Dantes Inferno entführt den Teufelsbesieger aus Devil May Cry in die Kreise der Hölle. Das Ergebnis ist ein Spiel über Glauben, Sünde und Kampf, das seinen Ehrgeiz meistens verdient.
Die Prämisse ist einfach: Dante reist in die Unterwelt, um seine verstorbene Frau Virgil zu retten, die dort gefangen ist. Er kämpft sich durch neun Kreise der Sünde, die jeder von einem Sünder- oder Dämonenlord beherrscht wird. Die Erzählung stützt sich auf Dantes eigene Schuld und Trauer und versucht, den Abstieg persönlich und nicht abstrakt wirken zu lassen.
Der Kampf ist das stärkste Asset des Spiels. Dante führt ein Schwert, einen heiligen Armbrust und ein Schild, der Angriffe abwehren kann. Die Action ist schnell, die Combos sind befriedigend, und die Bosskämpfe erfordern Geduld. Die Schwierigkeitskurve des Spiels steigt in den späteren Kreisen steil an, was Spieler belohnt, die die Muster der Gegner studieren, anstatt wild anzugreifen.
Das Tempo zieht sich in den mittleren Kreisen zusammen. Einige Level wiederholen die gleichen Feindaufstellungen und Umgebungen, und die Geschichte verlangsamt sich zwischen den Kampfkämpfen. Das Spiel verlässt sich außerdem stark auf Zwischensequenzen und Dialoge, was angesichts der Geschwindigkeit der Action etwas schwerfällig wirken kann.
Auf PS3 und Xbox 360 gibt es gelegentliche Frame Drops während actionreicher Kämpfe. Die PSP-Version kürzt Inhalte, um auf das Handheld-Gerät zu passen, wodurch ein Teil der Aussagekraft der Geschichte verloren geht. Auf allen drei Plattformen ist die Präsentation solide, aber nicht außergewöhnlich, mit anständiger Beleuchtung und Charaktermodellen, die in Bewegung gut aussehen.
Was am besten funktioniert:
- Kampf: das Schwertspiel und das Armbrustschießen sind die Höhepunkte des Spiels.
- Boss-Design: jeder Kreis bringt einen unterschiedlichen Bosskampf mit eigener Strategie.
- Setting: die neun Kreise bieten eine abwechslungsreiche Auswahl an Orten, die es zu erkunden gilt.
- Soundtrack: die Musik passt zum düsteren Ton der Unterwelt.
Dantes Inferno ist ein kompetentes Actionspiel mit einem starken Kern, aber auch mit rauen Kanten. Sein Ehrgeiz zeigt sich in der Geschichte und im Setting, selbst wenn die Umsetzung nicht immer perfekt ist. Spieler, die eine schnelle Lösung suchen, werden frustriert sein; diejenigen, die bereit sind, durchzuhalten, werden einen lohnenden Kampf finden.
Wertung: 7,4 von 10
Fact Box
- Plattformen: PS3, PSP, X360
- Genre: Action-Adventure
- Lead Developer: Visceral Games
- Erscheinungsdatum: 2010
Numerierte Liste
- Kampfsysteme: Schwert, Armbrust, Schild
- Kreise der Hölle: insgesamt neun, jeder mit seinem eigenen Boss
- Schwierigkeitsgrad: steigt in den letzten Kreisen sprunghaft an
- Präsentation: solide, aber nicht außergewöhnlich auf allen Plattformen
Trailer, über Electronic Arts France.
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