dem Lied über die Glocken, das den Film eröffnet. Es ist eine Leistung, die sich selbst gegen die polierten Stimmen um ihn herum hervorhebt.
Esmeraldas Lied
Esmeralda, die Zigeunerin, ist das Objekt von Quasimodos Liebe. Ihr Lied ist leichter und weniger geerdet als Quasimodos, aber es kommt gut genug an, wenn sie es alleine aufführt. Die Chemie zwischen den beiden Charakteren ist das emotionale Zentrum des Films.
Richter Claude Frollo
Richter Claude Frollo ist der Bösewicht, ein Mann, der von Sünde und Reinheit besessen ist. Seine Lieder sind das beunruhigendste Material des Films, da sie religiöse Angst als persönliche Leidenschaft und nicht als politische behandeln. Es ist eine Wahl, die dem Bösewicht Tiefe verleiht, aber auch Fragen über den moralischen Kompass des Films aufwirft.
Die Musical-Nummern
Die Lieder selbst sind gemischt. Manche, wie die Ballade über die Glocken, sind wirklich ergreifend. Andere wirken erzwungen in die Handlung hineingefügt, ohne anderen Grund als Füllmaterial. Das Tempo leidet darunter.
Die Animation
Die Animation ist das technische Highlight des Films. Die Kathedralszenen sind detailliert und stimmungsvoll, und die Menschenmassen wirken lebendig. Die Charakterdesigns halten sich gut gegen andere Disney-Filme aus derselben Zeitperiode.
Der düstere Umschwung ()
Der Film wird düsterer als die meisten Zeichentrickfilme seiner Zeit und zeigt Grausamkeit und Tod, die jüngere Zuschauer verstören könnten. Diese Kühnheit ist ein Teil dessen, was den Film auszeichnet, auch wenn sie einige Zuschauer verliert. ()
Was am besten funktioniert ()
Hier ist, was Sie nach dem Abspann im Gedächtnis behalten: ()
- Quasimodos Gesangsstimme ()
- Das Eröffnungslied über die Glocken ()
- Die Animation von Notre Dame selbst ()
- Die Leistungen des Nebendarsteller-Ensembles ()
Was nicht überzeugt ()
Hier ist, was den Film herunterzieht: ()
- Lieder, die nichts zur Geschichte beitragen ()
- Ein Bösewicht, dessen Besessenheit persönlicher als politisch wirkt ()
- Eine Mittelphase, die an Schwung verliert.
- Szenen, die auf Spektakel anstatt auf Charakter setzen.
Letztes Wort
„Der Glöckner von Notre-Dame“ ist ein Film, der nach Größe greift und diese meist auch findet, wenn auch nicht vollständig. Sein Ehrgeiz zeigt sich in seinen Stärken, aber auch in seinen Schwächen. Es ist ein fehlerhaftes, oft bewegendes Werk, das Aufmerksamkeit belohnt und einen zweiten Blick verdient.
Wertung: 7,1 von 10.
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