Fort Solis versetzt die Spieler in eine verlassene Mars-Bergbaustation, und es will, dass sie sich dort gefangen fühlen. Das Spiel von 2023 aus dem Hause Fallen Leaf fordert die Spieler auf, dem Ingenieur Jack Leary durch verschlossene Räume, Leichen und einen wachsenden Schrecken zu folgen, der nicht loslässt. Es ist ein Third-Person-Thriller, der stark auf Grauen setzt, und das gelingt ihm größtenteils.
Trailer, via Dear Villagers.
Jack, Jessica und Wyatt
Jack Leary ist die Hauptfigur, ein Wartungstechniker, der auf einen Routinealarm reagiert und niemanden vorfindet, der auf Fort Solis wartet. Jessica Appleton, seine Kollegin, stößt später zur Untersuchung hinzu. Wyatt Taylor, der medizinische Offizier der Station, entwickelt sich zur zentralen Bedrohung der Geschichte.
Die Besetzung der Sprechrollen trägt hier viel Gewicht. Roger Clark spielt Jack, Julia Brown spielt Jessica und Troy Baker spielt Wyatt. Ihre Darbietungen verkaufen die Spannung, selbst wenn das Drehbuch hinter ihnen strauchelt.
Was funktioniert
Die stärksten Teile von Fort Solis sind seine Atmosphäre und seine Darbietungen. Die Station wirkt bewohnt, voller Protokolle, Blutflecken und stiller Korridore, die immer dunkler werden. Die Motion-Capture-Arbeit hält über die drei Hauptrollen hinweg stand und verleiht der Geschichte ein Gefühl von Präsenz, das geringere Spiele nicht zustande bringen.
Das Spiel läuft zudem ohne Kameraschnitte oder Ladebildschirme, was das Tempo flüssig hält, während Jack sich zwischen Räumen und Abschnitten bewegt. Rätsel, die an Schlüsselkarten und ein Handgerät gebunden sind, öffnen neue Bereiche, und Quick-Time-Events setzen Akzente an den Höhepunkten der Geschichte.
Wo es zu kurz kommt
Das Gameplay wird dem Anspruch seiner Prämisse nicht gerecht. Die Erkundung fühlt sich oft dünn an, und die Art und Weise, wie die Station ihre neun Abschnitte miteinander verbindet, ist nicht immer klar. Spieler, die kampflastige Action erwarten, werden den Fokus auf Erkundung frustrierend finden.
Die Erzählung selbst ist der Punkt, an dem das Spiel an Schwung verliert. Das Rätsel, wofür Fort Solis gebaut wurde und warum seine Besatzung verschwand, wird durch Protokolle und Audiodateien erklärt, doch das Tempo zieht sich im Mittelteil. Die Auflösung des viralen Ausbruchs und Wyatt Taylors Motive funktionieren, aber es dauert zu lange, dorthin zu gelangen.
Vergleich der Veröffentlichungen
| Plattform | Erscheinungsdatum |
|---|---|
| PlayStation 5 | August 2023 |
| Windows | August 2023 |
| macOS | Oktober 2023 |
| Xbox Series X/S | Dezember 2025 |
Wichtige Fakten
- Entwickler: Fallen Leaf
- Herausgeber: Plug In Digital, Dear Villagers
- Plattformen: Xbox Series X|S, PC (Windows), PlayStation 5, Mac
- Besetzung der Sprecher: Roger Clark (Jack), Julia Brown (Jessica), Troy Baker (Wyatt)
- Themen: Horror, Science-Fiction, Abenteuer
- Bewertung: 6,4/10
Fort Solis ist ein Spiel, das Angst aufzubauen versteht, es aber schwer hat, sie aufrechtzuerhalten. Die schauspielerischen Leistungen und die Atmosphäre tragen viel Gewicht, doch das Gameplay und das Tempo lassen sie im Stich. Es lohnt sich, es für das Gefühl, gefangen zu sein, zu spielen, auch wenn der Fluchtweg zu lange auf sich warten lässt.
Bewertung: 6,4/10.
Das Notizbuch abonnieren.
Die besten Geschichten des Tages und jedes neue Urteil, in klarem Deutsch, um sieben im Postfach. Eine Mail am Tag, nicht mehr.





