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Pattinson spielt in Mickey 17 einen Klon, und die Komödie funktioniert tatsächlich

Ein Mann mit vielen Leben stirbt immer wieder um der Menschheit willen, in dieser seltsamen Geschichte von Arbeit, Erinnerung und der Koloniewelt jenseits.

Von mitch·4 Min. Lesezeit
A solitary man stands upon the frozen surface of a distant world, surrounded by the ghosts of his own lost lives.

Mickey 17 will eine große, laute, unbequeme Komödie über die Zukunft der Arbeit sein. Das gelingt ihr größtenteils, auch wenn die Witze flach fallen. Robert Pattinson spielt Mickey Barnes, einen Mann, der sich einer Weltraumkolonie-Reise als „Expendable“ anschließt, ein entbehrlicher Arbeiter, dessen Tod einfach einen neuen Klon mit wiederhergestellten Erinnerungen auslöst. Diese Prämisse ist der Motor des Films, und sie treibt alles andere an.

Bong Joon Ho führt Regie und schreibt nach dem Roman Mickey7 von Edward Ashton aus dem Jahr 2022. Der Aufbau ist einfach: Mickey schließt sich einer Raumschiffbesatzung an, um 2054 den Eisplaneten Niflheim zu kolonisieren, und sein Job bedeutet, dass er immer wieder sterben wird. Jedes Mal, wenn er stirbt, wird durch einen Prozess namens „Reprinting“ ein neuer Klon erschaffen. Der Film verbringt seine Laufzeit damit, zu erkunden, was das für einen Mann bedeutet, der nicht tot bleiben kann.

Trailer, via Warner Bros..

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Der Aufbau auf Niflheim

Die Geschichte beginnt 2050, als Mickey und sein Freund Timo einem mörderischen Kredithai entkommen, indem sie sich einer Raumschiffbesatzung anschließen, die zum gefrorenen Planeten Niflheim aufbricht. Timo wird Shuttle-Pilot, während Mickey den Job als Expendable annimmt. Es ist eine gefährliche Position, und der Film macht diese Gefahr früh deutlich.

Während der Reise entwickelt Mickey eine Romanze mit Nasha, einer Sicherheitsagentin auf dem Schiff. Die Beziehung ist zärtlich, und sie gibt dem Film ein menschliches Zentrum inmitten all des mechanischen Horrors. Vier Jahre später erreicht das Schiff Niflheim, und die Wissenschaftler beginnen, an Mickeys Klonen zu experimentieren, um einen Impfstoff gegen die viralen Erreger des Planeten zu entwickeln.

Die Klone, die nicht sterben

Die zentrale Spannung entsteht aus der schieren Anzahl der Mickeys. Als der Film seinen Höhepunkt erreicht, steht Mickey 17 einem Klon namens Mickey 18 gegenüber, der aggressiv und bereit ist, das Original zu töten. Hier wird die Prämisse des Films seltsam: Das Expendable-System soll die Besatzung schützen, doch es erzeugt einen Kreislauf, in dem die Klone selbst zur Bedrohung werden.

Kenneth Marshall, der Anführer der Expedition, hat geschworen, dass im Falle von „Multiples“ von Klonen alle Klone eliminiert werden. Diese Regel bringt Mickey 17 und Mickey 18 in direkten Konflikt. Statt zu kämpfen, schmieden sie einen Plan, Aufgaben und Tode zu rotieren, eine leise Lösung für ein lautes Problem.

Die dunkle Komödie

Der Film wird als schwarze Komödie angekündigt, und das ist er. Der Humor zündet nicht immer, aber der Ton ist stimmig. Der Film balanciert düsteres Überleben mit absurden Witzen über Unternehmenseffizienz, und die Mischung funktioniert öfter, als sie scheitert.

„Er stirbt darauf, die Menschheit zu retten.“

Dieser Slogan erfasst den Kernwiderspruch des Films: Mickey ist ein Mann, der beruflich stirbt, und der Witz ist, dass er dabei möglicherweise tatsächlich alle rettet.

Die Nebenbesetzung

Das Ensemble ist stark. Naomi Ackie spielt Nasha mit Wärme, und Steven Yeuns Timo ist als Freund, der Mickey aus Bequemlichkeit verrät, die perfekte Folie. Mark Ruffalo spielt Kenneth Marshall mit kalter Autorität, und Toni Collettes Ylfa verleiht als seine Frau Bedrohlichkeit. Patsy Ferran, Daniel Henshall, Steve Park, Anamaria Vartolomei, Holliday Grainger und Michael Monroe runden die Crew mit kleineren, aber wirkungsvollen Auftritten ab.

Das technische Handwerk

Bong Joon Ho weiß, wie man groß angelegte Action inszeniert, ohne den intimen Maßstab des inneren Kampfes einer Figur zu verlieren. Die Raumschiff-Szenen sind dicht und chaotisch, aber der Film verliert nie Mickeys persönlichen Einsatz aus den Augen. Die Spezialeffekte sind brauchbar, nicht spektakulär, aber sie erfüllen ihren Zweck.

Das Tempo zieht sich im mittleren Abschnitt, wo der Film zu viel Zeit damit verbringt, das Expendable-System zu erklären, anstatt die Geschichte voranzutreiben. Das ist die größte Schwäche des Films.

Das Urteil über Niflheim

Mickey 17 ist ein kühner Versuch, einen Science-Fiction-Film zu machen, der sich sowohl futuristisch als auch zeitlos anfühlt. Es ist ein Film über Arbeit, über den Wert eines Menschenlebens und über die Absurdität von Systemen, die Menschen als austauschbare Teile behandeln.

Der Film ist ungleichmäßig, aber sein Ehrgeiz ist unbestreitbar. Pattinson liefert eine engagierte Leistung als Mann, der sein Schicksal annimmt, ohne es vollständig zu akzeptieren, und das Drehbuch belohnt dieses Engagement mit einem Twist-Ende, das die gesamte Reise neu einordnet.

Mickey 17 ist ein fehlerhafter, aber denkwürdiger Eintrag in Bong Joon Hos Katalog. Es ist ein Film, der schwierige Fragen nach Identität, Sterblichkeit und den Kosten des Fortschritts stellt, verpackt in ein Paket, das oft lustig und immer seltsam ist. Der Film spielt sein Budget nicht wieder ein, aber er verdient seinen Platz in der Diskussion darüber, was Science-Fiction leisten kann.

Bewertung: 7,2 von 10.

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